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Wie kann ich Antwort von Gott bekommen?












Ich beschäftige mich nun schon so unendlich lange mit Gott. Seit meiner Kindheit bete ich, habe mich mit vielen Glaubensrichtungen beschäftigt und jahrelang an Jesus Christus geglaubt.
Aber ob eine geglaubte Gebetserhörung auch eine war oder nur Zufall, das bekomme ich nicht heraus. Und noch mehr belastet mich, dass ich nie konkrete Antworten von Ihm bekomme, egal wie sehr ich darum bitte.
Ich kann fasten, beten, flehen. Oft bekomme ich das Gefühl, Gott greift gar nicht ein, gibt nicht einmal Antwort. Ich suche und suche und immer wenn ich glaube Gott gefunden zu haben, verliere ich ihn wieder.
Mich belastet auch, dass so viele Religionen immer meinen, sie hätten die einzig richtige "Wahrheit". Das kann so belasten, unter Druck setzen und auch ängstigen. Was wenn Jesus die Wahrheit ist und ich nicht glauben kann? Dann bin ich nach NT-Verständnis verloren. Ich fühle mich durch vieles im NT aber veralbert, ganz zu schweigen vom AT.
Ich möchte so gerne Wissen, was die Wahrheit ist, damit ich endlich Frieden habe. Aber das, was in christlichen Gemeinden so gepredigt wird, ist nicht erfahbar.
Ich sehne mich so nach einer Gotteserfahrung. Wer hat eine übernatürliche Gotteserfahrung gemacht und wie ist es dazu gekommen?
Wie komme ich durch Meditation dahin? (Kann mich einfach nicht konzentrieren! )

Helle
Hallo liebe Helle, ich würde dir sooogern helfen

Ich hatte 1mal im Leben eine schöne Gotteserfahrung bei meiner Taufe.
Als mich der Pfarrer taufte bekam ich ein unbeschreibliches Gefühl.
Das zeigt mir auch, dass Jesus der wahre Weg ist.

Aber nun zu dir...
Ich hatte auch lange keine Gotteserfahrung mehr, ausser dass Paar Gebete erfüllt wurden (aber ich weiss nicht ob diese durch Zufall gekommen sind oder durch Gott, aber ich glaube Gott )

Wurden dir schon Gebete erfüllt?
@Helle

Wie gut ich dich verstehen kann, denn mir ging es jahrelang ganz ähnlich.
Zitat:
Wer hat eine übernatürliche Gotteserfahrung gemacht und wie ist es dazu gekommen?

Mehrere Male ist es geschehen.
1. Im Alter von 12 bei einer Grammatikarbeit in Deutsch (Bestimmung von Satzarten), als ich keine Ahnung hatte und auf ein Stoßgebet hin einfach hinschrieb was mir in den Sinn kam, und dann tatsächlich fast alles richtig war.
2. Als ich mich aus der Scientology löste und eigentlich längst nicht mehr an Gott glaubte, aber noch völlig durcheinander darüber war, was denn nun zum Kuckuck der richtige Weg sei. Ich schämte mich vor mir selber, als ich dann in dieser Not ein Vaterunser flüsterte. Aber dann kam eine selige Ruhe über mich, ich dachte an nichts mehr, sah, dass mitten im kalten Winter die Fuchsien im Fenster wunderschön blühten, und die Scientology war für mich völlig erledigt und ein neuer Weg lag klar vor mir.
3. In Indonesien, als ich mitten im Ramadan eine Christus-Erscheinung erlebte und mir plötzlich völlig klar war, warum wir Erlösung brauchen. Das kann ich in Worten nicht schildern. Aber diese Christus-Erscheinung nahm mich vorbehaltlos an und gab mir "Heilsgewissheit". Ich schwebte tagelang wie auf Wolken. Aber es kam leider nichts mehr nach.

