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hi reinwiel,
natürlich will ich mich austauschen und deswegen ist mir deine meinung willkommen. dieses thema fing bei mir auf der arbeit an. ich arbeite am flughafen, in einer sicheitsabteilung das sehr sensible ist. daher hält man sich mit den arbeitskollegen am laufenden über die ganze weltpolitik, kriege, terrorismus etc. etc.
ich meinte zu meinen kollegen in einem gespräch über terrorismus, dass es im islam die huris (jungfrauen wie es in deutschland genannt wird) wirklich gibt. die fingen dann natürlich an sich zum teil darüber lustig zu machen oder ins lächerliche zu ziehen usw. mir ist natürlich bewusst das es bei ihnen um eine psychologische reaktion handelt. die verbinden das in ihren gedanken in etwa so. jungfrauen=sex, 70 jungfrauen=komplette sexparty.
(ps: ich wüsste eigentlich nicht was dagegen spricht )
bis es plötzlich bei mir die frage aufkommen lies, wie die vorstellung vom paradies denn im christentum ausschaut. leider habe ich auf diese frage keine antwort bekommen. auch hier im forum nicht. ich bin nämlich sehr neugierig ob es ähnlichkeiten gibt.
im Kor'an dagegen, gibt es viele informationen über den paradies, die von Allah offenbart wurden. welche verschiedene arten es von paradiesen gibt, was es dort alles geben wird. oder das es dort so schöne sachen geben soll, die sich unserer vorstellungskraft komplett entzieht soll usw.usw.
das war so im kurzen der anstoss gewesen, wieso ich diese fragen hier im forum gestellt habe. ich hoffe natürlich, dass sich unsere unterhaltung hier nicht auf punkt 4, also die frage mit der jesus vorstellung ob es heidnisch ist oder nicht beschränken wird.
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hi reinwiel, thx für die antwort.
die informationen über den paradies, den tod, das jüngste gericht etc. sind anscheinend sehr wenig in der bibel. das würde mir erklären wieso mir meine kollegen meine fragen nicht beantworten konnten. ich finds eigentlich schade.
bei uns im islam wird das paradies recht bildhaft erklärt im kor'an. dazu ein paar verse aus dem kor'an über den paradies.
1. Das Paradies besteht aus mehreren Gärten (55,46ff.) und wird von Wärtern bewacht (39,73).
2. In den "Gärten von Eden" (19,61) liegen die Geretteten im Schatten, genießen Früchte (55,6 und Fleisch.
3. Es wird lebensfrohe Gesichter geben, die mit dem Eifer, den sie bei ihren guten Werken gezeigt haben, zufrieden sind und sich in einem hochgelegenen Garten befinden, in dem sie kein leeres Gerede hören, und in dem es eine ständig fließende Quelle gibt, und dick gepolsterte Ruhebetten, bereitgestellte Humpen, Kissen eines neben dem andern, und Teppiche, die da und dort auf dem Boden ausgelegt sind (88,8-16).
4. Im Paradies fließen "Ströme von Wasser, Milch, Wein und Honig" (47,15) .
5. Die Gläubigen tragen schöne Gewänder aus Brokat und Seide (35,33) und sind mit Goldschmuck geschmückt (18,31; 76,21) Sie haben "Armringe aus Gold" und "sind mit Perlen geschmückt" (35,33)
na wenn das kein ansporn ist gute taten zu tun
was den tod anbelangt, wird im islam auch viel informationen darüber übermittelt. man könnte sogar sagen ziemlich detailreiche informationen. nach islamischer lehre wird der mensch bereits zum zeitpunkt des todes, also der augenblickliche moment des sterbens, wird er/sie wissen, wo sein zukünftiger platz sein wird: im paradies oder in der hölle. denjenigen, welche die engel friedlich abberufen, werden die engel sagen:
""Friede sei mit euch, tretet ein ins Paradies (als Belohnung) für das, was ihr getan habt.[16:32]""
bei den übeltätern jedoch wird übel und schande verhiessen:
"Und wenn du sie siehst, wenn die Unrechthandelnden in des Todes Schlünden sind, und die Engel ihre Hände ausstrecken: "Liefert eure Seelen aus! Heute wird euch mit der Pein der Schande das vergolten, was ihr an Falschem gegen Allah gesprochen habt, und weil ihr euch hochmütig von Seinen Zeichen abgewendet habt.[6:93]"
nachdem den guten mensch seine seele friedvoll genommen wird und dem übeltäter qualvoll genommen wird geht das leben im grabe weiter.
