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| wieso ist die gottesvorstellung im AT heidnisch und nicht im NT ? |
Du hast die Antwort doch selbst gegeben. Und zwar in der Begründung, wie du auf diese Frage kamst. Es gibt drei verschiedene Antwortmöglichkeiten. ich habe dir eine davon genannt.
Die Antwort, die ich genannt habe ist:
Der Gott des AT ist nicht Gott! Jesus verkündet den Wahren Gott.
Eine weitere Möglichkeit ist:
Der Gott des AT ist Gott. Und Jesus verkündet einen falschen Gott.
Diesen Weg gehen die Juden.
Die dritte Möglichkeit ist:
Der Gott des AT ist Gott, Und Jesus ergänzt seine Lehre, und passt sie den geänderten Lebensumständen an.
Diesen Weg gehen die Christen und die Muslime. Die Christen haben aber erkennen müssen, daß ein Mensch unmöglich Gottes Gebote ergänzen kann. Also haben sie Jesus eine göttliche Wesensform zuschreiben müssen. In irgendeiner Weise göttlich. Und das führte zur Trinitätslehre. Diese Lehre sieht von außen betrachtet aber so aus, als würden Christen drei Götter anbeten. Dies hat Mohammed erkannt, und versuchte gegenzusteuern, durch die Lehre des einen gnädigen Gottes. Er mußte die Göttlichkeit Jesu ablehnen, und hat deshalb die Auferstehung als Erfindung sehen müssen. Dadurch wiederum geriet er in das Dilemma, daß der Einfluß des Gottes des AT nicht so stark zurückgedrängt wurde, wie beim Christentum. Deshalb ist der Islam noch mehr an Werken und Werten des AT orienttiert als das Christentum.
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| das gott als mensch auf die erde kam um die sünden der menschen zu tragen. das gott für unsere sünden gestorben ist, damit die menschen in den himmel kommen etc. etc. |
Genau das ist die Fehlinterpretation des Christentums. Das Motiv des Opferlammes, das von den Hohenpriestern stellvertretend für alle Juden einmal im Jahr geopfert wurde. Es mußte ein makelloses Tier sein. Um aber die ganze Welt für immer von der Sünde zu erlösen, mußte ein unvorstellbar reines Opfer her. Ein Mensch konnte das nicht sein. Denn er ist zum einen niemals ohne Sünde, also nicht makellos, und kann sich zu anderen auch nicht für sich selbst opfern, er könnte sich also nicht selbst erlösen.
Diese Fehlinterpretation ist durch das Festhalten am Opferritus verursacht. Dieser Opferritus wurde durch JHWH gefordert. JHWH hat eindeutige Regeln aufgestellt, wie dies abzulaufen habe. Wenn man es aber für möglich hält, daß JHWH nicht Gott war, dann ändert sich schlagartig alles.
Es war gar kein Opfer notwendig, um die Welt von der Macht der Sünde zu erlösen. Es gab die "Erbsünde" niemals. Der einzige "Erbmangel" der Menschen ist die Trennung von Gott. Auch verstärkt durch das Gesetz mit Regeln, durch deren Befolgung man angeblich Heil erlangen konnte. Jesus nun hat dieses Gesetz des JHWH aufgehoben. Und ersetzt durch das universalgültige Wort:
"Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt." Joh 13,34f
Dieses Wort ist unabhängig von jeglicher Tradition und Kultur, ja unabhängig von jeglicher Exixtenzform.
Und wenn wir nach diesem Wort leben, dann sind wir Jünger Jesu. Wir müssen uns dafür nicht extra "Christen" nennen. Wir müssen nicht rufen: "Herr Jesus", sondern so leben, wie er es gelehrt hat: "Liebt einander".
Diese Idee kann durch keine religiösen Dogmen aus der Welt geschafft werden. Durch das Wort Gottes, das in Jesus Fleisch geworden ist, und allen Menschen durch Jesus offenbart wurde, haben wir Kenntnis von dieser Idee.
Bleibt nur noch die Frage zu klären: wer war dieser Jesus?
Er sagt über sich folgende Worte:
"Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch." Joh 14,20
Es klingt für einen Muslim anmaßend, wie sich Jesus hier als Teil Gottes, und als Mittler zwischen Gott und den Menschen darstellt. Ich galube, daß in jedem Menschen ein göttlicher Funke brennt. Jeder Mesnch ist teil Gottes. Jesus war aber in einem unvorstellbar großen Maße von Gott erfüllt. Er war ohne Zweifel Mensch, wie du und ich. Als von Gott ganz erfüllter Mensch ist er seinen Weg gegangen. Und dieser Weg führte ihn ans Kreuz. Im absolutem Vertaruen auf Gott hat er seine menschliche Existenz aufgegeben. Und Gott hat ihn am dritten Tage auferweckt, - als Siegel für das Werk dieses Menschen. Jesus hat den in ihm wohnenden Egiosmus besiegt. Und dieses Beispiel, von Gott bstätigt durch die Auferstehung, beweißt mir, daß es jedem Menschen prinzipiell möglich ist, nicht in Sünde zu sterben, die Macht des Egoismus zu überwinden, und damit die macht der Sünde zu brechen. Durch das Vertrauen in Gott. Durch das Hinwerfen auf Gott, der mich gnädig annimmt, wenn ich darum bitte.
