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Hallo ihr Lieben,
ich habe ja vor langer Zeit mal meinen Fall hier geschildert, wo das ganze richtig am Kochen war. Jetzt sind einige Monate vergangen, aber die Situation ist immer noch nicht überstanden, deswegen möchte ich wieder gerne Rat von euch einholen, ich werde den momentanen Sachverhalt möglichst genau und kurz zusammenfassen:
Also ich hatte/habe schwere Depressionen (3 Jahre bereits ungefähr gehabt aber halt nix gesagt), dann der "Zusammenbruch", Freundin macht schluss weil ich mich so verändert habe, sie so mit mir nicht leben kann, Studium wird auf Eis gelegt (= Feriensemester) - alles andere eigentlich auch.
Mache nun Psychotherapie bei einem Psychologen, habe eine Person die quasi mein "Privatpsychologe" ist; das ist die Schwester von meiner Ex. Sonst mag ich eigentlich kaum mit wem aus meinem Umfeld reden weil die mir alle zu "dumm" bzw. nicht geeignet erscheinen.
Jedenfalls wage ich zu behaupten dass ich die Krankheit jetzt "beherrschen" kann, sie ist noch da, aber die Person herrscht vor und die Krankheit kann nicht mein Handeln übernehmen (durch Ängste, seelische Schmerzen).
Ich sehe dass aber so: Ich habe 3 Probleme:
1. Krankheit
2. Ex-Freundin (will ich wieder)
3. "Selbstverwirklichung" bzw. das "ausleben" der Person die in mir steckt
Wie gesagt sehe ich mich in der Lage mich zu "beherrschen", Todesängste und ähnliches kann ich stoppen bevor sie durchbrechen.
Jedoch glaube ich auch zu wissen, dass die Krankheit + der Verlust meiner Freundin einfach zuviel für mich sind, das glaube ich würde mich töten - ich könnte nicht mehr leben.
Es sei gesagt dass ich ein sehr sensibler (und laut Psychomenschen auch sehr intelligenter) Mensch bin, also meine Freundin und ich wir sind kein 0815 Paar - das is schon sehr innig gewesen - bis auf die Krankheit. Sie ist auch ein sehr sensibler Mensch.
Problem 1: im Griff
Problem 2: steht an zur Lösung
Fakten: Sie vermisst mich; weint deshalb manchmal; einige Wochen lang ging es ihr so, hat sie mir aber nicht gesagt, sondern nur ihrer Schwester (hat sich am Telefon immer ausgeheult wenn sie beim Studieren in der Stadt war).
Ich hatte von dem Moment an als sie Schluss machte dass Gefühl, dass sie das nicht wirklich will und jetzt hat sie mir selbst gesagt dass sie wieder mehr mit mir machen will. Wir haben uns bei mir zu einem grundsätzlichen "Problemgespräch" getroffen, sie hat dann mit mir in einem Bett geschlafen; sind einfach eingepennt; sie hat auch gesagt dass ihr Zärtlichkeiten meinerseits gut tun würden; jedoch wollte sie nicht auf den Mund geküsst werden, weil sie sich nicht sicher ist.
Sie hat auch gesagt sie hat Angst dass sie mir nochmals so weh tun könnte als zu jenem Zeitpunkt als sie schluss machte. (das hat mir eigentlich das Leben gerettet - vorerst).
Ich weiss nicht wie ich das beurteilen soll, ihr "Verhalten". Meiner Meinung nach hat sie Angst davor einen Fehler machen zu können, obwohl ihre Gefühle ihr doch sagen was sie will. Sie denkt glaube ich auch dass meine Familie ihr böse ist, da mein Zusammenbruch eben aufgrund ihrer Entscheidung eintrat (psychisch) - aber jeder versteht und schätzt sie sehr.
Wir kommunizieren jetzt online (icq), treffen uns ab und zu und machen auch was zusammen, ab und zu auch nur zu zweit.
Ich habe mich auch verändert, bin wieder so wie vor der Krankheit, dass hat sie auch nach dem Gespräch gesagt, dass ich ganz anders rede, kleide, lebe.
Oder sehe ich das alles falsch? "Erträume" ich mir nur irgendwelche Thesen? Also alles was ich schreibe ist fakt, aber es könnte ja auch nur so ne Art "fortlaufender Abschied" sein, oder sonstiges.
Wie beurteilt ihr das? Ist das bei ihr nur der "Mangel" an Zuwendung oder liebt sie mich noch? Oder hat sie mich noch gern, woraus wieder liebe erwachsen kann?
Wie sollte ich mich verhalten? Ich glaube zu wissen, dass wenn sie mich "abschreibt" nur noch ein Ausweg bleibt .
Ich komme mir sonst so vor als hätte ich mein Leben schon verloren und würde nur noch athmen, also wenn ich an eine negative Zukunft denke.
Ich bin für jeden Ratschlag dankbar - tut mir leid dass der Text doch so ausufernd wurde.
Vielen Dank für eure Zeit
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Hallo Essenz,
Ich glaube, deine (Ex-) Freundin fühlt sich einfach von dem Druck, den Du aufbaust, erschlagen.
Du schiebst ihr praktisch die Verantwortung für dein Wohl und Weh, deine Gesundheit und dein Leben in die Schuhe.
Wer will das schon.
Nur Du bist für dich selbst verantwortlich, und erst, wenn Du Verantwortung für dein Leben übernimmst, wirst Du auch ein gleichwertiger und liebenswerter Partner sein.
Astrella
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Hm, also ihr habe ich von alldem nichts gesagt!
Sie weiss nur dass ich die Krankheit habe und dass wir halt getrennt sind.
Dass mein Leben davon abhängen könnte hat sie nie erfahren, ich versuche eigentlich alles was auf sie Druck ausüben könnte von ihr fern zuhalten.
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Und du meinst, sie hat nichts mitbekommen. Öhm..
Aber ihre Schwester ist deine Privatpsychologin? Oder habe ich da was in den falschen Hals gekriegt?
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Nein hast du schon richtig verstanden.
Aber sie weiss nicht dass mein Leben davon abhängt, das hab ich bisher nur ihrer Schwester gesagt und die sagt ihr von mir nur sachen welche sie nachfrägt. Davon hat sie keine Ahnung, glaub mir.
Sie weiss natürlich wie wichtig sie mir is, aber des weiss ich ja irgendwie auch.
Also sie ist auch eine Person die das tut was sie fühlt, heult auch gleich wenn ihr etwas "schlimm" erscheint, lässt halt die Emotionen raus und lebt sie.
Ich habe halt diesen erdrückenden Hintergedanken.
Die Situation ist für mich sehr anstrengend und belastend. Kann eigentlich gar nicht begründen wieso.
Ihre Schwester ist eigentlich auch ihre Anlaufstelle (vorher waren wir es halt gegenseitig), aber die ist ein Mensch der des einfach kann.
Jedenfalls denkt die - ohne Rücksicht auf mich zu nehmen dass des eher wieder wird als dass es nicht mehr wird.
Aber auf solche Aussagen will ich nichts geben, auch bei 5%iger Wahrscheinlichkeit kann die negative Entwicklung eintreten.
Ich weiss halt nicht wie ich mich verhalten soll, mit ihr umgehen soll...!
Das wiederum bedrückt mich und ruft bissl die Krankheit aufn plan
=> die Teufelsspirale dreht sich und es geht bergab.
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