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Charakterschulung - Grundlage des spirituellen Lebens












"Die einzige Arbeit, die spirituell reinigt ist jene, die ohne persönliche Beweggründe getan wird - ohne Wunsch nach Ruhm, öffentlicher Anerkennung oder weltlicher Größe, ohne Beharren auf eigenen mentalen Beweggründen, vitalen (= emotionalen, astralen) Begierden und Forderungen oder auf körperlichen Bevorzugungen, ohne Eitelkeit oder unreife Anmaßung oder Anspruch auf Position und Ansehen, allein um des Göttlichen willen und auf Befehl des Göttlichen. Jede Arbeit, die in egoistischer Einstellung verrichtet wird, wie brauchbar sie auch sei für die Menschen in der Welt der Unwissenheit, ist ohne Nutzen für den Suchenden im Yoga."

Sri Aurobindo
Die Suchenden im Yoga.. hmm.. nur wie entscheidet man welche Arbeit das ist? Die erste die mir vor die Nase fällt? Und ist es nicht genauso egoistisch wenn ich es bewusst unegoistisch tue - was ich ja einzig tue, um spirituell gereinigt zu werden. Was wiederum eindeutig egoistisch ist......... ?
Ich kann natürlich auch nur aus meinem derzeitigen Bewusstseinsstand antworten. Ich würde sagen, die Arbeit ist die gerade anstehende Pflicht, die bei jedem anders aussieht. Wenn die spirituelle Reinigung meine Motivation ist,ist das natürlich egoistisch. So lange ich meinen eigenen Fortschritt im Auge habe, bin ich noch nicht selbstlos, wie Du ja richtig feststellst. Wenn ich bewusst unegoistisch sein will, ist der Egoismus auf alle Fälle noch irgendwie vorhanden, sonst müsste ich das ja nicht mehr so bewusst tun, sondern die Selbstlosigkeit wäre schon zu meiner Natur geworden, ich könnte gar nicht mehr anders, die egoistische Variante würde gar nicht mehr auftauchen. Dazu muss man natürlich erst einmal kommen und das führt über das Stadium des bewussten nicht egoistisch Handeln. Das kann man natürlich auf alle Lebensgebiete anwenden. Die Charakterschulung ist eine der härtesten Angelegenheiten, die es gibt und wird deshalb in ihrer Notwendigkeit meist nicht anerkannt, da es wirklich harter Kampf mit sich selbst (seiner Persönlichkeit) ist. Liebe Grüße
Hat Sri Aurobindo alles richtig gesehen ? Kann jemand, der so abseits lebt und seine eigene Spiritualität voran treibt, noch ermessen, wie es ist, in der Masse zu leben und trotzdem spirituell zu arbeiten - mit den Menschen sein und für sie und das, wenn man sein tägliches Arbeitspensum zu absolvieren hat und doch ganz menschlich bleiben bei all der Spiritualität oder läßt man auf dem Weg, den man geht, nicht doch einiges zurück und entfernt sich zu sehr vom Alltäglichen ?
Liegt im Alltäglichen nicht auch ein Hauch von Spiritualität ?

Zitat:
Probleme zeigten sich im Verlauf der Entfaltung von Aurobindos Philosophie und Spiritualität in der Optik des kritischen Betrachters erstens in der mehr als nur auffallenden Konzentration dieser Zukunftsschau auf das Erleben des Meisters und der Mutter. Sie erlebten ansatzweise diese Transformation ins Übermenschliche. Ihre mystischen Erfahrungen gewinnen Heilscharakter für den Rest der Menschheit. Sie sind die Leitbilder und Bahnbrecher für eine neue Menschheit. Welchen Dienst aber leisten wir Menschen, wenn wir sie ins Übermenschliche erheben? Wir dienen ihnen und überfordern sie.

http://www.relinfo.ch/aurobindo/info.html

Zitat:
Auch der Prozess grundlegender Verwandlung des Relativen ins Absolute löst die Welt des Relativen nicht auf, sie führt nur weit über ihre bisherigen Grenzen und Widersprüche hinaus. Diese dynamisch erlebte und gedachte Beziehung Gottes zum Universum gleicht sich in konkreten Lebensvollzug gleichzeitig der indischen Bhakti und dem christlichen Glauben an, indem Gott zu einer Kraft wird, die sich völlig auf die Welt einlässt, und die den Menschen inspiriert, sich nun auch völlig ihm hinzugeben. In seinen Aussagen über den Herabkunft Gottes in die Welt, ein Geschehen, dass nicht nur einmal geschah, sondern das zum Wesen Gottes gehört, und über die völlige Hingabe an Gott, mit der der wache menschliche Geist nun Gott antwortet, wandelt Aurobindo auf beinah christlichen Pfaden, auch wenn das Vokabular, dessen er sich bedient, und das spirituelle Umfeld, das ihn zu dieser Hingabe beflügelt und das wesentlich durch die indische Bhakti - die indische Liebe zum persönlichen Gott - geprägt wird, Kirchenchristen befremdet.

rel-info bitte ohne Bindestrich - weiß nicht, warum es nicht geht.
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