Jesus ist nicht für meine Sünden gestorben, sondern für meine Hoffnung. Der Tod und die Auferstehung Jesu haben die Botschaft der Hoffnung in die Welt gebracht, und damit die Macht des Todes besiegt. Tod, wo ist dein Stachel?
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hi galater, dass ist so ziemlich das krasse gegenteil
was ich vorher auf gelesen habe. hab das gefühl das die meinungen unter den christen ziemlich auseinander geht.
eine andere frage. das AT wird doch von den christen auch anerkannt oder ? wenn der gott im AT nicht der gott ist und jesus den wahren gott verkündet, so müsste der AT bei den christen auf ablehnung stossen. soweit ich weiss ist das aber nicht der fall.
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Hallo antisexy,
natürlich ist das das krasse Gegenteil von dem, was die christlichen Theologen seit Jahrtausenden glauben.
Diese Erkenntnis wird sich durchsetzen, wenn es die Wahrheit ist.
Ein Gedanke, der einmal gedacht wurde, ist damit in der Welt.
Diese "krasse" Ansicht wird das Christentum und alle monotheistischen Religionen revolutionieren, und die gemeinsame Basis herstellen, indem die trennenden Dogmen nicht mehr aufrechterhalten werden müssen.
Sie werden zusammenfinden, im Schlußstein Jesus Christus.
Natürlich ist das eine Fiktion von mir, aber sie ist wunderschön.
Ein Revolution gegen die Lüge, für die Wahrheit und das Verständnis.
Ha, und ich bin der Keppler der Theologie. *g*
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3. das grosse gericht
gibt es informationen darüber wie das grosse gericht sein wird. was wird dort alles passieren, was erwartet uns dort. hat gott bzw. Jesus in der Bibel nähere informationen darüber gegeben? |
Ja, das hat er in gewisser Weise, er hat sogar einigen seinen Jüngern gesagt, dass sie den jüngsten Tag miterleben werden - so kann man sich irren.
(Nein, ich suche die Bibelstelle nicht raus )
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ist die gottesvorstellung im jetzigen Christentum heidnisch ?
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Das NT ist die jüdische Version heidnischer Sagen, einige Legenden wurden z.T soweit übernommen, dass man nur die Namen änderte. Die Geschichte des Sohn Gottes, der von einer Jungfrau am 25. Dezember geboren wird, von drei Weisen aufgesucht und nachher durch Verrat am Kreuz für die Sünden der Menschen stirbt, um nach drei Tagen wieder auf zu erstehen, ist ein paar tausend Jahre älter als das Christentum. Es brachte insofern nichts wirklich neues, was Legenden und Lehre betrifft, auch wenn es gerne als revolutionär dargestellt wird.
Der Gottesbegriff, die Vorstellung von Himmel und Hölle(wenn es sie denn gab) war auch eine andere, kein persönlicher Gott, sondern eher eine Art Bewusstsein des Universums, kein Himmel in dem man sich aufhalten kann, sondern Geisteszustände. Zudem glaubte man an Wiedergeburt, bis man Gottesverwirklichung erreicht hatte. Das ursprüngliche Christentum ist eher mit dem Hinduismus vergleichbar.
Es hat sich jedoch eine Vorstellung des Christentums durchgesetzt, die den ursprünglich unpersönlichen Gott mit dem des AT gleichsetzte, da sie politisch wohl dienbar war.
(Nein, ich suche keine Quellen raus )
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Hallo antisexy!
Du bist scheinbar ein richtiges Schwergewicht. Ich meine das eher vom inneren Gehalt deiner Fragen her und auch in dem Sinn, dass du als muslim doch einen solchen Einblick in die Bibel genommen hast, dass du
berechtigte Fragen stellst.
Nun, ich bin durchaus Christ, habe aber jedoch meine ganz eigene Beziehung zur Bibel. Ich lese nicht viel darin und dann nur, um mein eigenes Verstehen auszubauen. Ich bin also etwas auf Distanz, denn ich meine: Die Bibel - und in gleicher Weise wohl auch die meisten anderen
"heiligen" Schriften - ist gewissermaßen durchwegs geprägt durch die Auffassung, den weltlichen Bezug, das Wissen und in innere Schau derjenigen Menschen, die solche Schriften hinterlassen haben.
Und das bedeutet: höchste Vorsicht! Man muss zwischen den Zeilen lesen und dann sozusagen über Nebengleise zum Eigentlichen Geist finden.
Nimm das bitte vorerst nur als ersten Ansatz. Ich will, wenn du willst, hier noch einiges weiter aus meiner Sicht erläutern. Ich muss jetzt leider weg. Liebe Grüße - reinwiel
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