|
|
|
Wohl maximal in vergleichbaren Situationen.
Aber in vielen muslimischen Ländern geht es ja nicht nach dem Koran, sondern nach irgend einem obskuren Rechtssystem.
|
|
|
|
@positiv
Sehen wir das ganze erst einmal im Zusamenhang mit der Bahá'i Offenbarung. Da wäre ein Koran-Vers, der den "Update" der Religion sichern soll:
7:35 Ihr Kinder Adams! Wann immer Gesandte aus euren eigenen Reihen zu euch kommen, um euch meine Zeichen auszurichten, brauchen diejenigen, die gottesfürchtig sind und tun, was recht ist keine Angst zu haben, und sie werden nicht traurig sein.
Die mohammedanischen Gesetze oder andere weltliche Regelungen sind ausserdem von sich aus schon keinesfalls von ewigem Charakter. Der Koran selber behauptet so etwas nicht.
Wobei man bemerken muss, dass die Almosensteuer oder das Verrichten des Gebets hingegen zu oft in Versen erwähnt werden und ausser diesen Gesetzen würde ich keinen Gesetzen eine unbedingte Ewigkeit zusprechen.
Somit hat der Koran einen mystischen, ewigen Teil und einen gesetzlichen, vergänglichen Teil. Heute würden (vernünftige) Moslems ja schließlich auch niemals Sklaven halten wollen, obwohl es im Koran zwar missbilligt aber dennoch nicht eindeutig verboten ist.
Vorallem sind folgende Verse interessant:
7:34 Jede Gemeinschaft (umma) hat eine (bestimmte) Frist. Und wenn (über die Angehörigen einer Gemeinschaft) ihre Frist kommt, bleiben sie (auch) nicht eine Stunde (hinter ihr) zurück, noch gehen sie (ihr) voraus.
13:38 ...Jede Frist ist (von vorn hinein) festgelegt.
13:39 Und Allah löscht, was er will, aus, oder läßt es bestehen. Bei Ihm ist die das Mutterbuch.
Da deutet der Koran selber schon darauf hin, dass Gebote einen vergänglichen Charakter haben können und seien sie auch aus dem Koran.
|
|
|
|
Die heiligen Bücher sind für viele ein Rätsel für sich und nicht mal die Gelehrten wissen es wirklich zu deuten ... Man bedenke, dass die Suren auch zu jeweiligen Ereignissen herabgesandt wurden ... Zudem darf man den Kuran so auch nicht wortwörtlich hier und jetzt mit dem aktuellen Fassungs-/ verständigusvermögen der Wortlaue gleichstellen, sondern lernen im ganzen zu verstehen, da der Grundkern gleich ist und eine bestimmte Aussage tätigt ... Wenn man zudem noch bedenkt was für Dialekte es in einer Sprachgruppe geben kann und dann noch in mehreren Sprachen, Synonyme, sinnrelevante Konstruktionen der Sätze und der Sprachstil erst recht, verändern sich mit der Zeit und können variieren ... Dabei kann vieles an Sinninhalten verloren gehen ... So kann man höchstens eine Übersätzung lediglich den Versuch einer Deutung nennen ... Hinzu kommt dann noch der zeitliche Wandel des Sprachverständnisses und daraus unvergeigerlich resultierenden Sinnveränderungen, auch wenn die Wörte/ Laute konstant bleiben ... Uff jetzt will ich nicht noch mehr Verwirrung stiften ... An den besagten Stellen durften die Moslems sich wehren, aber es heisst auch, wenn sie von euch lassen, so ist allah gnädig ... Und bis es auch wiederum zu derartiger Verteidigung kam, gaben viele Moslems schon ihr Leben und wenn du das mal menschlich betrachtest, du würdest auch deine Kinder schützen wollen, wenn es drauf ankommen würde ...
Für die heutige Zeit ist es meiner Meinung nach nicht mehr nötig, unser Geist hat sich weiterentwickelt (meint man irgendwo) und das wir ganz anders aus der Situation rausgehen könnten, als uns zu bekriegen ... Aber leider nehmen sich Fanatiker und Ungebildete derartige Kuransuren mit offenen Armen entgegen und meinen das ist Allahs entgültiges dauerbeständiges Wort ... Das wiederum beweisst nur, dass diese Menschen nichts aus der Vergangenheit gelernt haben und nicht auf die Basis eines friedlichen Zusammenlebens zusteuern, was die Hauptaussage hinter all dem doch ist und töten von Menschen niemals derartige gerechtfertig werden kann ...
Einige Dinge sind in der Vergangenheit passiert, damit wir daraus lernen und es nicht immer wieder dümmlich reflektieren ...
|
|
|
|
@Sakon
Nein, das sollte heute nicht mehr zählen. Die Umstände heutzutage sind völlig anders. Deswegen ist zum Beispiel uns Bahá'i sogar verordnet, dass wir mit anderen Religionsgemeinschaften in Liebe und Harmonie verkehren sollen. Die Umstände des Korans hingegen sind ganz andere.
In 5:51 geht es um Heuchelei einiger Moslems, die sich "absichern" wollen, falls es Gott doch nicht so gut mit Mohammed gemeint haben soll.
Vorallem würde es ja wörtlich genommen keinen Sinn machen, da Mohammed seine Umma nach Äthiopien Asyl geschickt hat Und noch dazu gibt es Verse, die die Ehe mit jüdischen und christlichen Frauen erlauben. Oder das Fleisch, was von Juden und Christen geschnitten wurde, wird in einem Vers ebenfalls erlaubt zu essen.
|
|
|
|
@Rahiym
| Zitat: |
| Somit hat der Koran einen mystischen, ewigen Teil und einen gesetzlichen, vergänglichen Teil. Heute würden (vernünftige) Moslems ja schließlich auch niemals Sklaven halten wollen, obwohl es im Koran zwar missbilligt aber dennoch nicht eindeutig verboten ist. |
Aber darin liegt das Problem. Vielerseits wird behauptet, "alles" sei auf ewig getrimmt. Du kommst jettz wieder mit diesen 2 Ebenen, damit könnte ich mich anfreunden. Das kenne ich auch vom Christlichen her. Allgeimeingültige Aussagen ("mein" Liebesgebot ) und irgendwelche temporäre aussagen, kann keine mehr aufzählen, gelöscht ).
Aber ist diese Bewustsein in der "islamischen" Welt auch vorhanden? Bislang habe ich meinen Zweifel...
Und ich sage dir, weiter so, sehr dialogfördernd, vielen Dank!
Gruß!
|
|
|