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Hi,
Zen-Buddhisten meditieren nicht nur auf Koans. Meistens meditieren sie auf die Leere. Denken also an nichts, lassen alle Gedanken vorbeiziehen, achten auf eine korrekte Haltung und schenken dem Atem Aufmerksamheit. Soweit ich weiß ist das alles was die Zen-Buddhisten in dieser Meditation tun.
Diese sehr einfache Vorgehensweise soll jedoch Erleuchtungszustände wie Satori oder Selbsterkenntnis zustande bringen.
Es gibt wirklich unglaublich viele Meditationsarten.
Die für mich vertrauteste Meditationsart ist die des Raja-Yogas. Man hat einen Meditationsobjekt. Das kann ein klassisches Mantra sein, aber das kann auch eine visuelle Vorstellung sein wie z. B. das OM-Symbol (oder von mir aus eine Orange). Ziel ist es nur an das Meditationsobjekt zu denken und alle Reize von Außen auszublenden, so dass man sie tatsächlich nicht mehr wahrnimmt!
Die Hindus sagen Samadhi dazu, wenn man mit dem Meditationsobjekt verschmilzt. Es existiert also nur noch das Meditationsobjekt. Es gibt weder Außenreize, noch das Ego (also die Eigenidentifikation). Es ist sozusagen ein spiritueller Tod, wie das bei vielen anderen klassischen Meditationsarten auch der Fall ist.
Mit Pranayama habe ich auch ein bisschen Erfahrung. Der Atemzyklus 10 Sekunden einatmen, 40 halten und 20 ausatmen, konnte ich mal bis zu 20 Minuten kontinuierlich ohne Unterbrechungen durchführen.
Es kommen ziemlich viele Intensitäten hoch und je verängstigter man ist, desto mehr beginnt man hastiger zu atmen und der ganze Rhytmus ist im Eimer und man kann von vorne anfangen. Wenn man diese langsamen Atemrythmen aushalten will, ist man dazu gezwungen geistig ruhig zu sein und sich zu entspannen trotz "Todesangst" und tatsächlich: Jedes mal wenn man seine Grenzen überwindet, erkennt man, dass es nur die Angst war, die einen davor abgehalten hat hohe Rythmen zu atmen bzw. über längere Zeit auszuhalten.
Der Atem ist das A und O! Man kann bei allen Lebewesen erkennen: Je langsamer der Atemrythmus, desto länger lebt die Spezies. Schildkröten, die sehr alt werden, atmen soweit ich weiß nur 1 - 2 mal in der Minute ein (jedenfalls sehr wenig). Alle anderen Tierarten die deutlich schneller atmen, leben hingegen deutlich kürzer.
Für viele mag das ein Widerspruch sein, da ja die, die schneller atmen, mehr Sauerstoff zur Verfügung haben. Aber man muss das Ganze genauer betrachten. Die, die weniger in der Minute atmen, sind entspannter. Der Sauerstoff kann Körperteile viel besser erreichen als bei einem geistig unruhigen und somit körperlich verspannten Menschen.
Langsame Atmung ist also mit geistiger Kontrolle verbunden. Geistige Kontrolle impliziert innere Reflektion. Atemtechniken sind also Meditationen und dazu auch noch sehr effektive, weil sie die Gedanken des Truges ungefiltert repräsentieren.
Liebe Grüße
Stefano
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