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Bibel und moderne Wissenschaft












hi leute, in dem beitrag hier http://www.geistigenahrung.org/ftopic309.html wird über den koran und der modernen wissenschaft berichtet. mich würde es interessieren, was es in der bibel zu diesem thema gibt.

freue mich jetzt schon auf rege teilnahme.
Warum postest du das in der Rubrik 'Islam'?
Mit der Bibel beschäftigen sich grundsätzlich einmal eine Vielzahl von Bekenntnissen, die man in drei Religionen einsortieren könnte.
Der Gott ist ja eigentlich >der Eine<
Und dennoch haben die Theologen unterschiedliche Antworten auf dieselben Fragen.

Das spricht gegen ein wissenschaftliches Herangehen durch die Theologen.
Die Theologie ist per se nicht wissenschaftlich, weil sie nicht alle denkbaren Fragen und Hypothesen zuläßt. Denn immer rufen einige: Gotteslästerung!
Egal was man sagt, aus irgendeiner Ecke kommt sicher dieser Ruf.

Es gibt ein interessantes Phänomen:
Egal, welche Worte der Schrift man interpretiert und welche Lösung man findet, es finden sich immer Theologen, die nach Beweisen schreien, und diese dann als ungenügend ablehnen.
Die einzige Möglichkeit, seine Behauptung nicht beweisen zu müssen, und nicht hinterfragt zu werden, ist die, das zu behaupten, was jeder glaubt.

Das Verrückte ist, daß dieses Sytem so funktioniert, seit es die Bibel gibt.
Man kann also davon ausgehen, daß vielleicht Dinge als wahr vorausgesetzt werden, die noch nie hinterfragt wurden.

Zu der Wissenschaftlichkeit der Theologen ein Beispiel:
Ein Professor der Uni Freiburg - Neutestamentler - hat mir wörtlich gesagt:
"Wenn sie davon ausgehen, daß Paulus gedacht haben könnte, JHWH sei nicht Gott, dann müssen sie in die Irre gehen, wenn sie seine Briefe lesen."

Ich fragte ihn, wo denn da die Wissenschaftlichkeit bliebe. Natürlich aht er meinen Einwurf überhört.

In der Wissenschaft muß es erlaubt sein, jede Frage zu stellen, und unter Aufstellung einer Hypothese nach einer Antwort zu suchen. Wenn durch die neue Hypothese Fragen erklärbar sind, die bisher nicht erklärbar waren, dann ist es üblich, daß diese als Theorie allgemein angenommen wird, und die alte Theorie ersetzt. Nur so ist ein Fortschritt in der Erkenntnis möglich. Jede wissenschaftliche Theorie stellt immer nur den aktuellen Stand des Wissens dar, sie hatte immer eine vorhergehende Theorie, und wenn es irgendwann eine andere Theorie geben wird, die weitere bisher ungelöste Fragen klären wird, dann wird man diese Theorie mit Freuden annehmen, und sie als einen weiteren Fortschritt des Wissens der Menschheit sehen.

Die Theologie ist die einzige Wissenschaft, die sich als solche bezeichnet, sich aber nicht an dieses Prinzip hält.

Und zwar konfessionsübergreifend.

Was war der Fehler des Freiburger Professors gewesen?
Er hat eine grundsätzlich nicht ausschließbare Annahme, überhaupt nicht als legitim zugelassen. Er hat diese Annahme von vorneherein als falsch erklärt. Punkt. Basta. Ist eben so.
Das ist absolut unwissenschaftlich. Die Theologie steht sich selbst im Weg.
Und merkt es nicht, und wundert sich, daß sie nicht vorankommt.

Ein anderer Wissenschaftler - Philosoph mit Schwerpunkt Logik - hat meine Theorie als wissenschaftlich zulässig und von der Logik her ohne Fehler bezeichnet. Und er sagte mir, daß auch Spinoza diese Theorie vertreten hatte. Und Spinoza war ein jüdischer Rabbi, der dann zum Christentum konvertierte, weil seine jüdischen Mitbrüder meinten, er sei vom rechten Glauben abgewichen, und ihn in die Gemeindezucht nehmen wollten. - Ja, die Gemeindezucht stammt aus dem Judentum. Spinoza flüchtete also in den Schoß der Mutter Kirche, aber auch dort waren seine Theorien überhaupt nicht gerne gesehen, und er mußte verschiedene Schriften unter einem Pseudonym veröffentlichen, aus Angst, verfolgt zu werden. Und die Kirche hatte damals rabiatere Mittel als die Gemeindezucht, da wurde manchem unversehens sehr warm ums Herz. -
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Zb wird irgendwo in der Bibel der Wasserkreislauf vollständig und korrekt beschrieben. Er wird so beschrieben, wie ich es in der Schule gelernt hab, sehr beeindruckend. Für ein Buch das schon 3500 Jahre alt ist (1500 v. Christus wurde Mose aufgeschrieben).
Zitat:
Galater:
Die Theologie ist per se nicht wissenschaftlich, weil sie nicht alle denkbaren Fragen und Hypothesen zuläßt.


Ich weiss auch nicht, was die Theologie in der eindimensionalen "Wissenschaftswelt" zu suchen hat, so wenig wie Psychologie, Musik-, Literatur-, oder Kunstwissenschaft. Bei diesen Zweigen geht es um Erfahrung, Anschauungen und Glauben, die wohl für sich selbst betrachtet werden können, möglicherweise auch vergleichend, aber auf der Ebene des Intellektes nie zu einer einheitlichen Meinung führen können. Nebenbei vermerkt: es erstaunt auch bei vielen "wissenschaftlichen" Ausarbeitungen, dass man sich oft selbst hier nicht einig werden kann.

Im übrigen habe ich bis anhin jegliche Frage stellen können, und auch alles hinterfragen, aber man muss sich immer seiner eigenen Beschränktheit bewusst sein. Wenn ich mich dann für ein Gebiet entscheide, dann muss ich daran glauben, dass z.B. die Schule, in die ich gehen will, die richtige ist. Und wie auf anderen Gebieten ist es auch hier so, dass man sich bilden muss, und "ein paar dumme Fragen stellen" einem nicht weiter bringt, wie dies z.B. auch in der Physik, oder einem anderen Wissenschaftsgebiet der Fall ist.

Beim Ganzen muss man auch immer sehen, wo man zum Futternapf kommt. Die Denkberechtigungsscheine sind halt an den Unis zu holen, so begibt man sich dorthin, obwohl es für solche Fragen der falsche Ort ist.

NicoS
Forum -> Islam


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