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Hallo Inanna,
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„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte ....
..... würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
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irgend wo habe ich mal gelesen, das es nicht dumm ist Fehler zu machen, nur sie ständig zu wiederholen.
Die Veden erklären; "Fehler sind die Säulen des Erfolg"
Jeder wünscht sich immer nur gute Augenblicke im Leben (die wir dann mit dem unbekümmerten Kindsein assoziieren), dabei vergessen wir all zu oft das gerade die "schlechten" es sind, die uns bereichern können. Wir müssen es nur zulassen.
Krishna erklärt seinem Freund und Schüler Arjuna in der Bhagavad-Gita:
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"O Sohn Kuntis, das unbeständige Erscheinen von Glück und Leid und ihr Verschwinden im Laufe der Zeit gleichen dem Kommen und Gehen von Sommer und Winter. Sie entstehen durch Sinneswahrnehmung, o Nachkomme Bharatas, und man muss lernen sie zu dulden, ohne sich verwirren zu lassen." (BG 2.14)
O bester unter den Menschen (Arjuna), wer sich durch Glück und Leid nicht stören lässt, sondern in beidem stetig ist, eignet sich gewiss dazu, Befreiung zu erlangen." (BG 2.15)
Diejenigen, die die Wahrheit sehen, haben erkannt, das das Inexistente (der materielle Körper) ohne Dauer und das Ewige (die Seele) ohne Wechsel ist. Zu diesem Schluss sind sie gekommen, nachdem sie das Wesen von beidem studiert hatten." (BG 2.16) |
| Zitat: |
Aber sehen Sie .... ich bin 85 Jahre alt
Und weiß, dass ich bald sterben werde.“ |
Ich treffe sehr häufig alte Menschen die sich bereits aufgegeben haben - bewusst oder unbewusst. Sie erscheinen mir immer wie "lebende Tote".
(vor dem TV sitzend warten sie auf den Tod - und das nennt sich dann "Ruhestand" (Stillstand).
Gruß
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Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte....ist schwer.
Ich würde mir das "Nichtwissen" wünschen über alles, was mich erwartet, denn all meine Wege und Irrungen, all die Freude und das Leid haben mich erst zu dem gemacht, was ich bin und mich diese Familie haben lassen, die ich habe, mich zu diesem Ort kommen lassen, an dem ich jetzt lebe.
Vielleicht würde ich versuchen, manches anders zu machen, wenn ich mit meinem Leben nicht zufrieden wäre, aber ich bin genau da, wo ich hingehöre - jedenfalls fühlt es sich so an.
Manchmal ist das Leben nicht gerecht.
Manchmal lernt man erst Dinge zu schätzen, wenn man sie unwiederruflich nicht mehr hat - Jugend, Gesundheit, Liebe, Familie, ein sicheres Zuhause...
Vielleicht muß es so sein - das man erst durch Fehler und Verlust lernt. Lernt, zu genießen, zu schätzen.
Und das eintauscht mit der Unbedarftheit der Jugend, die davon ausgeht, daß nur die "Anderen" alt werden und krank und einsam und sterben.
Ich möchte beides haben, und daher: Ich würde nicht wissen wollen, den mein Wissen würde mein Handeln beeinflussen.
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Hallo Astrella,
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@Astrella
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Manchmal lernt man erst Dinge zu schätzen, wenn man sie unwiederruflich nicht mehr hat - Jugend, Gesundheit, Liebe, Familie, ein sicheres Zuhause...
Vielleicht muß es so sein - das man erst durch Fehler und Verlust lernt. Lernt, zu genießen, zu schätzen.
Und das eintauscht mit der Unbedarftheit der Jugend, die davon ausgeht, daß nur die "Anderen" alt werden und krank und einsam und sterben.
Ich möchte beides haben, und daher: Ich würde nicht wissen wollen, den mein Wissen würde mein Handeln beeinflussen. |
Dein "Unwissen" würde dein Handeln genauso beeinflussen!
Jede Handlung (Aktion) erzeugt auch eine Reaktion. Es ist also im Gegenteil sogar sehr wichtig die Qualität seines Handelns zu überprüfen.
Glück und Leid in dieser Welt sind die zwei Seiten der gleichen Münze.
Sogar wenn wir jung, superreich, superschön, superbeliebt etc. sind, werden wir gleichzeitig auch mit Ängsten konfrontiert die für einen armen, hässlichen und unbeliebten Straßendieb unbekannt sind. Andererseits hat der Straßendieb wiederum andere Ängste die der superreiche nicht kennt.