es ist natürlich nicht ein leben so wie wir es jetzt verstehen. es ist eine ganz andere welt. eine welt für sich das mit unserer welt nicht das geringste zu tun hat. raum, zeit, dimension so wie wir es hier kennen wird dort eine ganz andere bedeutung haben. ich würde sogar sagen, die naturgesetze dort sind ein kleinwenig anders als hier.
im grabe erfolgt dann die erste prüfung und befragung statt. die engel werden die verstorbenen nach ihrem gott, ihrer religion und ihrem gesandten befragen. wenn es mit grosser wahrscheinlichkeit feststeht, dass der verstorbene ins paradies gehen wird, so werden sich die engel dem verstorbenen von seiner rechten seite aus nähern für die befragung, in einer schönen gestalt so das der verstorbene nichts zu befürchten haben wird. bei dem jenigen aber der die hölle zu erwarten hat, werden die engel in einer furchterregenden gestalt erscheinen von seiner linken seite.
der gesandte Allahs (s.a.v.) sagte einmal als er über den tod und was uns erwartet berichtete (hadith):
"Nachdem der Mensch in sein Grab gelegt wird und seine Gefährten sich von ihm abwenden - und er hört das Geräusch ihrer Schuhe beim Weggehen, kommen zu ihm zwei Engel. Sie lassen ihn sitzen, dann fragen sie ihn: "Welche Meinung hattest du denn von diesem Mann, Muhammad (Allahs Segen und Heil auf ihm)?" Wenn der Verstorbene ein Mu’min ist, antwortet er: "Ich bezeuge, daß er der Diener Allahs und Sein Gesandter ist". Dann wird gesagt: "Siehe deinen Platz im Höllenfeuer, Allah hat dir an dessen Stelle einen Platz im Paradies gegeben"...Dann sieht er beide Plätze. Ist der Verstorbene ein Kafir oder ein Heuchler, so sagt er: "Ich weiß nicht, ich sagte, was die Menschen zu sagen pflegten!" Dann wird ihm gesagt: "Du hast nicht gewußt, und bist nicht gefolgt!" Dann wird ihm mit Eisenhämmern ein Schlag zwischen seine Ohren versetzt, daß er von sich einen Schrei ausstößt, den alle hören, die in seiner Umgebung sind, außer den Menschen und den Dschinnen".
alle menschen werden in der zeit ab eintritt des todes bis zum jüngsten tag entweder der peinigung oder aber der glückseligkeit im Grab ausgesetzt. bei diesen vorgängen spielt die todesart (verbrennen, ertrinken, usw.) und die art der bestattung keine rolle. das heisst es ist egal, ob der tote begraben wurde oder z.B. verbrannt und seine asche im wind zerstreut wurde.
auf die strafe des grabes wird im Kor'an und in vielen hadithenin berichtet.
z.b. sagt Allah in einer stelle im Kor'an:
"...und es umschloß die Leute Pharaos das Böse der Strafe, das Feuer, sie werden vor ihm aufgestellt zur Morgenstunde und abends. Und am Tag, wenn die Stunde ersteht: 'Tretet ein, Zugehörige Pharaos, in das Härteste der Strafe!'...".[40:45-46]
Allah kündigte also den leuten pharaos zwei arten von strafe an:
1) "...das Feuer, sie werden vor ihm aufgestellt zur Morgenstunde und abends"
damit ist die strafe gemeint, die nach dem tod, aber vor der auferstehung stattfindet. diese strafe ist die "strafe des grabes" wie wir es bezeichnen.
2) "Und am Tag, wenn die Stunde ersteht: 'Tretet ein, Zugehörige Pharaos, in das Härteste der Strafe!'...".
diese strafe findet nach der auferstehung statt.
es gibt noch vieles vieles mehr zu berichten über die welt im grabe.
der jüngste tag ist auch ein kapitel für sich selbst. auch hierüber wird vieles berichtet im islam.
