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Alles auf dem Tiefpunkt..












Ich grüße euch!

Erstmal muss ich sagen, dass ich das Forum toll finde, mir hat es bei einigen Thematiken wie Religion etc, sehr geholfen und Wissen angereichert.
So, nun möchte ich zu meinem Problem kommen...

Und zwar befindet sich gerade (ach was heißt gerade, seit gut 1 Monat) alles auf dem Tiefpunkt.
Meine Probleme mit der Familie waren schon immer vorhanden, wir sind nur mehr zu zweit, mein Vater hat mich und meine Mum stehengelassen. Das einzige was er hinterlies waren Schulden in Unmengen, die meine Mum nicht bezahlen kann und wir deswegen große finanzielle Schwierigkeiten haben.

In der Schule geht es momentan auch nurmehr bergab...
Bin ziemlich oft nicht anwesend. (Habe starkes Asthma, vorallem in Winter werde ich oft damit konfrontiert) Bleibe aber oft aus Lustlosigkeit am Leben zu Hause und übergebe mich. Das mit dem Übergeben könnte dann wieder was anderes sein, da der Verdacht besteht, dass mich mein Freund geschwängert hat.

Doch ich übergebe mich nicht einfach so in der Früh, sondern vor allem bei psychischen Stress und Druck. (Schule und Freund)

Früher war der schulische Erfolg die Basis meines Lebens, doch da das auch nicht mehr vorhanden ist, stehe ich an der Grenze.
Ich kann nicht mehr so weitermachen.

Es fällt mir von Tag zu Tag schwerer, mit Menschen zu reden.
Der Computer ist meine Zuflucht.
Mein Freund hat mir gestern vorgeschlagen, die Beziehung bis auf weiteres zu beenden, damit ich in der Schule wieder besser werde, und dass wir es in 4 Jahren nochmal versuchen.

Nachdem er mir das gesagt hat, habe ich versucht zu schlafen. Doch dann fühlte ich dieses eigenartige Kribbeln, heulte los und kotze aus dem Fenster.

Ich finde einfach nichts mehr, wofür es sich wirklich lohnt zu leben.
Habe mein ganzes kurzes Leben lang nur gehofft, dass alles besser wird.
Aber irgendwann kann man nicht mehr.

Ich weiß nicht, was ich tun soll, damit sich meine Lage bessert.
vielleicht habt ihr Anregungen oder Vorschläge, oder einfach nur eine Meinung. Ich brauche die Außenwelt, denn alleine schaffe ich das nicht...

Glg Lalyha
Liebe Lalyha,

einen grossen Trost kann ich Dir für den Moment leider nicht bieten. Ich kann das ganze aus etwas grösserer Distanz betrachten - ich könnte vom Alter her Dein Grossvater sein. Meine Jugend war auch recht verschissen. Ich fand damals Trost und ein Zuhause in der Kirche, von der ich mich aber später wieder löste. Rückblickend kann ich sagen, dass sich in mir damals ein religiöses Flämmchen entwickelte, dass in einer atheistischen Phase wieder etwas kleiner wurde, aber später nach Studien und Erlebnissen voll entfachte. Vielleicht ist es Zeit, ein solches Flämmchen zu entwickeln?

Rückblickend kann ich auch sagen, dass ich ab etwa 20 froh war, all diesen Scheiss schon erlebt zu haben - andere tun sich, wenn sie solchem später begegnen, schwerer. Ich konnte dann schon aus Erfahrungen schöpfen und habe Dinge erlebt und kennen gelernt, mit denen sich andere später auseinander setzen mussten. Wenn ich dann mit Leuten zusammen bin, kann ich vieles mitempfinden. Du bist jetzt möglicherweise in der Schule des Lebens, wo Du einiges lernen kannst, was Dir und anderen später vielleicht hilft. Halte durch und suche Deinen Gott, Schöpfer, Vater ... . Ich wünsche Dir viel Kraft dabei.

NicoS
Hi du, wie alt bist du denn?

Also ich sage dazu: Schande über diesen Staat! Wie sollst du mit so einer Situation fertig werden und dass in nem ziemlich jungen Alter? Keiner kümmert sich um sowas!
Du brauchst Hilfe! Wende dich an einen Psychologen und denk ja nicht dass du dich dafür schämen musst!
Du musst dich auch keinen Phantasien ala Religion hingeben nur um wieder neuen "Antrieb" zu gewinnen! Geh zu nem Psychologen oder ner Kinder- und Jugendpsychiatrie und öffne dich diesen Leuten!
Wenn dir der Psychologe nicht zusagt probier nen Anderen aus!

Sag deiner Mutter dass du zu einem Psychologen oder ähnlichem gehen willst, wenn du mit ihr nicht reden willst dann erzähl das irgend einer Person der du vertraust und die dich da begleiten kann (am bestern wäre wohl ein Erwachsener => Vertrauenslehrer? Verwandter?)
Sei mutig und tu diesen ersten Schritt.

Wie gesagt, ich finde es sehr schlimm dass junge Menschen in solchen Situationen alleine gelassen werden!
Mahst Du mit mir noch einmal unter einem etwas anderen Blickwinkel auf Deine Probleme schauen? Wovon werden sie nur so stark und wovon wirst Du so schwach? Könnte es sein, dass Du Deine ganze Energie in sie steckst?
Natürlich schaut es so aus, als ob sie Dich einfach aussaugen, aber: Die Herrin über Deine Energie bist Du, Du hast über sie zu bestimmen, und ich möchte mal mit Dir schauen, ob das nicht etwas mehr zu Deinen Gunsten geht. Gelernt habe ich das, worüber ich hier schreibe, aus einem kleinen Büchlein des französischen Apothekers Emil Coué: Autosuggestion. Es wurde in ca. 30 Sprachen übersetzt und beschreibt aus der Praxis heraus, wie man die größten Probleme und sein Leben meistert. Vielleicht liest Du es auch, es kostet, glaube ich, nur ca. 10 €.
Wenn ich ein TALENT für Lebensbewältigung IN DIR wäre, wie würde ich mich fühlen, was würde mir fehlen? Was würde ich mir von Dir wünschen? Wäre mir nicht schon viel wohler, wenn Du mir ein gutes Wort sagst und einmal gut an mich denkst? Spürst Du, wie ausgehungert Deine Talente nach Zuwendung von Dir sind? Sie würden gerne alles für Dich tun, sich aufrichten, wachsen, groß und stark werden, aber sie brauchen NAHRUNG von Dir - Du weißt jetzt, welche. Ich wünsche Dir guten Erfolg, Du wirst es schaffen, es geht immer besser und besser.
Franz Josef Neffe
Forum -> Psychologie und Psyche


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