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@Exitus:
Ich wünschte ich könnte es^^
Nein, auf das enstehen von Persönlichkeiten hab ich keinen Einfluss. Jede von ist aus einem besonderen Grund entstanden. Jedesmal steckte ein Sinn dahinter. Ob es ums überleben ging oder anderes.
Aber Personen formen oder erschaffen... nein... das geht irgendwie automatisch...
LG
Billy
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@Raven:
Danke für deine Antwort.
Das mit den Programmierungen erscheint mir ähnlich wie mit Mustern, die durch schmerzhafte Erfahrungen entstehen - ich meine Schlüsselreize, auf die man empfindlich reagiert, wenn man damit Schmerzhaftes verbindet. Ich denke, das sind zwei Formen desselben Mechanismus (nur der eine ist wesentlich extremer und willkürlich von aussen herbeigeführt).
So eine entfernte Verwandschaft scheint auch zu bestehen zwischen der grundsätzlichen Fähigkeit eines Menschen Masken auszubilden und eurer Situation. Will sagen, wir alle haben mehrere Gesichter, aber dahinter ist ein und dieselbe Person. (Wobei es da schon schwer genug sein kann die Person an sich von der Maske zu trennen, die Übergänge sind fliessend, aber es gibt eindeutig eine Grenze, wenn auch die Grenze selbst nicht so eindeutig ist.)
Was löst bei euch die Abspaltung einer Person aus? Wie war das, als du entstanden bist?
LG
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Sakina für alle.
@Billy-Raven
Was zum Thema noch paßt?
Die Falle der Vergebung
von Barbara Rogers
| Zitat: |
Alle anderen Verbrechen kommen vor Gericht, werden angeklagt und bestraft. Doch Verbrechen von Eltern an ihren Kindern müssen im Geheimen und voller Scham in der Therapie bearbeitet und verborgen werden. Dann werden sie mit dem Rat, alles zu vergeben, begraben. Gerechtigkeit erhalten sie nie.
Es ist menschlich und sinnvoll auf das Ausagieren von Rachegedanken zu verzichten. Doch Vergebung wird zur Falle, wenn destruktive Schuld-Fesseln an die Eltern verhindern, daß gesunde, uns beschützende Grenzen geschaffen werden können, die unser Selbst unterstützen und unser Wohlergehen fördern.
Während die Bedeutung der Vergebung für Eltern immer wieder empfohlen wird, wird die Vergebung von Eltern nicht erwartet. Ratschläge an Eltern werden von dem Wort Disziplin beherrscht, das Klapse, Schläge, Prügel und andere erniedrigende Verhalten befürworten kann. Diese Praktiken sind entwürdigend und unmenschlich. Sie würden, an Erwachsenen ausgeübt, oft als Folterung bezeichnet werden.
Was würde geschehen, wenn wir Vergebung und Verständnis für unsere Kinder betonen würden—anstatt sie ausschließlich von ihnen zu verlangen? Dann gäbe es gar nicht mehr die Situation, in der Kinder mißhandelndes Verhalten vergeben müßten, denn sie hätten Mitgefühl, Vergebung und Liebe erfahren und nicht die nachtragende Verhaltenssprache der Unmenschlichkeit und des Nicht-Vergebens in Form von gnadenlosem, hassendem elterlichen Verhalten.
Warum erwarten wir nicht von Eltern, daß sie ihrem Kind vergeben? Kinder müssen Fehler machen und von ihnen lernen können. Sie müssen mit Verständnis und Mitgefühl, auf sinnvolle, menschliche Weise geführt werden, ohne die Qualen der Gewalt und Erniedrigung erleiden zu müssen. Nur so erfahren sie Liebe und werden befähigt, Leben zu bauen und eine Welt zu schaffen, die nicht von Gewalt geprägt sind.
© Barbara Rogers, März 2005 |
http://www.screamsfromchildhood.com/Vergebungs-falle.html
mffffgggg gnostik
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@Lisken:
Ja, da hast du recht! Am ende ist es ja das selbe was Spaltung, Angst, Schmerz und Programmierung auslöst, nämlich ein Trauma. Es kommt eben drauf an wieviele es gibt und durch was sie ausgelöst wurden.