über die nähe dieses tages der abrechnung, dem tag der auferstehung, sagt Allah:
"Den Menschen ist die Zeit ihrer Abrechnung nahegerückt; und doch wenden sie sich in Achtlosigkeit ab."[21:1]
wann der zeitpunkt aber da ist, dass weisst kein mensch ausser allah. nicht einmal die engel oder dschinnen.
"Sie befragen dich nach der Stunde, wann sie wohl eintreten werde. Sprich: "Das Wissen darum ist bei meinem Herrn. Keiner als Er kann die Stunde zu ihrer Zeit bekanntgeben. Schwer lastet sie in den Himmeln und auf der Erde. Sie soll über euch nur plötzlich hereinbrechen." Sie befragen dich, als ob du von ihr genaue Kenntnis besäßest. Sprich: "Das Wissen darum ist bei meinem Herrn; doch die meisten Menschen wissen es nicht."[7:187]
das interessante ist aber, dass es anzeichen für diesen tag geben wird. anzeichen darauf das dieser tag näher und näher rückt wie vom propheten muhammed (s.a.v.) gesichert wird. demnach wird es grosse und kleine anzeichen geben. die kleinen anzeichen sind vorboten des jüngsten tags. die grossen zeichen sind jedoch direkte zeichen für das eintreffen des jüngsten tags. das bedeutsame ist jedoch das beim auftreten einiger dieser grossen zeichen von Allah aus keine reue mehr angenommen wird.
die kleinen anzeichen.
bei den kleinen anzeichen geht es im großen und ganzen um die verderbtheit der menschen am ende der zeit, um das hervortreten von zwietracht zwischen den menschen und darum, daß die menschen weit entfernt von der rechtleitung Allahs sein werden.
über diese kleinen anzeichen berichten eine anzahl von hadithen. um einige mal genannt zu haben.
in einem hadith, den buchari und muslim überlieferten, sagt der prophet muhammed (s.a.v):
1. "Ich und die Stunde wurden erweckt wie diese beiden." Und er zeigte auf seinen Mittelfinger und seinen Zeigefinger."
soll bedeuten, dass die gesandtschaft des propheten muhammed (s.a.v.) und der abschluß des prophtentums zu den zeichen gehören, die auf die nähe des tages der auferstehung hinweisen.
in einem anderen hadithen hat der prophet muhammed (s.a.v.) gesagt,
2. "Die Stunde wird nicht hereinbrechen, bevor die zwei großen Gruppen miteinander kämpfen. Zwischen ihnen wird eine große Schlacht stattfinden, obwohl sie zur gleichen Sache einladen. Und die Stunde wird nicht hereinbrechen, bevor nahezu 30 falsche Propheten erscheinen, von denen jeder behauptet, er sei ein Gesandter Allahs. Und die Stunde wird nicht hereinbrechen, bevor das Wissen ausstirbt, die Erdbeben zahlenmäßig viele werden und die Zeit verkürzt wird. Und die Zwietracht wird offenkundig werden und die Kriminalität wird steigen. Und der Reichtum wird bei euch überquellen, bis daß der Geldbesitzer sich Sorgen macht, wer seine Sadaqa (ps: milde gaben) nimmt, und derjenige, dem er die Sadaqa gibt, zu ihm sagt: Nein, ich habe diese Sadaqa nicht nötig. Und Menschen werden anmaßend im Bauen von Gebäuden sein. Und die Stunde wird nicht hereinbrechen, bis ein Mann am Grab eines anderen vorbeigeht und sagt: O, wäre ich doch an seiner Stelle. Und die Stunde wird nicht hereinbrechen, bevor die Sonne vom Westen aufgeht. Danach werden alle Menschen Mu’minun (ps: gläubige muslime auch in taten natürlich) werden. Jedoch zu diesem Zeitpunkt wird keiner Seele mehr ihr Iman (ps: der glaube zum islam) etwas nützen, wenn sie nicht schon vorher Mu’min war oder etwas Gutes als Mu’min getan hat. Die Stunde wird eintreffen, während zwei Männer gerade ein Kleidungsstück zum Verkauf ausgebreitet haben, und es kommt nicht mehr zum Verkauf und das Kleidungsstück wird auch nicht mehr zusammengelegt. Und die Stunde wird eintreffen, wenn ein Mann gerade seine Kamelstute gemelkt hat, und er kommt nicht mehr dazu, die Milch zu trinken. Und die Stunde wird eintreffen, wenn jemand gerade sein Wasserbecken mit Lehm ausbessert, und er wird es nicht mehr mit Wasser füllen. Und die Stunde wird eintreffen, wenn jemand gerade etwas zum Essen in seinen Mund stecken will, und er wird es nicht mehr essen."
