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Historizität Jesu und seiner Auferstehung












Vielleicht kann ich nicht aufzeigen das Paulus Gnostiker war, noch nicht. Warten wir noch ne Woche

Was für mich ziemlich sicher ist, dass die ersten Christen Gnostiker waren, dass es nicht die ursprüngliche Natur des Christentums ist die Schriften wörtlich zu nehmen, sondern als Allegorie zu verwenden, wie sie auch zuvor gehandhabt wurden.

Zitat:
1Kor 15,14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos.

Kann Paulus von der Auferweckung einer Allegorie alles abhängig machen?
Denkt Paulus, ein Allegorie kann auferweckt werden?


Habe ich Dir schon einmal geschrieben, das ist kein Problem.

Erstmal möchte ich festhalten, dass hier Christus steht nicht Jesus. Paulus bezieht sich also nicht einmal zwangsläufig auf ihn.

Der Tod des Gottessohn und dessen Auferstehung bedeutete ursprünglich den Tod des weltlichen Ichs, den Sieg über die niederen Triebe und die anschließende spirituelle Wiedergeburt. Sogar davon findet man noch Spuren im NT: Jesus reitet auf einem Esel ein. Der Esel ist ein altes Symbol für eben diese niederen Triebe und Verlangen. Ich habe hier ein Bild von einem römischen Grafiti vor mir liegen, auf dem ein Mensch mit Eselskopf ans Kreuz geschlagen ist.

Es gab in den heidnischen Mythen und in der Gnosis zwei Eben. Die erste war der Glauben. Man bekam die Allegorie erzählt und glaubte, man könne das gleiche Ziel erreichen. Das war der äußere Mythos. Der inne Mythos war die Initiation, der wirkliche Mythos, der Prozess, der dazu führte, dass man Erkenntnis erlangte und so wurde wie Jesus, dass alte Ich besiegte und spirituell wieder-geboren wurde.

Wenn es also keinen inneren Mythos gibt, wenn man nicht wieder-geboren werden kann, dann ist auch der Glaube völlig sinnlos.

'To you is given to know the Mysteries of the kindom of God, but to the rest of them it is only given in allegories'

Jesus in the Gospel of Luke
Luke 8 v 1, Matthew 13 v 11
Hallo _Leer_

In meinem Vortsellungsbeitrag hatte ich geschrieben:

"Gnostiker bin ich eigentlich nicht, aber auf jeden Fall Häretiker".

Und ich stehe nach wie vor dazu. Die ersten Christen waren Gnostiker. Wenn man von der reinen Bedeutung des Wortes ausgeht. Also war Paulus auch Gnostiker. Im wörtlichen Sinn. Aber irgendwann trennten sich die Wege. Die Gnosis entwickelte ihre Ideen, das Christentum entwickelte seine Vorstellungen. Das ist soweit unbestritten, denke ich. Wenn nun die Gnosis bei Paulus später Dinge erkannte, die das Christentum aber ablehnte, dann ist damit doch nicht bewiesen, daß Paulus Gnostiker in ihrem Sinne gewesen war.
Ich sage, daß die Kirche in die Irre gegangen ist. Und ebenso die Gnosis. Beide stimmen nicht mit dem überein, was Paulus verkündet hat. Beide stimmen nicht mit dem überein, was Jesus verkündet hat. Jesus habe ich hier bewußt an zweiter Stelle geschrieben. Nicht, weil ich die verkündigung von Paulus als wichtiger halte, sondern weil die Worte von Paulus, die wir kennen, auch wirklich die Worte von Paulus sind. Die Worte von Jesus, die wir kennen, sind Überlieferungen. 40 Jahre nach seinem Tod aufgeschrieben. In diesen Jahren mag das eine oder andere auf einmal wichtiger erschienen sein, als es in Wirklichkiet war. Die Evangelisten haben sich bemüht, Jesus so darzustellen, wie sie es für richtig und wahrhaftig hielten. Worte, die sie nicht verstanden hatten, die haben sie eben nicht überliefert. Oder im falschen Zusammenhang. Das ist für mich ein großes Problem. Und dann wurde auch noch ausgewählt, welche Darstellung des Lebens und Wirkens Jesu nun in den Kanon käme. Die Briefe von Paulus waren unbestritten. Die konnte man nicht aussondern, sie waren mit die ersten schriftlichen Zeugen des Wirkens Jesu. Das weißt du alles, aber ich wollte es an dieser Stelle noch einmal ins Bewußtsein holen.
Für mich ist Paulus der verläßlichste Zeuge der Botschaft Jesu. Wenn er von seinem Evangelium redet, dann redet er vom Evasngelium Jesu Christi.

Und wenn Paulus von Christus redet, dann meint er diesen:
1Kor 1,3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Also die Vermutung, Jesus habe in 1Kor 15,14f von einem Christus gesprochen, der nicht mit Jesus identisch sei, die ist sehr schwer zu beweisen. Sicherlich kann man sie nicht widerlegen, denn Paulus hat ja nicht geschrieben, "Ich meine jetzt einen anderen als Jesus".

Galater
Christus oder Jesus sind in der Tat als eine Person zu verstehen.
"Christus" als Begriff ist lediglich als der "Gesalbte" zu interpretieren. Also reibt Euch nicht an diesen Äußerlichkeiten, völlig nebensächlich.

Aber mal nebenbei, die Auferstehung ist im Gegensatz zu seinem Tod am Kreuz historisch nicht belegt. Belegt ist aber, das bei seinem Tod der bestehende Tempel in Jerusalem tatsächlich ohne Erdebeben eine Riß erleiden mußte.

Die nachträgliche Erzählungen über das geöffnete Grab, den Engel etc kann man getrost unter dem Vermerk einer verstärkten Darstellung der damaligen Zeit einstufen, bevor hier wieder Fundis auf den Plan gehen...
Hallo _Leer_,

"Nach Dir"

http://www.meinebibliothek.de/Texte2/html/frauen.html

http://www.kzu.ch/fach/as/aktuell/2....._italien/01_kindsmord.htm

"Ich glaube ich habe auch anstatt Mithras, Dionysus schreiben wollen - egal."

Schön, bleibt aber trotzdem beim gleichen, sowohl die Römer als auch die Griechen brachten weiter ihre unerwünschten Kinder um. Bei den Greichen waren es die Mädchen, die unerwünscht waren, bei den Römern scheint es wohl nicht geschlechterspezifisch gewesen zu sein. Entweder man töte sie nach der Geburt oder schon wärend der Schwangerschaft durch Abtreibung, von der rechtliche Stellung ganz zu schweigen. Die Kindstötung besteht sowohl bei den Römern als auch bei den antiken Griechen.

Oder wolltets du anstatt Dyonisus noch was anderes schreiben ))

"Hat das Christentum das römische Reich zu einem Staat der Pazifisten gemacht? Aber das müssen wir hier nicht anreißen"

Sicherlich nicht aber es hat dazu beigetragen, dass das massenhafte Töten zur Völksbelustigung abgeschaft wurde. Was anderes habe ich nicht behauptet.

Adios
@Galater
Du bist ein Paulus-Fan, nicht zu übersehen...

Dass dieser Paulus aber als die Quelle aller Frauenfeinlichkeit innerhalb der und nicht nur der r.k. Kirche gilt, ist dir auch bewußt, oder?

Die Verkennung liefere ich dir gerne nach.

Liebe Grüße!
Forum -> Judentum und Christentum

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