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Oppositionspolitikerin Bhutto getötet
Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist durch einen Anschlag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi getötet worden. Dies wurde von Mitarbeitern des pakistanischen Innenministeriums mitgeteilt. Auch der private Fernsehsender Geo TV berichtete, Bhutto sei bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Den Angaben zufolge erlag die 54-Jährige in einem Krankenhaus in der Garnisonsstadt Rawalpindi ihren Verletzungen. Ein Sprecher von Bhuttos Partei sagte: "Um 18.16 Uhr ist sie verschieden". Bei dem Anschlag sind auch mindestens 16 weitere Menschen getötet worden.
Bhutto offenbar erschossen
Der genaue Hergang des Attentats ist unklar. Zunächst hatte es geheißen, ein Selbstmordattentäter habe einen Sprengsatz gezündet. Dann wurde auch von Schüssen berichtet. Einem Fernsehbericht zufolge soll Bhutto an einem Kopfschuss gestorben sein. Ein Polizist sagte, zunächst habe ein Attentäter auf den Wagen Bhuttos gefeuert, als sie die Kundgebung verlassen wollte. Dann habe der Angreifer einen Sprengsatz gezündet.
Entsetzen bei Bhuttos Anhängern
Vor dem Krankenhaus versammelten sich Anhänger Bhuttos. Einige traten vor Wut die Glastür am Haupteingang ein, andere brachen in Tränen aus. Viele beschimpften den pakistanischen Präsidenten Pervez Muscharraf, der als Bhuttos Rivale gilt. Der US-Fernsehsender CNN berichtete, nach Bekanntwerden des Todes sei es in den Straßen Rawalpindis zu gewalttätigen Protesten gekommen.
In Peshawar löste die Polizei laut der Nachrichtenagentur AFP eine Demonstration mit Tränengas und Schlagstöcken auf. Die Bhutto-Anhänger hätten die Hauptverkehrsader in der Stadt im Nordwesten Pakistans blockiert. Außerdem waren Schüsse zu hören, vermutlich von Anwohnern, die in die Luft schossen.
In Pakistan soll am 8. Januar ein neues Parlament gewählt werden. Bhuttos Pakistanischer Volkspartei (PPP) wurden dabei gute Chancen eingeräumt. Muscharraf rief eine Krisensitzung ein.
Warnungen vor weiterer Gewalt
Russlands stellvertretender Außenminister, Alexander Losjukow, nannte den Anschlag einen terroristischen Akt. Er sagte, dass nun voraussichtlich weitere Gewalt in Pakistan drohe. Indien sprach von einem schweren Rückschlag für die Demokratiebestrebungen in Pakistan. Auch das US-Außenministerium verurteilte das Attentat, das der Aussöhnung im Land schade. US-Präsident George W. Bush kündigte eine Stellungnahme an.
Zweites Attentat auf Bhutto innerhalb von zehn Wochen
Der Anschlag erfolgte zehn Wochen nach Bhuttos Rückkehr aus dem Exil. Es war bereits das zweite Attentat auf Bhuttos Leben. Nur Stunden nach ihrer Rückkehr am 18. Oktober waren bei einem Selbstmordanschlag auf ihre Wagenkolonne in Karachi 140 Menschen getötet worden. Sie selbst blieb damals unverletzt.
Bhutto spielte seit Jahrzehnten in der pakistanischen Politik eine maßgebliche Rolle, unter anderem war sie zwei Mal Regierungschefin. Wegen Korruptionsvorwürfen wurde sie jedes Mal abgesetzt, was aber ihrer Popularität im Volk keinen Abbruch tat.
Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/anschlagbhutto2.html
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Ich muss weinen, wenn ich das lese.
Inanna
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Die Täter wollten diesmal auf Nummer "sicher" gehen. Die "Macht" gibt die Macht nicht ab. Irgendwie war es klar. Es ist traurig - jetzt wird sie eine Märtyrerin bleiben. Vielleicht findet das Volk dadurch zu seiner Kraft und stürzt das Regime.
Wir werden es vielleicht noch erleben.
Man kann Menschen eine ganze Zeit unterdrücken, aber wie brodelndes heißes Wasser in einem Kessel - irgendwann wird der Druck zu stark. Und dann schießt der Deckel in die Höhe.
Warum ist sie nicht besser geschützt worden ?
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Das Risiko kannte sie und da war wohl dieses Mal nichts drin... - Schlimm genug
Gruß
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| Ich bin sehr traurig über diesen Bericht. Wirklich sehr schade und meiner Meinung nach ein großer Verlust für Pakistan und die gesamte Region.
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