3. "Zu den Vorboten der Stunde gehört die schlechte Nachbarschaft und der Abbruch der verwandtschaftlichen Beziehungen."
4. "Zu (den Vorboten) des Heranrückens der Stunde gehört der plötzliche Tod."
5. "Und es werden sich unter meiner Gemeinde Streit und Teilung ausbreiten, es wird Leute geben, die gut sprechen können aber schlecht handeln."
6. "Es werden Zwieträchtigkeiten und Versuchungen auftreten, durch die man sich von seinem Bruder und von seinem Vater trennen wird. Die Zwietracht und Versuchung werden sich im Herzen der Männer unter ihnen bis zum Tag der Auferstehung einnisten, bis man in dieser Zeit wegen seines Gebetes geschmäht wird, wie eine Unzuchttreibende wegen ihrer Unzucht geschmäht wird."
diese tatsachen soll aber keine resignation hervorrufen. denn in einem anderen hadithen berichtet der prohphet muhammed (s.a.v.)
"Eine Gruppe von meiner Gemeinde wird beharrlich am Recht festhalten. Ihnen wird nicht schaden, wer sie im Stich läßt, bis der Befehl Allahs kommt."
oder
"Wer an meiner Sunna zur Zeit der Verderbtheit meiner Gemeinde festhält, erhält die Belohnung eines Märtyrers."
und es gibt noch die grossen anzeichen. es wird 10 grosse zeichen erwartet. diese zeichen gehen einher mit einer kompletten veränderung der bisherigen ordnung des universums.
in einem hadithen erwähnt der prophet muhammed (sav.) diese 10 grosse zeichen:
Hudhaifa bin Usaid al-Ghaffari sagte: "Der Prophet (Allahs Segen und Heil auf ihm) kam zu uns, als wir unsere Gedanken austauschten. Er fragte: "Worüber tauscht ihr euch aus?" Sie antworteten: "Wir gedenken der Stunde". Er sagte: "Sie wird nicht eintreten, ohne daß ihr vorher zehn Zeichen seht." Er erwähnte daraufhin den Rauch, den Daddschal, das Vieh, den Aufgang der Sonne aus dem Westen, das Herabkommen von Jesus, dem Sohn der Maria (Allahs Segen und Heil auf ihm), Gog und Magog und drei Erdversinkungen: eine im Osten, eine im Westen und eine auf der arabischen Halbinsel. Und als letztes ein Feuer, welches aus dem Jemen kommt, und die Menschen zu ihrem Versammlungsplatz treibt."
die wichtigsten und bekanntesten dieser zeichen sind folgende
der daddschal
1. der daddschal ist ein ügner und verführer, der von sich behauptet, gott zu sein. ihm verleiht Allah für eine gewisse zeit außerordentliche fähigkeiten. die mu’minun erkennen ihn jedoch daran, daß zwischen seinen augen "kafir" geschrieben steht. dies wird jeder mu’min lesen können, auch wer sonst analphabet ist.
der messiah
2. jesus (friede sei mit ihm) wurde nicht gekreuzigt und nicht von den juden getötet, sondern er kommt kurz vor dem tag der auferstehung auf die erde, tötet den daddschal und errichtet eine gerechte islamische herrschaft. er kommt nicht als prophet mit einem neuen Gesetz, sondern herrscht nach dem kor'an und der sunna des propheten muhammed (sav.) somit ist er also kein prophet nach muhammed (sav.).
