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Kann man auch ohne Gott spirituell sein?












Zitat:
Die Selektion ist natürlich immer von den äusseren Umständen abhängig, also z.B. von einem Meteoriten, oder von der Erderwärmung, etc. Was gut oder schlecht ist, entscheidet also der Zufall.


Die Umstände sind die natürliche Selektion. Enthält die Atmosphäre Sauerstoff, wird die Selektion Lebewesen "bevorzugen", die Lungen entwickeln, die Sauerstoff in Energie umwandeln. Wieso und warum die Atmosphäre aus Sauerstoff, liegt nicht mehr im Bereich der Evolutionstheorie. Da würde ich mal nach dem anthropischen Prinzip suchen.


Zitat:
Das habe ich auch nie gemeint, sondern nur ironisch eingebracht.


Soso.
NicoS hat folgendes geschrieben:
Was gut oder schlecht ist, entscheidet also der Zufall.

Nein, die Mutation ist der Teil der Evolution, an dem der Zufall beteiligt ist. Die Selektion, also die Auswahl, welche Mutationen Erfolg haben, wird von der Umwelt dann recht zwangsläufig bestimmt.

Allerdings kann bei ausreichend vielen Reproduktionsprozessen auch kaum mehr von Zufall gesprochen werden. Wenn Milliarden von Mutationen passieren, wird schon eine nützliche dabei sein. Es sei denn, die Umwelt ist schon so lange stabil, dass die Organismen bereits perfekt angepasst sind.

Man stelle sich einen Poolbillardtisch mit 15 Kugeln darauf vor.
Es ist beinahe unmöglich, mit einem Stoß alle Kugeln zu versenken. Das wäre wirklich ein Zufall. Wenn man stattdessen stundenlang mit verbundenen Augen auf dem Tisch herumstocherte, würde man mit Sicherheit alle Kugeln nach und nach versenken.
@positiv & Astrella

positiv hat folgendes geschrieben:
Dann sind also alle gläubigen Kinder naiv?


Wenn der Glaube nicht darauf zielt Gewissheit zu erlangen, dann ist es Naivität. Das "Tal der Gewissheit" muss erstrebt werden. Glaube sollte also dazu führen, dass man irgenwann einmal wirklich weiss, dass es da etwas wie Gott gibt und was es nun genau mit dem Sinn des Lebens auf sich hat. Nur wer sucht der findet. Wer findet ist reich und wer schon gar nicht sucht, und noch schlimmer dann meint er hätte schon alles, der bleibt arm.


Astrella hat folgendes geschrieben:
Und dazu brauche ich zwingend einen Gott?
Geht das nicht auch "mit ohne Gott"?
Kann mein Herz nicht auch voll sein mit Liebe, Staunen und Ehrfurcht ganz ohne den Glauben an einen Schöpfer?


So nah Gott auch seiner Erschaffung ist, so fern ist er ihr auch, da alles Erschaffene das genaue Gegenteil seines Wesens darstellt.

Vergänglichkeit, Raum und Zeit gehören zu Eigenschaften des Erschaffenen. Erst wenn wir unseren Geist vom Vergänglichen läutern, werden wir Eins mit dem Wesen aller Dinge sein und haben somit einen ganz anderen Blickwinkel. So sagt es zumindest der Buddhismus und die semitischen Religionen drücken es als "Eintreten in die Gegenwart Gottes" aus.

Siehe es gibt erhebliche Unterschiede die Welt vom Grund des Meeres, vom Festland, von den Bergen oder aber vom Mond oder gar der Sonne zu betrachten. Die Betrachtungsweise verleiht uns eine völlig andere Qualität die Dinge im Leben zu handhaben.

Ich kann mit meinem Verstand und meiner Vernunft gewiss viele erhabene Konzepte ausarbeiten, nach denen ich meinen Umgang mit meiner Umwelt ausrichte. Aber nicht alle Schranken, die mich davor hindern könnten eine universale und allumfassende Liebe zu zeigen , können mit reiner Vernunft und dem reinen Verstand aufgehoben werden.

Diese Schranken sind nämlich vorallem emotionaler Natur und auch die Erkenntnisfähigkeit des Menschen mit seiner reinen Vernunft ist begrenzt und abhängig von subjektiven Betrachtungsweisen. Solange man keinen geistigen Zustand besitzt die Dinge an sich zu sehen, wird man nicht die höchste Qualität der Nächstenliebe erreichen können.


Astrella hat folgendes geschrieben:
Was macht Dich so sicher, daß deine "Vergewisserung" nicht nur - hm - eine Selbstsuggestion ist?


Ich bin kein Erleuchteter und habe deswegen auch die Gewissheit noch nicht. Man muss eben ständig sich hinterfragen und darüber nachdenken was man denn schon wirklich weiss. Manchmal kann es tatsächlich zum Irrtum führen.
Zitat:
Zitat:
Astrella hat folgendes geschrieben:
Was macht Dich so sicher, daß deine "Vergewisserung" nicht nur - hm - eine Selbstsuggestion ist?



Ich bin kein Erleuchteter und habe deswegen auch die Gewissheit noch nicht. Man muss eben ständig sich hinterfragen und darüber nachdenken was man denn schon wirklich weiss. Manchmal kann es tatsächlich zum Irrtum führen.


Oder Gott lügt wissent- oder unwissentlich. Er denkt er sein der Schöpfer allen Seins, ist es aber nicht. Warum glauben immer alles das Gott die Wahrheit sagt? Oder ein fieser Dämon täuscht einen, spielt einem was vor.
Kennst Du jemanden der "Gewissheit" hat oder jemanden der Gott gesehen hat?
Leer hat folgendes geschrieben:
Oder Gott lügt wissent- oder unwissentlich. Er denkt er sein der Schöpfer allen Seins, ist es aber nicht. Warum glauben immer alles das Gott die Wahrheit sagt? Oder ein fieser Dämon täuscht einen, spielt einem was vor




Leer hat folgendes geschrieben:
Kennst Du jemanden der "Gewissheit" hat oder jemanden der Gott gesehen hat?


Nein, ich kenne niemanden der Gott gesehen hat. Bahaullah hatte meiner Meinung nach die Gewissheit.
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