Heute glaube ich an mein höheres Selbst und dass es ein Teil Gottes ist. Aber keines persönlichen Gottes, sondern einer bewussten, allwissenden, alles durchdringenden Kraft oder Substanz, aus der Alles geworden ist. Was ich oben geschildert habe, ist in Wirklichkeit aus mir selbst gekommen. Da muss man nicht auf ein separates Überwesen warten, dass sich vielleicht einmal herablässt, um mit uns zu sprechen. Es ist alles schon in uns vorhanden, aber wenn wir auf jemanden von außen warten, dann kann man lange warten. Allenfalls verfällt man verschiedenen Einflüssen, die uns vielleicht gar nicht gut tun.
Es kann gelegentlich sein, dass sich unser höheres Selbst der in unserem Denken vorhandenen Gedankenbilder bedient, um uns ein Schrittchen weiter zu führen (wenn es denn nicht anders geht).

Wie meditiert man? Ganz einfach. Bequem hinsetzen, Augen zu und ein halbes Dutzend mal eine beliebige Silbe summen. OM oder HU oder HUM oder sonstwas, es ist egal. Dabei aufmerksam auf das Vibrieren der Stimme im Kopf achten und gucken, was du mit geschlossenen Augen siehst. Dann eine Pause und aufmerksam lauschen und weitergucken. Dann wieder summen usw., insgesamt 15 - 30 Minuten lang, morgens und abends. Zuerst schießen Gedanken kreuz und quer, langsam beruhigt sich alles.

Kannst du ja mal ausprobieren. Nur nichts so ernst und wichtig nehmen. Es kommt von selbst. Und es ist nie sonderlich perfekt, aber immerhin fühlt man sich hinterher sehr viel besser und bekommt eine Art Gewissheit, dass man jedenfalls auf dem richtigen Weg ist, auch wenn man nicht weiß, wie dieser Weg eigentlich aussieht. So geht es mir jedenfalls.
Und hier noch ein kleiner, gerade von mir übersetzter Auszug aus dem Buch"Confessions of a God Seeker" von Ford Johnson:

... Es soll noch ein weiterer Punkt angesprochen werden. Es gibt viele Wesen, die wie wir sind, spirituell jedoch fortgeschrittener, und die als Lehrer, Leiter und Beschützer fungieren. Sie helfen jenen, die sich in die inneren Bereiche wagen. Als ihren Beitrag zum Großen Werk unterstützen sie die Seele in ihrer Entwicklung. Doch der vorrangige Lehrer, der diese Unterstützung selektiert, ist immer das höhere Selbst. Vertrauen in dessen Führung stärkt die Verbindung zwischen unserem höheren Selbst und unserem bewussten äußeren Selbst. Angst und Einsamkeitsgefühl spielen nur in die Hand von Wesen, die darauf aus sind, Menschen, die Verletzlichkeit zeigen, auszubeuten. Solche Menschen kennen ihre Macht nicht und beugen sich allem, was sich ihnen innerlich zeigt. Hierin liegt auch, inwiefern orthodoxe Religionen ihren Anhängern einen schlechten Dienst erweisen. Sie geben ihnen – ähnlich wie mit Kind und Weihnachtsmann – ein schwaches inneres Paradigma als Vorbereitung für die inneren Erfahrungen, die sie machen sollen. Die Anhänger verstehen nichts von den unterschiedlichen Rollen innerer Wesen und deren oft fragwürdigem spirituellen Niveau. Daher neigen sie dazu, jedem Wesen zu folgen, das womöglich so vor ihnen auftritt, als spräche Gott selbst.

Vielleicht hilft's.
Hallo Helle,

wie sieht es aus? Denkst du nur an Gott wenn es dir schlecht geht? Betest du nur wenn du Sorgen hast oder einen Wunsch?

Du solltest dich auch mal bedanken. Solltest jeden Schritt, den du tust mir Gott tun.

Viel Glück
Forum -> Gott


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