der aufgang der sonne vom westen
3. so wie Allah es war, der die sonne immer im osten aufgehen ließ, ist Er auch fähig dazu, es im westen aufgehen zu lassen. dies ist die erste sichtbare veränderung der ordnung des universums und alle menschen werden mu’minun werden. wenn dieses zeichen eingetreten ist, nimmt Allah jedoch keine reue mehr an. das heisst, demjenigen, der erst dann mu’min geworden ist bzw. zum islam konvertiert, dem nützt es nichts mehr.
das tier aus der erde
4. ein tier wird aus der erde herauskommen, mit den menschen sprechen, und ihnen mitteillen, daß die meisten menschen nicht fest von der wahrheit der zeichen Allahs überzeugt waren (siehe dazu [27:82]). wenn das tier erscheint, nützt ebenfalls keine reue mehr, die frist dafür wird abgelaufen sein!
den einbruch des jüngsten tages und die grosse abrechnung würde ich noch mit aufschreiben aber bin ziemlich müde geworden ehrlich gesagt. diesen kapitel behalten wir mal fürs nächste schreiben )
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Herzlichen Gruß antisexy!
Du hast mir da gleich eine ganz große Einführung in die wesentlichen Aussagen des Islam gegeben. Wunderbar, herzlichen Dank.
Ich will hier nicht die geistigen Hintergründe für all diese Beschreibungen zu ergründen suchen oder etwa das aufgreifen, was im gewaltigen Widerspruch zu den Vorstellungen steht, die im christlichen Bereich herumschwirren. Es gibt da ja ganz verschiedene Auffassungen, die von gewöhnlichen Vorurteilen oder der Reduzierung ins Unergiebige - sprich die Aufmerksasmkeit auf das Sexuelle oder Gegenständliche - über eine gewaltige Unsicherheit bis hin zu christlich uneinsichtigen, eigentlich auch fundamentalistischen Tendenzen geht.
Gerade die Unsicherheit zum Geistigen hin sucht Vorstellungs-Unterlagen, und die sind im Islam ganz deutlich einmal vorhanden. Also die Beschreibung, dass das Paradies mehrer Gärten besitzt und von Wächtern bewacht wird. Und wie schön es ist: Die Gerechten liegen im Schatten, genießen Früchte und Fleisch. Es wird lebensfrohe Gesichter geben und die Glücklichen werden kein leeres Gerede hören. Sie können sich an der ständig fließenden Quelle laben und auf dem Ruhebett ausruhen. Zudem gibt es Ströme von Wasser, Milch, Wein, Honig und die Gläubigen haben schöne Gewänder und Armringe aus Gold.
Oh ja, darunter kann man sich schon etwas vorstellen. Wenn du nun nicht darauf bestehst, dass das so und nicht anders ist und sein kann, weil dahinter der Koran und somit die Autorität Gottes steht, dann kannst du mit mir versuchen, dies ein wenig zu untersuchen.
Und da fällt doch auf, wie sehr alles mit Zuständen beschrieben ist, die man hier auf der Erde so sehr verwirklicht sehen würde. Wichtig dabei ist vor allem auch das Wasser aus Quellen, das für Wüstenkinder so wichtig ist. Honig, Milch, Wein, lebensfrohe Gesichter, schöne Gewänder und Gold-Armringe. Ein Schlaraffenland. Und sei nicht beleidigt - dieses Schlaraffenland würde als ewig andauernder Zustand ziemlich langweilig werden.
Und wie sieht die Übereinstimmung zur Todesforschung, der Reinkarnations-Möglichkeit und den Auskünften jener Menschen aus, die ins Jenseits blicken oder Verbindung zu diesem haben? Ich meine hier vor allem das Praktikable, das auch so beschrieben wird: Vor den Verstorbenen liegt eine Unzahl von Möglichkeiten, die sie auch im Jenseits entweder schnell oder auf langen langen Wegen zur "absoluten" Seligkeit gelangen lassen.