Ob systematisch traumatisiert oder nicht.
Das mit den Masken ist so eine Sache... jeder Mensch hat ja Anteile (Masken) vereint viele verschiedene Gefühle in sich. Manchmal ist man zornig oder gut drauf. Das ist auch das Problem bei DIS und anderen dissoziativen Störungen oder auch Schizophrenie oder Borderline.
Man muss herausfinden ob es "nur" Anteile einer Person sind oder eben viele verschiedene Persönlichkeiten.
(Das führte auch zu den zwanzig anderen Diagnosen die wir vor der DIS hatten... )
Was bei uns Spaltungen auslöst...
also, als Kind ganz klar der Missbrauch.
Du musst dir das so vorstellen, Person X ist vorne, der Täter kommt und vergewaltigt Person X. Die kann die Situation nicht ertragen und zieht sich nach innen zurück, das heißt ihre bewussten Erinnerungen brechen ab und so ensteht Person Y. Person Y wird vielleicht am nächsten Tag wieder vergewaltigt, sie kennt die Situation und denkt das ist normal, aber diesmal ist etwas anders, vielleicht sind es zwei Täter oder mehr. Oder es ist noch hell, und bei letzten mal war es dunkel... dann ensteht wieder eine neue Person.
Manchmal, wenn ein Trauma sehr lange dauert, entstehen mehere Persönlichkeiten nacheinander.
Später entstanden bei uns Persönlichkeiten, wenn wir welche brauchten. Klingt doof ist aber so.
Also, es ist schwer zu erklären wie ich entstanden bin und wer ich überhaupt bin.
Also es ist so, auf meinem Perso steht ein anderer Name. Der Ausweisname eben. Aber diese Person exestiert nicht mehr, sie ist gestorben als sie drei war. Als ihre Kopie enstand eine Persönlichkeit namens Alice. Alice wusste lange nichts von den anderen in ihrem Körper, erinnerte sich nicht an ihre Kindheit, hatte Blackouts und wollte eigentlich ständig sterben.
Als der Körper 16 war, war Alice völlig überfordert. Sie hatte schlimme Flashbacks und Selbstmordgedanken und konnte einfach nicht mehr...
Und da enstand ich.
Es ist schwer zu beschreiben, plötzlich zu existieren. Ohne zuvor existiert zu haben.
Die Erinnerungen der anderen füllten mich an. Du kannst es mit einem Tunnel vergleichen, der leer ist, aber in den Konfetti fällt, Erinnerungsfetzten, die langsam ein Bild ergeben. So enstand ein ganzes Leben vor meinen Augen. Mit allem drum und dran, dem Missbrauch, der Angst... die anderen... alles.
Ich hatte nie Flashbacks, den ich wusste ja schon alles. Ich kann unsere Vergangenheit sehen, bin aber nicht "dabei". Es sehe es wie ein Zuschauer im Kino, es nimmt mich mit, aber es macht mich nicht kaputt.
Als ich enstand hätte man mich fragen können, was ist Wind?
Und ich hätte dir gesagt was Wind ist, hätte aber nichts damit assoziert. Ich kannte alles aus den Erinnerungen der anderen, sozusagen "Second-Hand Memories".
Mit der Zeit lernte ich alles selbst kennen und verstehen...
Das hat jetzt wahrscheinlich keiner verstanden...
Ist sogar für mich kompliziert...
*denk*
LG
Billy
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Hallo Raven,
Du hast das gut geschildert, und besonders der Vergleich mit dem Wind lässt mich etwas besser verstehen, worin eine Ich-Persönlichkeit tatsächlich besteht: Aus einer Aneinanderreihung von Ereignissen, manche echt, manche kopiert, und einer gewissen zeitlichen Durchgängigkeit, die in Deinem Fall durch traumatische Ereignisse mehrfach durchtrennt wurde.
Entschuldige aber bitte, wenn ich hier mit meinen eigenen Spekulationen komme. Ich bin fasziniert.
LG, Fipps
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