Die sucht nach der Sucht


Hi,

da es mir zur Zeit alles andere als gut geht (die letzten Jahre sahs ähnlich aus) versuche ich hier wiedermal ein wenig hilfreichen "Rat" einzuholen.

Eine Frage die mich schon einige Zeit interresiert, kann ich süchtig nach dem "Gefühl" der Sucht sein? (ich weiss klingt komisch, aber ich versuchs ja zu erklären )

So, ums Verständlich zu machen erst kurz zu mir, bin ein weltoffener junger Mann, in den frühen 20ern, dem sein Leben bis jetzt nicht ganz so gelaufen ist wie gewollt, deshalb vielleicht meine vorlieben für bewusstseinserweiternde Substanzen.

Angefangen hat alles als ich etwa 14 war. Heute würde es sich gut mit "Komasaufen unter Jugendlichen" bezeichnen lassen. Habe damals erste Erfahrungen mit Alkohol gemacht, diese allerdings damals reichlich. (was meiner Entwicklung sicher auch nicht gut bekommen ist - hat sich zumindest in der Schule recht deutlich bemerkbar gemacht, was meine Noten anging)

Irgendwann, zwischen 16 und 17 machte ich dann erste Erfahrungen mit Cannabis, ... (leider sehr positive Erinnerungen daran).
Heute (5 Jahre später) dreht sich mein Leben immer noch zu stark um das grüne Kraut, wenn auch nicht mehr so extrem wie zu meinen Anfangszeiten

Nunja, so habe ich meine Jugend gelebt, oder vielleicht besser gesagt, verlebt. Dann, wo sich meine Kindheit dem Ende genähert hat, habe ich Angefangen mir Gedanken darüber zu machen WAS ich eigentlich mit meiner Lebensart erreichen will (bzw. erlebt habe)

Zu meiner jetztigen Situation: Ich vegetiere immer noch ähnlich vor mich her, wie auch schon die vergangenen Jahre, mit einem Unterschied.

Ich habe es geschafft, den exzessiven Cannabismissbrauch zumindest einzuschränken, wenigstens 2/3 des Tages "nüchtern" meiner Wege zu gehen.
Nun ist es aber so, dass wenn mir das Gras ausgeht, (passiert alle paar Wochen mal - und ich dann 2 - 3 Tage nix zu rauchen habe) explodieren die Gedanken in meinm Kopf regelrecht, ich kann einfach nicht mehr hoch erhobenen Kopfes meiner "Arbeit" nachgehen. Wenn ich allerdings was zuhause habe, aber noch nix geraucht habe, ist es kein Problem bis zum Abend, oder auch bis zum nächsten Tag mal nix zu rauchen, ist dem aber nicht so, falle ich sofort in mein altes Muster zurück und greife zu meinem kühlen Bier (auch wenn ich mir vorgenommen habe NIX zu konsumieren was meine Birne vernebelt).

p.s.: Habe aufgehört Alkohol zu trinken wenn ich kiffe, da ich Angst hatte Alkoholiker zu werden. Nun ist es aber so, dass in meinem Leben eine Substanz der 2 fehlen darf, aber nicht beide auf einmal. Bin ich jetzt sowas wie ein Cannaholiker?

So kann mir schon einige Antworten vorstellen, und ich weiss auch, dass mein Lebensstiel alles andere als GUT ist, aber hoffe dennoch auf konstruktive Kritik, denn in eine Schublade bin ich schon oft genug gesteckt worden, und ganz ehrlich, ich hab noch in keine so richtig reingepasst

mfg, und danke im vorraus, prosac
Hallo Prosac,

Canabis ist anfürsich nichts so Schlimmes.
Alkohol ist da insofern gefährlicher, dass ihn der Körper in den Stoffwechsel einbaut.
Deswegen ist es weitaus schwieriger, vom Alkohol loszukommen, als vom Haschisch. Auch hat THC keine bzw. kaum organschädigende Wirkung.

In meinem Fall:
ich habe das Kiffen aufgehört, als ich das erste Mal nach Indien ging.
Das konnten die andern kaum glauben, was, dort wo es so gutes Gras gibt.
Nein, ich hatte etwas ge-Sucht und ich habe es dort gefunden.

THC birgt aber eine Gefahr, und die sollte nicht heruntergespielt werden: es erhöht das Risiko, an einer Psychose zu erkranken.

Und: Wie Du selbst erfahren hast, lässt THC dich die Welt intensiver wahrnehmen und du erkennst Harmonien (so war es zumindest bei mir) wo eigentlich keine sind. Nüchtern ist die Welt dann umso leerer und um dieser Leere zu entfliehen, kommt dann der nächste Joint.

Es ist also die Frage: wie kann diese Leere anders ausgefüllt werden?
Die Lösung wäre das Ende der Sucht

Gruß Martin
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Ich glaube das ich doch recht glücklich wär, wenn mein bisheriges Leben so wie deins abgelaufen wäre. Mir ist meine Gesundheit egal und ich bin der Meinung das man sein Leben, so leben sollte wie es einen gefällt oder zumindest sollte man versuchen so zu leben...

Zitat:
da es mir zur Zeit alles andere als gut geht (die letzten Jahre sahs ähnlich aus) versuche ich hier wiedermal ein wenig hilfreichen "Rat" einzuholen.


Wenn ich eine(oder besser gesagt mehrere) Frage stellen darf, warum geht es dir eigentlich nicht gut?
Fühlst du dich körperlich schlecht? Was willst du eigentlich ändern?

Zitat:
Nunja, so habe ich meine Jugend gelebt, oder vielleicht besser gesagt, verlebt.


Scheinbar hat dir deine Kindheit und deine Zeit als jugentlicher, gefallen. Warum glaubst du jetzt das du sie verlebt hast? Wofür willst du eigentlich leben?

Ich persönlich lebe nur um Spass zu haben und das ist auch das einzigste Grund warum ich noch lebe.