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Hallo ihr Lieben,
bin da im Netz auf was gestoßen, dass mich ein wenig...sagen wir erschreckt hat:
Sure 5, Vers 52: "Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu
Freunden." Siehe auch Sure 3, Vers 118 : "Oh ihr, die ihr glaubt
schließet keine Freundschaft außer mit euch. ..."
Warum denn nicht? Stolz? Furcht?
Warum soll man nur unter seines Gleichen verkehren?
Ich bitte um Aufklärung
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Eine falsche Übersetzung, Josefin.
Hier was Rassoul schreibt:
O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern. Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.
Wilaya heißt nicht Freund sondern Beschützer oder Verbündete (im Krieg).
Die Rudi Paret Übersetzung finde ich nicht mehr. nur-koran.dehat keine Übersetzungen mehr.
Ps:
Hier auf der Seite gab es einen Artikel dazu.
http://www.geistigenahrung.org/ftopic9882.html
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Hallo Josefin,
ich habe Dir mal eine Koranerläuterung (Tafsir) herausgesucht, der die Bedeutung des Verses wiedergeben soll.
51. O die ihr den Imaan verinnerlicht habt! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Verbündeten.190 Sie sind nur untereinander verbündet.191 Und wer sich unter euch ihnen zuwendet, der gehört wahrlich zu ihnen.l92 Wahrlich, Allah leitet nicht ein Volk, das unrecht tut.193
190. Das heißt, wendet euch nicht an sie um Hilfe und Trost. Sie werden sich wahrscheinlich eher gegen euch verbünden als euch unterstützen. So geschah es mehr als einmal zu Lebzeiten des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, und auch in späteren Zeiten. (Juusuf 'Allii)
Dieser Text weist auf Vorfälle und Vorkommnisse in der islamischen Gemeinschaft in Medina hin und auf die besondere Beziehung zu den Juden und den Heuchlern.
"Wilajaa" وْلِيَاء, wie Allah sie hier zwischen Mu’mins und Juden und Christen verbietet, bedeutet an dieser Stelle in erster Linie "Schutz- und Bündnisverhältnisse" und hat nichts mit der Nachahmung ihrer Religion zu tun. Denn es ist unwahrscheinlich, dass es unter den Muslimen solche gibt, die dazu tendieren, den Juden oder Christen in der Religion zu folgen. (Qutb)
Wendet euch nicht an sie um Rat und Hilfe. (Darjabaadi)
191. Juden und Christen haben untereinander viele Gemeinsamkeiten und können sich leicht gegen den Islam verbünden. (Darjabaadi)
Die meisten Kommentatoren sind der Ansicht (beispielsweise Tabari), dass bei jeder dieser beiden Gemeinschaften echte Freundschaft sich nur auf die eigenen Mitglieder erstreckt, das heißt bei den Juden nur auf Juden und bei den Christen nur auf Christen -man kann daher nicht von ihnen erwarten, dass sie den Anhängern des Qur’an echte Freundschaft entgegenbringen. Vergleiche auch Suura 8:73. (Asad)
192. Das heißt, er muss Gemeinsamkeiten mit ihnen haben. (Darjabaadi)
Dass Juden und Christen in erster Linie untereinander Freunde und Verbündete sind, ist eine zeitenabhängige Tatsache. Sie haben noch nie Freundschaften mit der Islamischen Gemeinschaft geschlossen zu keiner Zeit und an keinem Ort. Wenn ein einzelner Muslim mit ihnen Freundschaft schließt, so setzt er sich von der islamischen Linie ab. (Qutb)
193. Ein solcher Mensch tut Unrecht gegen sich selbst, gegen Allahs Religion und gegen die muslimische Gemeinschaft. Entsprechend diesem Unrecht wird er zu den Juden und Christen gerechnet, und Allah leitet ihn nicht zur Wahrheit. (Qutb)
Wörtlich: "das ungerechte Volk", das heißt diejenigen, die sich in der Beziehung bewusst widersetzen. Ein Mu’min verliert seine moralische Identität, wenn er die Lebensweise der Nichtmuslime imitiert oder -in der Terminologie des Qur’ans -"sich mit ihnen verbündet." Wie jedoch in Suura 60:7-9 eindeutig dargelegt wird (und in Aja 60 dieser Suura impliziert ist), bedeutet dieses Verbot einer "moralischen Allianz" mit Kaafir nicht ein Verbot normaler, freundschaftlicher Beziehungen mit denen von ihnen, die den Muslimen freundlich gegenüberstehen. Der Begriff wall hat verschiedene Bedeutungsnuancen: Verbündeter Freund, Helfer, Beschützer und so weiter. Wie das Wort übersetzt werden muss, hängt immer vom Zusammenhang ab. (Asad)
Quelle: http://der-islam.com/Tefsir/Teil6.htm
Walī (arabisch ولي) bedeutet Verbündeter, Freund, Helfer, Beschützer und auch Heiliger, es hat verschiedene Bedeutungsnuancen. Im Koran-Vers Al-wala' wa-l-bara' (Sure 5,51) steht für wala' für Schützer/Patron, Vormund.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wali_(Islam)
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Darf man fragen, wieviele Interpretationen noch folgen - bzw. Hinweise auf falsche Übersetzungen?
Oder kocht da jeder beliebig sein eigenes Süppchen?
Gruß
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Hier noch das Süppchen von Dr. Sheich Safr Bin Abdur-Rahman al- Hawali, gefunden hier.
| Zitat: |
- Sie müssen Kleider tragen, die zeigen, dass sie erniedrigte Schutzbefohlene sind. Selbst ein Kind muss leicht als schutzbefohlenes Christenkind erkennbar sein. Deshalb müssen sie [die Christen] bestimmte Gürtel und Kleider tragen.
- Man [d.h. die Muslime] darf sie [die Christen] nicht ehren, wie man einen Muslim ehrt. |
Ich garantiere nicht für die Korrektheit der Übersetzung und auch nicht dafür, dass dieser Scheich ein richtiger Muslim ist.
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