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Politik ist verlogen!?












Der Grund, weshalb Politik grundsätzlich verlogen ist, hat seine Ursache in den Ambitionen sämtlicher Politiker und Parteien an die Macht zu kommen. Der Weg zur Macht ist untrennbar mit einer Anpassung und Verarmung politischer Inhalte verbunden. Parteien stehen in ständigem Konkurrenzkampf untereinander. Um politisch handeln zu können, müssen Parteien um die Gunst der Wähler buhlen. Der politische Kurs einer Partei kann also mit dem tatsächlichen politischen Nutzen nur insofern übereinstimmen, solange dieser nicht dem Wahlergebnis schadet. Ein unpopulärer aber notwendiger Kurs ist auf diese Weise kaum möglich. Ebenso verhält es sich mit dem Politiker zu seiner Partei. Ein Politiker kann nur insofern seine Meinung vertreten, wie es dem Willen seiner Partei entspricht und seinen eigenen Karriereambitionen nicht schadet. Gleichzeitig kommt noch hinzu, dass eine Partei nur dann eine Chance hat Wahlen zu gewinnen, wenn sie sich von anderen Parteien unterscheidet. Dieser Zwang sich abzusetzen beeinflusst wiederum die politische Ausrichtung. Das eigentliche Ziel der Politik, nämlich die Lebensumstände der Bevölkerung zu verbessern und Ungleichheiten zu mildern, geht im Buhlen um die Gunst der Wähler verloren.
Ja, genau. Schaffen wir die Demokratie doch einfach ab. Das Volk is eh zu dumm.
Wie wäre es stattdessen mit einem absolutistischen Herrscher? Oder nehmen wir die andere Richtung: Anarchie, warum auch nicht...?

LG
*lol*

Kann mich erinnern, als ich noch klein war. Da habe ich zu meine Vater immer gesagt, wenn ich groß bin, werde ich Königen von Deutschland.

Wählt mich zur Königin und ich mache alles besser
Es wäre schön, wenn manche Menschen sich einmal vorstellten, sie wären Politiker und müßten sich an Verträge handeln, die Interessen der Wirtschaft bedienen und außenpolitisch weitreichende Entscheidungen zu treffen.

Selbst Adenauer ist gescheitert, als er meinte: Kinder wird es immer geben. Schade, daß wir nicht mehr mit ihm sprechen können - wir könnten ihm seine Fehlinterpretation unter die Nase halten. Aber konnte er das wissen, damals, was heute ist - wie sich die Welt wandelt ?

Es ist einfach, immer nur zu kritisieren - ein Diplomat und ein Politiker muß immer zweigleisig, wenn nicht gar mehrgleisig - denken und handeln.

Was ist alles zu beachten, wessen Durchsetzung von Interessen ist man geschuldet - welche Verträge der Vorgänger, die Verträge über Jahrzehnte abgeschlossen haben, ist man verpflichtet und noch viel mehr - in allen Bereichen - Gesundheitswesen - Schulpolitik - Wissenschaft + Forschung + Industrie + Wirtschaft - alle wollen und müssen bedient werden - das alles unter einen Hut zu bringen - da muß ich vor dem den Hut ziehen, der das allen recht machen will.

Zitat:
Intention der vier Herausgeberinnen des Readers - Ingrid Kurz-Scherf, Imke Dzewas, Anja Lieb, Marie Reusch - ist es, mit der vorgelegten Sammlung Zugang zu Texten feministischer Politik und Wissenschaft zu schaffen. "Leseproben" sollen dazu anregen, sich "mit der spannenden und spannungsgeladenen Dreiecksbeziehung von Feminismus, Politik und Wissenschaft" zu beschäftigen. Die Herausgeberinnen "studieren, forschen und lehren" am Institut für Politikwissenschaft der Universität Marburg (im Gebiet "Politik und Geschlechterverhältnis", Vermittlung und Erarbeitung von "Genderkompetenz"). Der Reader wurde in einem von der Hans-Böckler-Stiftung finanzierten Projekt im Rahmen der universitär verankerten Forschung und Lehre erarbeitet.


http://www.socialnet.de/rezensionen/4012.php
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de

Und das muß man weltweit so sehen - kein Politiker denkt naiv - kann er gar nicht - dann fährt er die Geschicke der Menschen wer weiß wohin. Klug und geschickt politische Geschicke lenken - das ist eine Kunst - denn Kritiker sind überall und immer gleich zur Stelle und jeder hätte es eben "besser" gemacht, meint so mancher.

Ich sage, sich erst mal hineinsetzen - gedanklich - in die Situation und dann sagen, wie man es selbst getan hätte und dann auf die Kritiken warten - schnell etwas dahin sagen, kann jeder.

Nur wenn man im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht und sich der kritischen Auseinandersetzung stellen muß - da steht man dann schon anders da.
Ich bin nicht der Meinung, dass wir unsere Demokratie abschaffen sollen. Das geht aus meinem Kommentar natürlich auch in keinster Weise hervor. Ich kann auch keinen Vorschlag zu einer Verbesserung der Situation machen. Ich muss aber sagen, dass ich inzwischen etwas politikverdrossen geworden bin weil ich diese Verlogenheit die ich angesprochen habe, klar sehe.
Ich bin weit davon entfernt Politikern vorzuwerfen, dass sie Fehler machen. Das ist ja auch gar nicht Inhalt meines Kommentars. Deshalb verstehe ich deine Aussage bezüglich Adenauer nicht ganz. Auch die Tatsache, dass ein Politiker eine sehr große Verantwortung trägt ist mir bewusst und ist ebensowenig Inhalt meines Kommentars. Ehrlich gesagt nimmt deine gesamte „Antwort“ eigentlich keinen Bezug zu meiner Aussage. Im Prinzip widersprichst du mir noch nicht einmal, sondern versuchst nur die Politiker in Schutz zu nehmen. Dabei gebe ich Politikern noch nicht einmal die Schuld für ihr, meiner Meinung nach, verlogenes verhalten. Denn Politiker haben eigentlich gar keine andere Möglichkeit. Was ich in Wirklichkeit kritisiere ist das System wie bei uns Politik funktioniert. Politiker sind in der Tat eigentlich die Opfer, weil sie in dieses System hineingezwungen werden.
Wenn ich mir Parteien und Politiker anschaue sehe ich eindeutig, dass es weniger um Inhalte als um Macht geht. Um an die Macht zu kommen, werden Politiker zur Verlogenheit „gezwungen“. Diese Verlogenheit sehe ich z.B.wenn ich mir anschaue, wie Oppositionspolitiker grundsätzlich und andauernd die Politik der Regierung schlecht machen, selbst wenn die Politik der Regierung in etwa auch dem Parteiprogramm der Oppositionspartei entspricht. Sobald es nach einer Wahl um die Bildung von Koalitionen geht, spielen die angeblich so krassen Gegensätze zwischen den Parteien aber plötzlich keine Rolle mehr.
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