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Aha - und warum willst Du das ?
Was bringt Dir das ?
Meinst du nicht auch, daß jeder Mensch für sich seinen Weg finden könnte ?
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| Aha - und warum willst Du das ? |
Weil ich glaube, dass nur Christen in das Himmelreich kommen (und vllt auch Juden) und Menschen, die nichts von Jesus gehört haben oder Arme usw.
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| Was bringt Dir das ? |
Ich will Gott dienen und für seine Sache arbeiten.
Ich möchte, dass alle Seelen errettet werden
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| Meinst du nicht auch, daß jeder Mensch für sich seinen Weg finden könnte ? |
Doch, ich würde gerne dabei helfen. Man muss mir ja nicht glauben oder meine Texte lesen. Und man muss es nicht glauben.
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Glaubst du wirklich, daß Gott so kleinlich und so subjektiv eingestellt ist ?
Nehmen wir mal an, Gott schickt seine Seelen aus, damit sie allseitige Erfahrungen machen, ehe sie zu ihm zurück kehren. Nur mal als These. Und er will durch diese Seelen alles erfahren - also verkörpern sich die Seelen mal als Moslem, mal als Christ, mal als Jude, mal als Hindu oder auch mal als Buddhist und anderes. So durchläuft die Seele also jede Situation und lernt dadurch alle Religionen kennen - wozu also missionieren, wenn man es sowieso mal erfährt ?
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So steht in "Anatomie der Seele" z.B. "Alles, was es gibt, ist von Gott ausgegangen. Jede Seele ist von seiner Seele ausgegangen. So auch die Welt, in der wir leben, so auch die Seele aller Wesenheiten."
So steht weiter: Zweitens muß klargestellt werden, was es heißt, daß Gott dem Menschen "Lebensodem" einhauchte. - Lebensodem: das ist die Seele.
Die Seele kann als Gottes 'Odem' verstanden werden, allerdings nur in dem Sinne, das sie aus Gottes Seele entstanden ist und in ihrem Kein ein Fünklein von Gottes Sesele: einen Göttlichen Kern enthält.
In einem gewissen Sinne exestiert also die Seele von Ewigkeit her, jedoch nicht als Einzelseele. Es ist ja Gottes Seele, die immer schon existiert hat und in welcher auch die Einzelseele ohne Anfang enthalten ist, aber nur potentiell, als "Gedanke". Sie mußt, bevor sie auch aktuell - in der Realität - zu einer wirklich existierenden Einzelseele werden kann, aus Gottes Seele erst hervorgehen. So nimmt sie auch nicht irgendwann ihren Anfang, als würde sie plötzlich aus dem "Nichts" erschaffen, sondern entsteht erst allmählich. - Daher ist unter 'Erschaffung der Seele' die Entstehung der Einzelseele zu verstehen. " |
Glaub's oder glaub's nicht - das ist nicht die Frage - es ist eine Theorie unter vielen. aber kritisch betrachtet, hat sie schon was für sich.
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Sei gegrüßt Sakon,
ich finde es bemerkenswert, dass so ein junger Mensch (ich glaube mal gelesen zu haben dass du gerade 17 oder 18 Jahre jung bist) sich so für seine Religion/Glauben ins Zeug legt. Respekt.
Ich bin selbst Christin und kann dir sagen, dass du mit deiner Aussage bei den meisten auf Granit beißen wirst.
So wie du von deinem Glauben überzeugt bist, sind es Juden, Muslime usw. auch. Sie werden nach diesem Beitrag sicher nicht den Koran oder sonst was in die Ecke feuern, und der Bibel zustimmen.
Ich habe es eine Zeit lang auch versucht. Meine Schwester hat mir dann als ich ziemlich geknickt war was schönes gesagt. Du kannst deinen Mitmenschen von deinem Glauben erzählen, aber dräng ihn nicht auf. Bewahre deine Richtlinie im Herzen und freu dich, dass du deinen richtigen Weg gefunden hast.
