Tod der Mutter-wer hat Erfahrung...?


Hi!

Ich bin eben auf dieses Forum gestoßen und hab mich gleich eingeloggt.

Meine Mutter ist vor 4 Wochen gestorben und ich hab sie tot in ihrer Wohnung gefunden.Sie war nicht gesund aber ihr Tod war trotzdem völlig unerwartet.Sie war erst Anfang 50.Sie hatte aber viele Risikofaktoren, wie Diabetis und Bluthochdruck etc.Das hab ich aber zum Teil auch verdrängt, da ich ja nur noch sie hatte...

Mein Vater ist schon vor einigen Jahren gestorben..Ich bin erst Anfang 30 und hab keine Eltern mehr...das kann ich echt nicht begreifen.

Wir hatten so ein enges Verhältnis und nun gibt es keinen Verwandten mehr von dem ich sagen könnte, dass ich ihn liebe...

Außerdem hat man ja in so einer Situation immer irgendwelche Schuldgefühle und ich hab ganz starke, dass ich etwas hätte tun müssen.
Oder dass ich öfters zickig war und ihr öfter hätte sagen müssen wie sehr ich sie liebe...

Wie kann man damit leben?Habt ihr einen Rat?
Hat jemand Erfahrung mit dem Tod der Mutter?Ist das nicht das krasseste Erlebnis im Leben?
Guten Morgen Vina,

mein herzliches Beileid. Fühl dich von mir gedrückt.

Mit dem Tod der Mutter habe ich keine Erfahrung, aber mein Vater ist vor einem Jahr gestorben. Er hatte einen Herzfehler und ist 7 Jahre nach der OP gestorben. Er ist Abends ins Bett gegangen und einfach nicht mehr aufgewacht. Und ich habe nebenan geschlafen während meine Mum arbeiten war.

Auch mich plagten und plagen noch heute ab und zu Schuldgefühle, aber man darf nicht daran zu Grunde gehen. Es ist (leider) so passiert.

Meine Mum ist danach schwer Alkoholkrank geworden. Auch sie kann es bis heute nicht richtig verkraften.

Ich kann dich nur insoweit trösten, dass der Schmerz nachlässt. Er wird nie aufhören aber er wird erträglich und irgendwann gehen die Tränen in ein Lächeln über. Man erinnert sich. Wie er (in deinem Fall sie) gewesen ist. Erinnerungen werden klarer als je zuvor.

Rede mit ihr. Sei wütend, traurig alles was in dir ist kannst du ihr erzählen. Mir hat es sehr geholfen.

Ich wünsche dir viel Kraft diese schwere Zeit zu meistern.

Liebe Grüße
Danke Josefin!
Ja, den Tod des vaters hab ich auch schon hinter mir und da hatte ich auch schon Schuldgefühle.Aber jetzt ist es schlimmer...

Ich weiß, mit so einer Situation keine Eltern mehr zu haben, müssen wir alle irgendwann leben, früher oder später-aber normalerweise eben eher später...

Falls noch jemand früh die Eltern verloren hat würd ich mich über Meldungen und Erfahrungen freuen!

Ps:
Liebe Josefine:mein Vater war auch Alkoholiker-ich weiß also auch was du durchmachst...Alles Liebe auch für dich und deine Mutter!
Vielleicht gehts ihr doch bald besser, ein Jahr ist sehr kurz und sie hat ja dich!
Ja es ist in der Tat ein bisschen früh um "elternlos" zu sein.

Aber so wie ich es an deiner Schreibweise festlegen kann, bist du ein Kampfgeist. Und das ist auch gut so.

Ich danke dir für deine lieben Worte.
Hallo Vina!Ich kann gut mit dir fühlen meine Mutter ist vor 10 Tagen ganz plötzlich und für mich unfassbar verstorben.Meine Mutter war erst 68 Jahre alt und ähnlich wie bei dir war sie krank(Diabetes und noch sovieles),vielleicht hätte ich auch mehr auf sie achten sollen.Sie ist nie gerne zum Arzt gegangen,hat nur für uns gelebt.Wir hatten mehr als nur eine Mutter -Tochter -Beziehung.Meine Mutter war jeden Tag bei mir ich habe noch zwei Kinder 4J.und 9J.Sie hat da ich und mein Mann berufstätig sind die Kinder versorgt meinen Haushalt gemacht mir immer zugehört und hatte auf alle meine Fragen immer ein antwort.Wer gibt mir jetzt eine Antwort?Ich hatte ihr noch soviel zu erzählen und kann es jetzt nicht mehr.Ich fühl mich so leer.Es tut mir so leid für dich .Aber ich weiss wie du dich jetzt fühlst.Wir brauchen jetzt ganz viel Kraft.
Hallo Mausel!
Mein herzliches Beileid!Das ist so ein doofes Wort aber was sagt man in so einer Situation..!
Ihr hattet ein sehr gutes Vehältnis und sie war immer für dich da.Und das ist auch für deine Kinder ein sehr großer Verlust.

Diabetis ist wirklich eine schlimme Krankheit.
Ich habe auch das Gefühl ich hätte gewarnt sein müssen wegen ihrer Gesundheit.Sie hat kein Insulin gespritzt, sondern nur Tabletten gegen die Krankheit genommen und versucht sie mit einer Diät in den Griff zu bekommen.Außerdem ging sie auch nicht so gern zum Arzt.Sie hat mir mal gesagt, dass sie die Krankheit nicht akzeptieren kann.Das war ihr Weg mit ihr umzugehen.Natürlich hab ich jetzt das Gefühl ich hätte sie dazu bringen müssen zu spritzen, mit dem Rauchen aufzuhören und sich ausreichend zu bewegen.Das alles hat auch ihr Herz geschädigt.Aber sie hatte außerdem Depressionen (auch wegen des Todes meines Vaters) und es war nicht leicht sie zu ermutigen.

