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Hi Lisken,
ich hätte ja nicht gedacht das du mich so vermisst .
Hatte in letzter Zeit viel um die Ohren, nen ausführlicher Kommentar zu deinem Post kommt im Laufe des Abends!
Grüße!
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Vielleicht kannst du Spaemanns Vorstellung vom 'unendlichen Bewusstsein' einfach nicht folgen und reduzierst Gott auf einen sozialhistorischen, ritualisierten und dogmatisierten Brei, eine Gottesvostellung, die einfach überholt ist - ?
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Nun, ich denke ich kann seiner Ausführung soweit folgen um festzustellen, dass sein Grundtenor sich von dem älterer Beweisführungen eben im Punkt des Ursprungs unterscheidet. Den Begriff der "überholten Gottesvorstellung" halte ich für ziemlich schwammig. Ich denke du meinst damit die Anpassung des Glaubens an den Zeitgeist, wo wir wieder bei meinem Grundargument wären, nämlich die Ursache dieses Vorgangs und dessen Legitimation in Bezug auf die Überlieferung. Meiner Meinung nach besteht zwischen (gelebter) Religion Heute und Religion Damals einer großer Unterschied. Dass das ganz normal ist haben wir ja bereits festgestellt, aber inwieweit beeinflusst das den Anspruch auf Wahrheit? Eine durchaus auch sozialwissenschaftliche Frage.
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Zum verbalen Djihad:
Ja, da hast du recht. Der kommt auch periodisch in diesem Forum hier vor. Du hast allerdings eine ganz wichtige Partei vergessen: Die Radikalatheisten. Motto: 'Wir brauchen keinen Gott, wir haben ja die Wissenschaft und alle die an Gott glauben, sind labile, unterentwickelte Persönlichkeiten... usw.usf.' - Und da knarzt mein Geduldsnerv jedesmal, als würd er reissen wollen, leider muss ich die nächsten sieben bis acht Posts darauf verwenden diese Leute zu überzeugen, dass es nicht meine Absicht ist sie zu missionieren, sondern dass ich lediglich was gegen ihre Intoleranz habe, welche sie als solche zu erkennen meist nicht in der Lage sind..
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Stimme ich dir zu. Jede Partei die von vornerein für sich in Anspruch nimmt im Recht zu sein ist zu hinterfragen. Das nimmt die Atheisten natürlich nicht aus.
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Eine Mitte sehe ich da nicht... wen willst du als Mitte nehmen? Die 'gemässigten Gläubigen' oder die 'gemässigten Ungläubigen'?
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Beide. Prinzipiell jeden der seinen Glauben oder Nicht-Glauben nicht großartig auslebt, hinterfragt o.ä. aber sich trotzdem einer Seite zugehörig fühlt.
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Da wird der Wunsch natürlich stark eine endgültige Lösung des Problems zu finden.
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Klar, viel Hoffnung hat das aber nicht . Man könnte fast sagen der Weg sei das Ziel.
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Der Hintergrundgedanke ist ja toll: dann wären alle glücklich und zufrieden und könnten von da an friedlich zusammenleben. Nur... ich glaube, das ist ein Fehlschluss. Realistisch betrachtet sieht es nämlich so aus: Falls die Menschen ein friedliches Zusammenleben wirklich wollen würden, bräuchten sie diese von dir angestrebte Lösung hierfür nicht. Die religiösen Differenzen sind nämlich nicht die Ursache von Krieg und Terror, sondern lediglich ein Machtinstrument - würde dieses Werkzeug versagen (bei einer allgemeinen Einigung, z.B.), würde man etwas anderes finden um die Kriegsstimmung weiter anzuheizen.
(Und ich weiss, da kann man sich streiten - es sind eine Menge Leute fest davon überzeugt, dass ausschliesslich die Religiösität schuld ist am Desaster und dass alles superfriedlich wäre, wenn diese unvernünftigen Menschen endlich aufhören würden an sowas absurdes wie einen Gott zu glauben... meistens dieselben Leute, die in anderen Zusammenhängen behaupten, der Glaube an Gott wäre entstanden, weil die Menschen eine Kontrollinstanz für ihr Verhalten und für das ihrer Mitmenschen brauchten, etwas, woran sie sich klammern können, damit sie erst beten und nicht gleich ausflippen und anfangen ihre Führer oder sich gegenseitig umzubringen, wenn das Leben mal nicht gut läuft... einen Widerspruch sieht da kaum einer.)
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Klar ist das ein Fehlschluss, ich behaupte nicht das, sollte man die Frage je beantworten können die Welt plötzlich wieder in Ordnung ist. In diesem Punkte teile ich deine Meinung. Religion als Machtinstrument stand auch nicht zur Diskussion, der Ansatz meines Posts ist rein theoretisch. Mir geht es primär um die Herleitung der Fragestellung und ob man sie heute nicht vielleicht anders formulieren müsste. Ich bin nunmal der Meinung das sie ihrem Inhalt garnicht mehr gerecht wird.
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Jein. Natürlich ist Gott alles. Aaber er ist nicht ausschliesslich alles. Gott ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.
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Hab ich irgendwo schonmal gehört, lass ich aber jetzt mal so stehen bis ichs gefunden habe.
Grüße
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