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Ökumene zwischen Islam und Christentum?












Beide Religionen haben dieselben Wurzeln, es sind monotheistische, abrahamitische Religionen.

Beide Religionen haben ähnliche Auswüchse hervorgebracht: die Unterdrückung der Frauen (z.B. "die Frau sei dem Manne untertan" - Bibel; z.B. Kopftuch im Islam), beide Religionen haben Waffengewalt angewendet, um ihre Religionsform zu verteidigen (Kreuzzüge z.B.), beide Religionen wenden manchmal Terror an, um eine politische Zielsetzung mit Ideologie zu versorgen (z. B. Terror in Irland noch in unserer Zeit im Christentum).

Beide Religionen haben fundamentalistische Teile (z.B. im Christentum die Zeugen Jehovas), sie sind sich also sehr ähnlich.

Ich frage mich also, ob es nicht ökumenische Anstrengungen geben sollte, um die beiden Religionen einander näher zu bringen.

Was meint Ihr dazu? Wir könnten hier ja mal anfangen damit.

Inanna
@Inanna
Gut aufgewacht in 2008?

Dein Gedankeisrt ja nicht schlecht, aber kaum umsetzbar. Zwar hat das Oberhaupt der r.k. Kirche laut Presse ca 120 islamische Gelehrte zwecks Dialogaufnahme zu sich in den Vatikan eingeladen eingeladen, aber wodrin wird es enden?

Beide Releigionen beanspruchen für sich, der alleinige Weg zu diesem Gott zu sein, und das noch auf unterschiedlichen Ebenen. Wie bekannt, gehören beim Islam auch noch zahlreiche Vorschriften, die ins außerreligiöse Leben zielen und eingreifen, mit zu diesem Postulat.

Betrachte ich es mal aus der mathematisch Mengenlehre: Kleinste gemeinsame Schnittmenge ist der Begriff "Gott". Im gesamten anderen Beiwerk kommen dann abe wechselnde Unterschiede, sicherlich auch verursacht durch die Entstehungsvoraussetzungen.

Beide Releigionen haben enorme Schwierigkeiten, die Ökomene innerhalb der eigenen Religionsrichtungen zu betreiben (und wollen es teilweise auch nicht).

Wie soll das denn da auf der großen Ebenen funktionieren?

Da wo Menschen sich außerhalb der Releigionsausübung, wie von den Religionsgemeinschaften vorgegeben, bewegen, -hier im Forum bereits sehr gut erkennbar - da entstehen m.A. nach bereits sehr gute Dialoge, die mit viel Verständnis für einander geprägt sind. Dies geht in dem Rahmen, wie keiner der Beteiligten an irgendwelchen hinderlichen "Dogmas" der eigenen Religionsgemeinschaft festhält!

Gruß
Was ich vergessen habe heute morgen:

Beide Religionen haben eine ganz wunderbare Mystik (Sufis, die tanzenden Derwische z.B., Meister Eckehart), die sehr ähnliche Züge aufweist.

Da könnte man doch ansetzen.

Wenn sich die Anhänger der beiden Religionen bewußt machen würden, wie ähnlich sie sich sind im Negativen, aber auch im Positiven (Mystik), dürfte es doch nicht so schwer sein.

Was sollen da Dogmen? Die sind doch nur zur Machtausübung da.... hier wie dort.

LA ILAHA ILLA ALLAH
Es gibt keinen Gott außer Gott!

Inanna
Diese "Dogmen" sind aber Bestandteile zur Religion geworden bzw gehören zu ihrerAusübung!
Wie ich in der angeheirateten muslimischen Verwandtschaft und deren Freundeskreis feststellen konnte, gibt es zwischen ganz normalen Mainstream-Christen und Mainstream-Muslimen kaum ernsthafte Probleme. Unser kleiner Amir (5 und Muslim) macht begeistert bei christlichen Krippenspielen mit, und bei den Martinsumzügen im November lassen es sich auch die Muslimchen nicht nehmen, mit Laternen mitzuziehen.

Es sind überwiegend die eigentlichen Machthaber in den Hierarchien, die ihre Stellungen behaupten müssen, sowie einsame Junggesellen, die im jeweils einzig wahren Glauben ihre Bestätigung suchen.

Was nun die schönen mystischen Richtungen in beiden Religionen angeht, die werden von den Hierarchien eher misstrauisch beäugt. Und sie sehen auch keine besonders triftigen Gründe, sich zusammenzutun, denn sie verfolgen keine weltlichen Ziele und sind sich selbst genug.

Was ärgerliche Religionen angeht, so hilft nur eine um sich greifende Gleichgültigkeit, wie es im europäischen Christentum ja schon weitgehend der Fall ist. Noch im 19. Jahrhundert und bis ins 20. Jh. hinein standen Katholiken und Protestanten sehr misstrauisch einander gegenüber. Inzwischen schlagen sie sich die Köpfe nicht mehr gegenseitig ein, aber das kam nicht durch Ökumene, sondern durch Indifferenz.
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