doch kein leben nach dem tod.


angenommen jemand der es *-weiss-* verrät euch es gibt doch kein leben nach dem tod. wie würdet ihr dann euer leben leben ? ?
Liebe/R complete_u
Sei zunächst einmal herzlich willkommen im Forum.
Deine Frage hat mich sehr zum nachdenken angeregt. Ich muss sagen ich hätte keine Ahnung wie ich mein Leben leben würde wenn ich das erfahren würde. Ich wäre ziemlich desorientiert. Aber Gott sei Dank stellt sich diese Frage für mich in dieser Form nicht, denn bis jetzt habe ich gerade bei den Menschen, die bei Weitem mehr wissen als die übrige Menschheit den klaren Eindruck von ihrer völlig sicheren Überzeugung von einem Leben nach dem Tod. Das diese „Leuchten der Menschheit“ dabei sehr verschieden erscheinende Bilder verwenden, stört mich dabei nicht, denn es ist mir klar, dass sie uns nur Gleichnisse anbieten können, weil uns die Wirkliche Vorstellung mit unserer derzeitigen Wahrnehmung einfach noch nicht möglich ist.
Diese wirklichen Menschheitserzieher sind für mich die Offenbarer aller Weltreligionen, einschließlich des Bab und Bahà’u’llàh. Bei allen mir bekannten Menschen, die mir erklären wollten, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, hatte ich den Eindruck, sie sprechen nur aus der Wahrnehmung heraus, dass die Möglichkeit besteht, dass es kein Leben danach gibt, nicht aber aus ihrem wirklichen Wissen. Ich habe auch noch nie von wem gehört, der sogar sein Leben und all seinen Besitz aufgegeben hat um seine Zeitgenossen vom endgültigen Ende nach dem Tod zu überzeugen und schon gar nicht, dass er damit zum Auftrieb und zur Weiterentwicklung der humanen Menschheit über Jahrtausende beigetragen hat.

Alles Liebe
_________________
"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Das erinnert mich an das berühmte Wort Dietrich Bonhoeffers:
Zitat:
"Christen müssen so leben, als ob es Gott nicht gäbe!"

Wünschenswert wäre wohl, dass die Antwort auf diese Frage keine Auswirkung hätte -
wie es ja auch Bert Brecht (vom atheistischen Standpunkt) seinen Herrn K. sagen läßt:
Zitat:
Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe.
Herr K. sagte: "Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde.
Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallenlassen.
Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, daß ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott."
also erlich mal, wenn jemand wiedergebohren wurde, (sonnst könnte er es nicht wissen) würde sich doch so völlig wiedersprechen. das ist so als ob eine frau behauptet, das es keine frauen auf unserem planeten gäbe.vollkommener wiederspruch, sag ich dazu.
Wu hat folgendes geschrieben:
Das erinnert mich an das berühmte Wort Dietrich Bonhoeffers:
Zitat:
"Christen müssen so leben, als ob es Gott nicht gäbe!"

Wünschenswert wäre wohl, dass die Antwort auf diese Frage keine Auswirkung hätte -
wie es ja auch Bert Brecht (vom atheistischen Standpunkt) seinen Herrn K. sagen läßt:
Zitat:
Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe.
Herr K. sagte: "Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde.
Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallenlassen.
Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, daß ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott."


Hallo Wu,

womit sich der Dichter als unwissend geoutet hat....

Denn es gibt eine Tätigkeit, ein Handeln für den von Gott entflammten Menschen, und diese eine Tätigkeit, dieses eine Handeln, ist Ihn zu lieben, Ihn anzubeten und Ihm zu dienen. Dies sieht der wahrhaft an Gott glaubende als einzig lohnende Tätigkeit schlechthin. Wie könnte er sie jemals ausüben gäbe es keinen Gott?

Also kann das Leben des Gläubigen nur gelebt werden in der Erkenntnis Gottes. Was der Dichter Bonnhoeffer sagt, zeugt von dessen tiefem Unverständnis: Er ist nämlich der Meinung, Gott sei ein simpler "Gedanke", eine "mere Vorstellung". Anders hätte er sich niemals zu diesen Worten hinreißen lassen können.

