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| Die Hypothese, Gott habe das Universum geschaffen, ist eine Hypothese wie jede andere. |
Das sehe ich ganz genauso.
Nur sehe ich das mit den handfesten Beweisen problematisch... ob man die Autorität der Kirche als handfesten Beweis ansieht oder die Autorität der Wissenschaft, ist beides falsch, denn Autorität ist kein Garant für Wahrheit.
Komischerweise verstummen alle ehrfürchtig, wenn von der Evolution die Rede ist, als seien die Vermutungen, die wir über das Wirken dieser Kraft anstellen mehr als Theorie. Natürlich gibt es die Evolution und natürlich ist das meiste, was wir über ihr Funktionieren herausgefunden haben, völlig einleuchtend... aber manchen Menschen, nicht allen, aber manchen, bleiben dennoch Fragen: welche Kraft steht hinter der Evolution und warum ist sowas wie eine Evolution überhaupt möglich usw. usf.
Gott ist aus meiner ganz persönlichen Sicht nicht die Erklärung für alles, was ich nicht verstehe... ich weiss nicht, wie's anderen geht, aber ich brauche nicht für alles eine Erklärung und bin froh, dass es noch Dinge und Verhaltensweisen gibt, die ich mir nicht erklären kann... (auch nicht mit Gott... "Gott hat das so gewollt!" ist in meinen Augen _gar keine_ Erklärung. "Gott hat das geschaffen." ist eine mögliche Erklärung dafür, warum etwas existiert, aber die Frage nach dem "Warum hat er das geschaffen?" bleibt bestehen... Gott ist als Erklärung ungeeignet, die meisten haben's nur noch nicht bemerkt.)
'Gott' ist ein Begriff für etwas, was hinter den Dingen steht und dessen Präsenz ich wahrnehme. Man kann es auch 'universelle Kraft' nennen oder so ähnlich... Entschuldigung bitte, dass das bei mir so ist, es tut mir auch ausserordentlich leid, dass ich für diesen subjektiven Sachverhalt keine Beweise vorlegen kann.
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| Ja, leider verwechseln das viele mit einem Beweis oder ein Argument für Gott. |
Ja, leider.
Leider verwechseln noch mehr die plausiblen und hart errungegen Erkenntnisse und Erklärungen der Wissenschaft mit einem Beweis gegen die Existenz Gottes...
LG
ps. Was mich aufregt und ich kann es nicht oft genug wiederholen:
Es scheint ok zu sein, wenn ein Nicht-Gläubiger versucht einen Gläubigen von seinem Glauben abzubringen und dessen Glauben als 'Dummheit' zu entwerten.
Umgekehrt ist es schlimm schlimm schlimm, wenn ein Gläubiger versucht einen Nicht-Gläubingen zu missionieren.
In anderen Gegenden der Welt ist es genau umgekehrt, was natürlich genauso dumm ist.
Es ist beides ein eklatanter Mangel an Respekt vor den tiefsten persönlichken Seelenangelegenheiten anderer Menschen, welche sich zu recht erbost fühlen über so einen Eingriff, blockieren und zum Angriff übergehen.
Meiner Meinung nach _die_ Konfliktquelle unserer Zeit.
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Danke Lisken
LG
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@Lisken
Werden Menschen mit einem Glauben an einen Gott nicht immer bestrebt sein, ihren Glauben als "das Wahre" hinzustellen? Wozu haben sie sonst ihren Glauben, wenn sie nicht davon überzeugt wären?
Gruß
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@Lisken
Meiner Meinung nach kann man Religion und Wissenschaft nicht auf eine Stufe stellen, Du würdest doch auch nicht "Die Leiden des jungen Werther" und "Die Enstehung der Arten" gleichwerig betrachten.
Wissenschaft begründet sich auf Funde, Belege und Beobachtungen und erstellt daraus eine Theorie, die sich den Fakten anpasst. So ist das Prinzip. Religion hat eine Theorie ohne Fakten und passt die hinzukommenden Fakten der Theorie an.
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| Komischerweise verstummen alle ehrfürchtig, wenn von der Evolution die Rede ist, als seien die Vermutungen, die wir über das Wirken dieser Kraft anstellen mehr als Theorie. Natürlich gibt es die Evolution und natürlich ist das meiste, was wir über ihr Funktionieren herausgefunden haben, völlig einleuchtend... aber manchen Menschen, nicht allen, aber manchen, bleiben dennoch Fragen: welche Kraft steht hinter der Evolution und warum ist sowas wie eine Evolution überhaupt möglich usw. usf. |
Evolution kann jeder zu Hause nachspielen, zumindest die Mircoevolution. Ich finde es ganz verständlich und menschlich, das jemand hinter Evolution noch etwas vermutet. Wir sind es gewöhnt, dass wenn wir eine Maschine sehen, es auch jemanden gibt, der sie erstellt hat, ob sie nun aus Metall oder aus organischen Stoffen ist. Wenn jemand Hubschrauber baut, muss da auch jemand sein der Helikopter baut.
Interessanterweise habe die alten Religionen auch keine schöpferischen Götter gehabt im Sinne davon, dass jemand wirklich was baut oder erschafft, wie wir es vielleicht aus der Genesis kennen. Vielleicht, weil man Maschinen damals noch kaum kannte.
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| "Gott hat das geschaffen." ist eine mögliche Erklärung dafür, warum etwas existiert, aber die Frage nach dem "Warum hat er das geschaffen?" bleibt bestehen... Gott ist als Erklärung ungeeignet, die meisten haben's nur noch nicht bemerkt.) |
'Gott hat geschaffen' ist auch keine Erklärung, denn sie verlagert das Problem nur. Wenn Gott 'schafft' ist er ein intelligentes Wesen und woher kommt die Intelligenz? Die Spitze des Eisberges an Widersprüchen.
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| 'Gott' ist ein Begriff für etwas, was hinter den Dingen steht und dessen Präsenz ich wahrnehme. Man kann es auch 'universelle Kraft' nennen oder so ähnlich... |
Dagegen kann man auch nichts einwenden, es besteht auch kein Grund dazu.
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| Leider verwechseln noch mehr die plausiblen und hart errungegen Erkenntnisse und Erklärungen der Wissenschaft mit einem Beweis gegen die Existenz Gottes... |
Gott kann man nicht widerlegen, er ist so definiert, dass man es nicht kann. Ich könnte Dir aus dem Stehtgreif tausende aberwitzige Konstukte nennen, die die Wissenschaft nicht widerlegen kann, sie sind halt nicht 2000 Jahre alt.
Die Wissenschaft hat Gott unwahrscheinlich gemacht, mir einer Wahrscheinlichkeit, die kaum größer ist als null.
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ps. Was mich aufregt und ich kann es nicht oft genug wiederholen:
Es scheint ok zu sein, wenn ein Nicht-Gläubiger versucht einen Gläubigen von seinem Glauben abzubringen und dessen Glauben als 'Dummheit' zu entwerten.
Umgekehrt ist es schlimm schlimm schlimm, wenn ein Gläubiger versucht einen Nicht-Gläubingen zu missionieren. |
Da könnte ich mich jetzt seitenweise drüber auslassen, dass beides nicht gleich gut oder schlecht ist, aber ich glaube wir sind uns einer Meinung, dass es einfach gemein und sinnlos ist in diesem Kontext einfach zu jemanden hinzugehen und zu sagen: Was Du machst ist schlecht, werde wie ich.
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