Der Tod nach deiner Schilderung: Im Augenblick des Todes wird der Mensch wissen, wo er seinen Platz hat: Im Paradies oder Hölle. - Mir kommt vor, dies ist nur ein Teilaspekt des Sterbens, denn eine Vielzahl von klinisch Toten berichtet von einem Austritt aus dem Körper mit einem ungekannten Glücksgefühl, auch wenn dabei der so genannte Lebensfilm mit allen Detail des vergangenen Lebens im Bewusstsein abläuft und dabei der Seele zum Urteil über sich selbst verhilft. Aber auch: Nicht alle Menschen erleben das beim Sterben, wie das viele Verstorbene via medialen Kundgaben zu verstehen geben.
Der jüngste Tag: Den Menschen ist die Zeit ihrer Abrechnung nahe gerückt. Wann der Zeitpunkt da ist, weiß nur Allah. Es wird Anzeichen geben, wie etwa Streit, Teilung, Zwieträchtigkeit, Verderbtheit. Wobei hervorgehoben wird, dass der der in der Sunna dem allem Stand hält, die Belohnung des Märtyrers erhält, denn er wird gegen den Daddschal, dem Lügner, der sagt er sei Gott, bestehen. Und dann wird noch eingeflochten: Der Isa, also Jesus (Friede sei mit ihm) wurde nicht gekreuzigt, sondern kommt kurz von der Auferstehung, tötet den Daddschal und erreichtet eine gerechte islamische Herrschaft.
Also: Ich weiß nicht, wie oft im Koran steht, das Jesus Christus nicht gekreuzigt wurde. Gleichzeitig wird im Koran nie auf dessen Auferstehung bezug genommen.
Und hier entsteht der größte trennende Keil zwischen Christentum und Islam. Es ist nicht die Vorstellung vom jüngsten Gericht. Die ist im altjüdischen Glauben ebenso vorhanden wie im Christentum, und lässt dadurch von Gott, dem so erbarmenden Allerbarmer, ein sehr düsteres Bild entstehen. Und genau dies ist es, was aus uralten Religionsvorstellungen immer wieder hereinspielt - und so weit ich es verstehe, auch weitgehend den Koran beeinflusst.
Oh ja, das mit dem letzten Gericht, das ist eine eigene Sache. Aber erst einmal Schluss für heute. Ganz liebe Grüße über die Grenzen hinweg - reinwiel
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Hallo antisexy,
ich kenne eine Aussage im 1.Clemensbrief:
Es heißt nämlich: "Kein Auge hat gesehen und kein Ohr hat gehört und in keines Menschen Herz ist gekommen, wie viel er bereitet hat denen, die auf ihn harren."
Und im 2.Clemensbrief steht:
Niemand kann aussagen noch verkünden, was der Herr seinen Auserwählten bereitet hat.
Das Christentum sagt also, daß man das Paradies überhaupt nicht beschreiben kann. Dies Aussagen des Koran über das Paradies versuchen den Mesnchen zu verdeutlichen, daß es das höchste erstrebenswerte Ziel ist. Und der Koran versucht zu beschreiben, weshalb es so ist.
Das spielt eigentlich aber keine entscheidende Rolle für den Glauben.
Die entscheidende Rolle im Unterschied zwischen Christentum und Islam ist das Verständnis von Jesus.
Der Jesus des Islam scheint mir wie eine ausgestopfte Jagdtrophäe an der Wand der ehrwürdigen Propheten zu hängen. Mit der Unterschrift:
"Isa, der Prophet, in dem sich der Geist Gottes gezeigt hat."
Tot, tot, tot!
Ich habe genau dieselbe Frage formuliert wie reinwiel.
Und erhielt keine Antwort.
Ausweichen war die Reaktion.
Wer Jesus als Prophet sieht, muß, ja er muß seine Worte lesen, und die Tatsache seines Todes am Kreuz und seiner Auferweckung am dritten Tag wahrnehmen. Ich sage nicht, daß er es glauben muß, aber wenn er es nicht glaubt, dann kann er auch Jesus nicht als Prophet sehen. Denn wo beginnt dann die Lüge, und wo endet die Wahrheit?
Ich sehe die Chance, hier in diesem Forum über diesen Punkt ins Gespräch zu kommen. Wenn nicht hier, wo dann?
LG Galater
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| Gott ist scheisse und ihr seid alles Idioten!
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