Viele liebe Grüße
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Hätte da noch mal was für Euch:
Eine Kennerin der Materie.
http://www.jcrelations.net/de/?item=2060
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Den Christen die Leviten lesen
Übersieht die Kirche die Gesetzestreue des Jesus von Nazaret?
Die Theologin Ruth Lapide buchstabiert das Neue Testament aus jüdischer
Sicht
Peter Rosien
Festversammlung in Wuppertal: Der Präses der Evangelischen Kirche im
Rheinland, Manfred Kock, wird in den Ruhestand verabschiedet. Unter den
geladenen Gästen ist auch die jüdische Theologin Ruth Lapide. Ein
Grußwort folgt dem anderen. Zuerst der Bundespräsident, dann die
Vertreter der Konfessionen. Schlusswort: Manfred Kock. Ruth Lapide sitzt
an einem der Tische. Sie wendet sich an den sie begleitenden
Journalisten: »Wieso eigentlich kann hier niemand aus dem Judentum ein
paar Worte sagen? Wir sind schließlich die ältere Schwester der Kirche?«
So etwas macht der temperamentvollen Jüdin zu schaffen. Ebenso der
Umstand, dass bei der Vorbereitung des Bibeljahres 2003 keine Vertreter
des Judentums hinzugebeten wurden. Das haben die christlichen
Konfessionen unter sich ausgemacht. Und Ruth Lapide findet das nicht
richtig, ist doch, wie sie betont, die Bibel von Juden geschrieben
worden, einschließlich der Evangelien und der Paulusbriefe.
Zwar können Juden, so sagt Lapide, ein Leben lang treue Juden sein, ohne
jemals ins Neue Testament geschaut zu haben. Und sie könnten auch
nirgends in ihrer hebräischen Bibel einen Hinweis auf Jesus Christus
erkennen. Christen aber bekämen wohl Probleme mit ihrem Glauben, würden
sie das Alte Testament der Juden nicht beachten. Dieses Buch, mit dem
der Jude Jesus von Nazaret aufwuchs und aus dem er lebte, wird denn auch
im Neuen Testament über 400 Mal zitiert. Und so sind keine zwei
Religionen geistig so verwandt und dennoch einander derart entfremdet,
muss man wohl sagen, wie Christentum und Judentum.
Diese Entfremdung treibt Ruth Lapide um. Ihretwegen ist sie im Jahr 1974
zusammen mit ihrem Mann, dem Judaistik-Professor Pinchas Lapide, von
Jerusalem nach Deutschland zurückgekehrt. Zurück in jenes Land, aus dem
sie 1939 mit ihren Eltern vor den Nazis in das damalige britische Mandat
»Palästina« geflohen war. »In Deutschland ist es passiert, dort liegen
starke Wurzeln des Antisemitismus, dort müssen wir an der Verständigung
zwischen Juden und Christen arbeiten.« Mit solchen Worten haben sich die
Lapides von ihren entgeisterten Kollegen an der Universität von
Jerusalem verabschiedet. Bis zum Tod von Pinchas Lapide im Jahr 1997 hat
das gelehrte Paar über 60 Bücher vorgelegt, zusammen erarbeitet, aber
stets nur unter dem Namen Pinchas Lapide herausgegeben ... Umso schwerer
war es für Ruth Lapide, das gemeinsame Anliegen nach dem Tod ihres
Mannes allein weiterzuverfolgen. Das aber hat sie mit Bravour geschafft.
Sie ist heute eine bundesweit gefragte Vortragsrednerin, ist gesuchte
Gesprächspartnerin von Kirchenleuten, Politikern und Professoren aus
Theologie und Psychologie. Sie macht Fernsehsendungen und hat einen
Lehrauftrag an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg. Ein Buch unter
ihrem Namen ist im Frühjahr 2003 erschienen: »Kennen Sie Adam, den
Schwächling? - Ungewöhnliche Einblicke in die Bibel« (Kreuz Verlag).