Wirkliches Wissen ist also das, was die Qualität des Handelns ausmacht.
Und das ist zu wissen; "was löst meine Handlung in der Zukunft aus?", "wie wird sie mich binden?"
Diese Dinge zu wissen und die Zusammenhänge zu kennen, das ist wirklich Bildung.
Jeder von uns weiss beispielsweise das ihn der Tod eines Tages einholen wird - nichts ist so sicher wie der Tod (Todsicher).
Jeder ist wie verrückt (zumindest hier in Europa) damit beschäftigt sich mit so viel wie möglich Komfort und Sicherheit zu umgeben - aber das ist alles nur eine Scheinlösung - und für das vergeuden wir unsere wertvolle Lebenszeit und nennen solche Errungenschaften dann auch noch "Lebensqualität".
Mit allen Dingen und Personen mit denen wir in Kontakt kommen haben wir eine Beziehung. Der Bürostuhl auf dem ich sitze, das Auto in der Garage, die Nachbarskinder die draussen spielen, Freunde und Familienangehörige - aber was haben wir für eine Beziehung mit Gott?
Die meisten Menschen würden antworten; "Gott ist tot", oder "es gibt keinen Gott, wo ist er denn?"
Leben für Leben rennen wir den zeitweiligen Zielen wie Wohlstand, Liebe und Familie etc. hinterher, ohne zu realisieren das wir dadurch kein beständiges Glück finden können. Aber genau das ist es, was wir suchen - beständiges Glück.
Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, ich würde nach dem beständigen Glück suchen.
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Dieses Leben in dieser Person werde ich nicht mehr leben - aber wenn man einiges zurückdrehen könnte mit dem damaligen Wissensstand, würde ich es sicher noch einmal so leben - mit dem heutigen Wissensstand nicht mehr - die Seele wird reifer - manchmal gibt es einen gewaltigen Schub in einer Zeit der midlife crises - und zurück blickend - es war nicht alles gut - aber es verlief so, daß man genügend gelernt hat -und wenn der Große Schlaf kommt, werde ich gestärkt wieder erwachen - dieses Leben in dieser Person ist vorbei - ich trauere nichts und niemanden nach - es war und bleibt immer alles, was persönlich ist, in meiner Erinnerung - andere erinnern sich an anderes - das Materielle fällt hinter uns, als wenn wir am Rand eines Abgrund laufen und alles, was gelebt wurde, fällt hinunter - unwiderbringlich - das merke ich schon, wenn ich mit Kollegen über alte Zeiten spreche - sie haben so manches anders empfunden, erinnern sich an andere Begebenheiten - die mir schon lange entschwunden sind, sehen rückwirkend Situationen in einem ganz anderen Licht - ist schon seltsam - die Zeit ist wie der Wind - alles vergeht so wahnsinnig schnell - jede Woche ist anders - und doch - wo ist die Zeit geblieben ?
Nein, ich möchte nicht noch mal dieses jetzige Leben leben - es ist gelebt und gut ist - was kommt, weiß ich nicht, aber ich denke, ich hatte ein gutes Leben mit Höhen und Tiefen - und es war ein Lernprozeß, für den ich dankbar bin.
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Natürlich - ich will mein Leben auch nicht noch einmal leben wollen - warum auch.
Ich würde aber aus dem Abstand, den ich jetzt habe, nichts anders machen.
Meine Entscheidungen, die ich gefällt habe, haben mich meinen Weg gehen lassen.
Es sind müßige Gedankenspiele, sich vorzustellen, was man mit dem heutigen Wissen anders gemacht hätte - vieles sicherlich. Aber vielleicht muß man einfach ein paar Schnörkel laufen, um irgendwann genau zum richtigen Moment an der richtigen Stelle zu sein, Momente, die über den weiteren Lebensweg entscheiden.
@Jivatma
Beständiges Glück gibt es nicht.
Zufriedenheit vielleicht.
Und Glück kann man suchen - oder man kann es finden.
Und meistens merkt man noch nicht einmal, wie glücklich man ist, erst, wenn es vorbei ist.
Zu merken, wie glücklich ich eigentlich zur Zeit bin - wie gut es mir momentan doch geht - das ist etwas, was ich erst im Laufe der Zeit gelernt habe.
Glücklichsein ist ein Bewusstseinszustand und hängt relativ wenig von äußeren Einflussen ab.
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