Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Impressum | Suche

Simbabwes Infominister beschimpft Merkel als Rassistin












"Mund halten", "sie soll verschwinden": Erst attackierte Präsident Mugabe die Kanzlerin, jetzt legt Informationsminister Ndlovu nach. Weil Angela Merkel die Menschenrechtslage in dem Staat scharf kritisiert hatte, bezeichnete er die Regierungschefin nun als "Rassistin".



Quelle: http://www.spiegel.de/img/0,1020,1042675,00.jpg

Harare - Der EU-Afrika-Gipfel in Lissabon endete im Streit - einen Tag nach dem Treffen verschärft sich der Ton zwischen Simbabwe und Deutschland: Mit schweren verbalen Angriffen hat Simbabwe auf die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Menschenrechtslage in dem afrikanischen Land reagiert.


Simbabwes Informationsminister Ndlovu: "Das ist höchster Rassismus von einem deutschen Regierungschef"
Informationsminister Sikhanyiso Ndlovu bezeichnete die Kanzlerin als Rassistin. "Sie sollte den Mund halten oder abhauen. Simbabwe ist keine deutsche Kolonie, das ist Rassismus von einem deutschen Regierungschef!", sagte Ndlovu laut einem Bericht der staatlich kontrollierten Zeitung "The Herald".

Präsident Robert Mugabe sei zusammen mit dem verstorbenen Vizepräsidenten Joshua Nkomo "ohne Zweifel eine unbestrittene Ikone des afrikanischen Nationalismus, des Panafrikanismus, ein Revolutionär und Befreier Simbabwes", sagte Ndlovu.

Merkel sei nicht qualifiziert, um sich zu Simbabwe zu äußern, fügte der Informationsminister hinzu. Denn die Kanzlerin habe "schmutzige Hände", ihre Nähe zum Nationalsozialismus habe sie gezeigt, als sie kürzlich Dreharbeiten von US-Schauspieler Tom Cruise zu dem Film "Valkyrie" über das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 verhindert habe - eine ausgeprochen merkwürdige Interpretation durch den Informationsminister. Denn in Wirklichkeit hatte Merkel einen Streit um eine Drehgenehmigung im Bendlerblock beendet, indem sie die Zustimmung erteilte - zuvor hatten sich Finanz- und Verteidigungsministerium ablehnend geäußert.

Mit seinen Attacken reagierte Ndlovu auf Äußerungen von Merkel beim EU-Afrika-Gipfel - die Kanzlerin hatte am Samstag die Menschenrechtslage in Simbabwe angeprangert. "Wir dürfen nicht wegschauen, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden", hatte sie gesagt und hinzugefügt: "Der jetzige Zustand von Simbabwe schadet dem Bild des neuen Afrikas."

Mugabe warf Deutschland daraufhin "Arroganz" vor. Er bezeichnete Deutschland, Dänemark, Schweden und die Niederlande in Lissabon als arrogante "Viererbande", denen ein solches Urteil nicht zustünde.

Auch Mugabes afrikanischen Kollegen kritisierten die Bundeskanzlerin. Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki etwa bezeichnete Merkels Ansichten als realitätsfremd. Der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade sagte, zwar schätze er Merkels Eingangsrede beim EU-Afrika-Gipfel, ihre Kritik an Simbabwe beruhe jedoch auf "ungenauen" Informationen.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,522388,00.html
Zitat:
EU-Afrika-Gipfel in Lissabon

Unmut über Merkels Kritik an Mugabe
Bundeskanzlerin Merkel hatte kein Blatt vor den Mund genommen bei ihrer Eröffnungsrede beim EU-Afrika-Gipfel in Lissabon: Sie kritisierte Simbabwes Präsident Mugabe scharf für seinen Umgang mit den Menschenrechten. Nicht nur Mugabe zeigte sich erbost. Auch andere afrikanische Staatsführer äußerten Kritik. Senegals Präsident Wade warf Merkel vor, sie habe keine genauen Informationen über die Menschenrechtslage in Simbabwe. Südafrikas Präsident Mbeki kritisierte Merkel ähnlich: Sie habe realitätsferne Ansichten über die Situation in Simbabwe.


Da wird die Wirtschaft wieder fauchen - erst der Dalai Lama und jetzt Afrika, wo man doch so sehr die Rohstoffe braucht - das Öl und alles andere - und China setzt schon deutlich seinen Fuß nach Afrika rein.
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de

Was brauchen wir noch Theater - wir haben es doch schon - das politische Theater.

Was hat Vorrang - Menschenrechte oder wirtschaftliche Interessen ?
Zitat:

Die Simbabwer hätten doch den Briten beigebracht, was Demokratie sei: Sie hätten in der früheren britischen Kolonie gleiches Stimmrecht für alle erkämpft, erklärte Mugabe. Einige afrikanische Länder sollen den 83-Jährigen gedrängt haben, lieber zu schweigen. Aber Mugabe bestand auf seinem Auftritt, auch wenn Merkel zum Zeitpunkt seiner Antwort nicht im Saale war. Dafür saßen einige Staatschefs mit zweifelhaftem Ruf im Oval des Konferenzsaals, denen Mugabe gewissermaßen Deckung bot. Wer versucht, aus den Veröffentlichungen von Organisationen wie Amnesty International (AI) oder Human Rights Watch eine Liste der zehn schlimmsten Politiker Afrikas aufzustellen, hat die Qual der Wahl. In Lissabon forderten Menschenrechtler mehr Druck auf den Sudan, dessen Regime für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Krisenregion Darfur verantwortlich sei. In Lissabon war der sudanesische Präsident Omar al-Baschir gerade wegen Darfur ein gefragter Gesprächspartner.


Schon seltsam, die Kolonialzeit ist vorbei, Afrika wird selbstbewußt - China verändert sich - die Suche nach verbleibenden Rohstoffen beginnt und die weitere Ausbeutung.

Hat sich die Kanzlerin zu weit vorgewagt ?
Forum -> News & Aktuelle Themen


Ähnliche Themen
"Merkel ist der zweite Hitler"
Türkische Verbände geben Merkel einen Korb
Ahmadi-Nejads Brief an Angela Merkel
Zidane wurde als Sohn einer Terroristen-Hure beschimpft
Papst Benedikt, Roger Moore und Angelika Merkel
ich maße es mir nicht an gott mit angela merkel zu vergleich