Pünktlich zur Verleihung des Hessischen Verdienstordens am 15. August
durch Ministerpräsident Roland Koch erscheint Band II: »Kennen Sie
Jakob, den Starkoch?«
Ruth Lapide hat ihre eigene Forschungskompetenz als jüdische Theologin
bewiesen. Die hebräische Bibel kennt sie aus dem Effeff, ebenso die
rabbinische Literatur aus Mischna, Talmud und Midrasch. Alte Schichten
dieser Literatur sind zeitgleich mit dem Wirken Jesu und der Abfassung
des Neuen Testaments entstanden. Für das Verständnis der Paulus-Briefe
und der Evangelien sind sie von unschätzbarem Wert. Und natürlich kennt
sich Ruth Lapide rundum im Neuen Testament aus. Die biblischen Sprachen
beherrscht sie fließend. Den Koran liest sie auf Arabisch und kann
christliche Theologen immer wieder mit ungeahnten Zitaten aus dem
heiligen Buch der Muslime überraschen.
In ihrer Arbeit verfolgt Lapide vier große Ziele:
Sie will zeigen, dass jedweder Antijudaismus in der christlichen
Theologie und in den Kirchen gegen den Geist des Jesus von Nazaret
verstößt, aus dessen Worten, Taten und Kreuzestod also keinesfalls zu
begründen ist.
Sie will deutlich machen, dass die christliche Aneignung der jüdischen
Tradition oft den Charakter einer Enteignung hat.
Sie will erreichen, dass Christen das jüdische Selbstverständnis ernst
nehmen und in Debatten darüber jüdische Theologen hinzuziehen.
Sie will im Dialog eine Annäherung zwischen Juden und Christen
herbeiführen, und Gemeinsames herausstellen, nachdem man über
Jahrhunderte hin nur das Trennende betont hat.
Im Zentrum dieser theologischen Arbeit steht der Jude Jesus von Nazaret.
Nach dem Verständnis von Ruth Lapide war er Rabbi aus einer der Schulen
der Pharisäer, trotz mancherlei Sonderguts ein treuer Lehrer der Tora.
Die Tora umfasst die fünf Bücher Mose mit theologischen,
geschichtlichen, und gesetzlichen Texten. Wie Lapide betont, ist diese
Tora das ganzheitliche Zentrum des jüdischen Glaubens. Sie enthält viele
Ge- und Verbote, die für Juden im Talmud ausgelegt werden. Insgesamt ist
die Tora, sagt Lapide, viel mehr als Weisung Gottes. Sie ist Ausdruck
seiner Güte und Barmherzigkeit. Und so ist denn auch das Zentrum der
Tora das Doppelgebot der Liebe (zu Gott und zum Mitmenschen), dass Jesus
oft zitiert. Nach Lapide war die Tora für Jesus Lebenshilfe im Glanz der
Liebe. Sie hat er »in allen Synagogen in Galiläa« (Markus 1, 39)
gepredigt; sie hat er in streitfreudigen Lehrgesprächen mit seinen
pharisäischen Kollegen ausgelegt. Von ihr wollte er um keinen Preis
Abstriche machen, auch nicht ein Jota, wie Matthäus ihn zitiert (Kapitel
5, 17 und 1 . Ruth Lapide betrübt: »Christen übersehen das immer
gerne.« Und weil auch das Buch Levitikus mit seinen vielen
Einzelgesetzen zur Tora gehört, kann man sagen, mit Jesus liest sie den
Christen gewissermaßen die Leviten. Das Fazit der jüdischen Theologin:
»Nichts, was Jesus tat, lehrte oder unterließ, sprengte die Grenzen des
Judentums.«
Mit solchen Sätzen sind Christen natürlich unvermittelt in ihrer
Identität gefragt. Wenn Jesus voll und ganz ins Judentum gehört, was ist
denn dann das Eigene am christlichen Glauben? Was ist die »Gute
Nachricht«, das Evangelium? Pflegen Christen am Ende ein
missverstandenes Judentum? Ruth Lapide hält sich hier mit Antworten
deutlich zurück. Das müssen Christen schließlich unter sich selbst
klären. |
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