Ich weiß nicht, ob ich das hätte verhindern können.
Aber meine Gedanken gehen immer zurück zu den letzten beiden Tagen die wir zusammen verbracht haben und es bricht mir das Herz, dass ich nichts geahnt habe.

Sie ist nämlich nur KURZE Zeit nachdem ich gegangen bin gestorben...

Dabei war sie gerade umgezogen und das sollte ein Neuanfang sein.


So wie ich dich verstehe warst du auch gar nicht auf den Tod deiner Mutter vorbereitet.Sie hinterlässt eine riesige Lücke.Aber so wie sie euch geliebt hat und für euch da war, so fühlte sie sich auch bei euch gut aufgehoben.
Ich wünsche dir, dass du bei deiner Familie Kraft findest.

Deine Vina
Guten Abend!

Auch für mich ist dieses Thema ganz aktuell.Ich habe meine mutter vor enem halben Jahr verloren.Sie war erst 76 Jahre alt. Für mich ist das kein Alter.Ich habe sie drei Monate beim sterben begleitet.Das war die Hölle. Ich weiß nicht wie lange diese Trauerarbeit dauern wird. Es tut höllisch weh. Meinen Vater habe ich auch erst vor drei Jahren verloren. Ich bin 38 Jahre alt und habe keine Eltern mehr das tut sehr weh.Ich lese viel darüber um es besser zu verarbeiten verstehen werde ich es niemals. Bis zu ihrer Krankheit war meine mutter immer gesund gewesen.Ihre Hauptschlagader war geplatzt und sie musste operiert werden.Drei Monate hat sie wie ein Tiger gekämpft.Und doch verloren.Wenn die Eltern sterben dann bedeutet das egal wie alt man ist das endgültige Ende der Kindheit.ich weiß das es mit der Zeit besser werden wird aber es dauert lange bis die Tränen in ein Lächeln übergehen und man sich an erlebtes erinnert und nicht mehr so viel wehmut im Herzen hat. Es dauert sehr lange.Leider kann ich nicht mit so vielen Menschen darüber reden sie wollen darüber nicht reden auch meine eigene Familie nicht.Sie gehen anders damit um. Ich will aber reden und nicht vergessen.Darum schau ich ins netz und kaufe mir viel Literatur darüber.Sie fehlt mir schrecklich.
Ich wünsche alen betroffenen viel kraft in dieser schweren zeit ihres lebens. LG. ottimaus
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man geht niemals os ganz irgendwas von dir bleibt hier. Wir sehn uns wieder irgendwann. Es ist niemals ein Abschied für immer.
Hallo ottimaus!Ich weiss wie es Dir geht aber ich habe das Glück das ich mit sehr vielen lieben Freunden und auch meiner Familie über den Schmerz den ich zur Zeit empfinde reden kann.Es tut gut manchmal wird es dadurch ein klein wenig leichter aber nur ein wenig.Gestern war die Urnenbeisetzung,das hat mich totol aus der Spur geworfen.Meine Mutter war 68 und noch mitten im Leben.Nachmittags war ich noch bei ihr mit meinem Kleinen,haben noch gelacht und abends noch telefoniert.Nachts gegen halb drei rief mein Vater an meine Mutter würde schlecht Luft bekommen.Ich bin sofort rüber (ist nur über die Strasse)als ich da war war sie schon tot .Mein Vater hielt sie im Arm.Ich hab sie noch gerufen.Ich weiss nicht ob sie es noch hören konnte,ich hoffe es jedoch.Ich hoffe sie hat es noch gehört,einfach das sie wusste ich bin da.Wir waren Ein Herz und eine Seele uns gab es immer nur im Doppelpack egal wo ob auf dem Fussballplatz bei meinem Sohn oder wo auch immer.Ich kann ihr so vieles nicht mehr sagen und sie kann nicht mehr sehen wie meine Kinder gross werden.Dabei war das immer ihr grösster Wunsch.Ich konnte mich nicht wirklich von ihr verabschieden,das es so plötzlich war macht mich total fertig ich kann damit überhaupt nicht umgehen.Ich nehme jetzt seit einer Woche Antidepressiver,das hat auch ein wenig geholfen ich muss zumindest nicht mehr so viel denken.Sonst bin ich morgens aufgewacht hatte gleich das Bild vor Augen wie sie da lag und habe über alles möglich nachgedacht ich dachte mich macht das noch ganz verrückt.Hier bei uns bietet das Hospitz Gesprächskreise an.Vielleicht gibt es soetwas auch in Deiner Nähe?Du kannst mir gerne schreiben und Dir das von der Seele reden denn runterschlucken ist bestimmt nicht der richtige Weg.Glaub mir keiner kann besser verstehen wie Du dich fühlst.Ich weiss es.Ich drück Dich und wünsch Dir ganz viel Kraft.Lg mausel,so hab ich übrigens meine Mutter immer genannt
Hallo
Meine Mutter starb 1961 ich war gerade 8 Jahre alt und ich vermisse Sie heute noch und ich weine heute noch und ich liebe Sie immmer noch !
vielleicht ein schwacher ganz ganz schwacher trost ?
Nochmal hallo ottimaus
ich kann Dir leider noch immer nichts besseres mitteilen als dass es noch sehr lange weh tun wird,doch so hart es sich anhört, Du wirst es akzeptieren lernen müssen ...Sorry...Glaube mir ich weiß wovon ich rede Es Grüßt Dich Lothar