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Greift Gott heute noch ins Weltgeschehen ein ?












Natürlich bist Du ein Freak, Lisken!
Aber ich verstehe auch, was freudich meint.
Nur: Bei so einem Gottesbild - WAS ist dann Gott noch? Nur Schöpfer?
Und was sind wir? Zellen seines Körpers?

Ich weiß nicht, ob es Gott gibt oder nicht.
Ich gehe einfach einmal vorsichtshalber davon aus, daß es ihn nicht gibt.
Ich verlasse mich nicht darauf. Ich als Teil der Menschheit bin für meine Umgebung verantwortlich, und es liegt an mir, wenn ich unzufrieden bin, etwas daran zu ändern.
Ein Gott hätte in meinem Leben keine "Aufgaben". Unglücke passieren, mit ihm oder ohne ihn.
Meine Trauer kann er nicht lindern, mein Glück nicht steigern.
Warum sollte ich ihn anbeten?
Wofür ihn ehren?
Na, vielen Dank auch, Astrella!

Du fragst nach dem praktischen Nutzen von Gott. Ich kann an dieser Stelle nur für mich sprechen, so wie ich es empfinde. Gott ist keine von allem abgetrennte Instanz, die von aussen draufschaut. Gott ist, grob gesagt Bewusstsein und Kraft (man zwinge mich bitte nicht, das weiter zu definieren... für die Erklärung seines praktischen 'Nutzens' genügt diese Definition).
Gott kann nicht für mich handeln. Aber er kann (falls er will) mir beim Handeln durchaus helfen. Wenn ich mit Gott in Kontakt komme, zapfe ich sozusagen seine Kraft an und werde stärker und ich zapfe sein Bewusstsein an und werde klarer.
Das andere ist Entropie. Frei nach dem Gesetz 'Wie man in den Wald ruft, so schallts zurück' - also, das was man aussendet, dem begegnet man auch im Aussen, hat man einen gewissen 'Einfluss' auf Zufälle. Aber das führt manchen zu weit... (kann ich auch gut verstehen), darum sag ich nichts dazu.

Gott wirkt. Aber auf einer ganz persönlichen Ebene. Und niemals gegen unseren Willen oder den Willen des ganzen.
Jetzt kann man natürlich immer noch sagen: 'Aber dann kann er doch auf dieser Ebene das Böse verhindern! ?" Eben nicht. Das Böse ist ja nicht gegen den Willen des Ganzen. Und wir können denjenigen, die böses tun, nicht unseren Willen zum Guten aufzwingen (tun wir schon zum grossen Teil, s. Gesetze).
Es bleibt nur das Vor-der-eigenen-Haustür-kehren. Ob mit oder ohne Gottes Hilfe. Man braucht Gott nicht wirklich. Deswegen würd ich auch nie auf die Idee kommen zu missionieren. Man kann aber, wenn man will, mit ihm in Kontakt treten, wenn es einem hilft und nützt.

LG
Komm, Lisken, wir gründen eine Religion .....


Inanna
Hallo………….

Ich möchte noch etwas ergänzend hinzufügen, was Lisken auch mit dem persönliche wirken des einzelnen benennt, welcher in der Gestammtheit eingefasst ist.

Ich bin davon überzeugt, das Gott oder wie auch immer Mensch ES nennen will durch jede neue Geburt des Lebens in das Weltgeschehen und die Existenz selbst eingreift.

Und ich glaube, dass ES durch die LIEBE immer wehrend präsent ist und wirkt. Deshalb ist meine Religion die LIEBE.

Ich rede von einer Leibe, die keine Stellung einnimmt und global ist, in dem sie sich über die Trennungen von Denkpositionen erhebt.
Ich rede von der Liebe die Mensch die Möglichkeit gibt, miteinander in Menschlichkeit eins zu sein, nachdem es keine Barrieren mehr gibt. Somit gibt es keine Rassen, Nation, Religion mehr durch diese Liebe.
Diese Liebe schließt ein und dehnt das Gefühl von sich selbst ständig weiter aus. Die Liebe von der ich träume und welche ich meine Religion nenne konzentriert sich auf die Gutheit in allem Leben in allen seinen Ausdrucksformen und verstärkt überall das Gute. Sie löst Negativität durch einen neuen Kontext auf, anstatt diese anzugreifen. In sich selbst ist diese Liebe wohlwollend, unterstützend und nährt das Leben, aus welches der Liebe, das Leben selber ist.
Infolgedessen ist diese Liebe eine Existenz des Glücks…., Das ist ein teil meines Traumes von Liebe, welche ich meine Religion nenne.

Ich glaube die neue Religion, von der Inanna redet existiert schon lange im Kollektiven Unterbewusstsein eines jeden von uns.

Ich galube das dies ein Teil der Sehnsucht ist welches aus unserem tiefsten inneren nach außen kommen will, egal ob dieser Atheist ist oder aus welcher traditionellen Religion Mensch auch immer kommt.

LG Isa
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