Es gibt verschiedene Ebenen des Daseins, auf denen jeweils eine bestimmte Lebensqualität zum Ausdruck kommt. Das Tier lebt ungeachtet des Wissens um seinen Schöpfer. Der Mensch kann das auch, dann betrachtet er nur noch den äußeren Schein der Dinge.

Das Wort "Christ" selbst beinhaltet die Existenz Gottes, und die hier zitierten Vorstellungen sprechen dem Christentum den innersten Kern seines Wesens ab.

Daß B. Brecht nur das äußere Handeln als Maßstab sieht, ist ja bekannt. Ich wüßte nicht, was mir der eine als auch der andere mit seinen Gedanken geben könnte.

Der eine tut die Dinge weil er sie für richtig hält, der Atheist. Er mag mit vielen guten Charaktereigenschaften ausgestattet sein.

Der andere tut die Dinge aus Liebe zu Gott, weil Gott es so will. Er legt sein Leben in die Hand seines Schöpfers und Urhebers, sehnt sich danach Werkzeug zu sein, ein Instrument, auf dem Gott Melodien spielt, so wie es Ihm gefällt.

Gott aber muß erkannt werden, damit man weiß, daß Er eine Wirklichkeit ist, und keine intellektuelle Krücke, durch die man irgendetwas zu erklären sucht. Und Gott kann auf keine andere Weise erkannt werden als duch Seine Offenbarer. Denn der Mensch kann niemals die Grenzen seiner eigenen Stufe überschreiten.

Für den Gläubigen ist das Leben ferne von Gott dem Tode gleich. Welcher Liebende fände Ruhe ferne von seiner Geliebten?

Zur anderen Frage, wäre mit dem Tode des Körpers "alles zu ende", wäre das Leben völlig sinn und zwecklos. Welche Frucht hätte dann diese gewaltige Schöpfung? Wenn schon unsere Vorstellungskraft tausende von Generationen umfassen kann, wie könnten wir jemals wähnen, nicht unsterblich zu sein? Nein, das Erkennen der Sterblichkeit beweist in sich selbst die Existenz der unsterblichkeit. Ansonsten wäre die Qualität der Sterblichkeit nicht bekannt.

Alles Liebe von Yojo.
_________________
"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Hallo Yojo,

ich denke nicht dass Dir dieses abschätzige Urteil über Bonhoeffer zusteht.
Deine Glaubensgewissheit in Ehren, aber - wie ich schon Rustik geschrieben habe -
das Herausstreichen und Absolutsetzen der eigenen Meinung ist im interreligiösen
Dialog nicht unbedingt zielführend. Genau das wird ja - nicht ganz unberechtigt -
den christlichen Diskutanten immer wieder vorgeworfen...

Zitat:
Von guten Mächten treu und still umgeben
behütet und getröstet wunderbar
so will ich diese Tage mit Euch leben
und mit Euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das Alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen.
Und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

[Dietrich Bonhoeffer kurze Zeit vor seiner Hinrichtung]
Hallo Wu,

dies ist ein sehr schönes Gedicht von Herrn Bonnhoeffer!
Sicherlich hat er erkannt, daß Christen sehr wohl im Bewußtsein der Gegenwart Gottes leben und handeln sollten, und so konnte er dann dieses berührende Gedicht verfassen, kurz vor seiner Hinrichtung.
Gott segne Herrn Bonnhoeffer!

Alles Liebe von Yojo
_________________
"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Die "Wahrheit" ist individuell.... Sagt mir jemand er wisse, es gäbe kein leben nach dem Tod, so behalte ich meine Individualität - und glaube weiterhin daran....
Also ich glaube und hoffe zugleich ,dass es so ist , dass es Gott egal ist , was wir mit unserem Leben machen ,zugucken kann er von mir aus , aber ich habe auch gelesen , dass er/sie (was auch immer) selbst keinen Sinn darin sähe uns zu erschaffen und dann zu kontrollieren , denn das wäre keine Schöpfung.

ICH LIEBE DICH GOTT , wenn es wirklich so ist.

GOTT=LIEBE=FREIHEIT

Das sehe ich im Leben , ein Fest um uns selbst zu verwirklichen , um selbst zu erfahren wer wir sind , nämlich Gott!
Wenn Gott uns nur "geschaffen" hat und nichts mehr, ist es dann nicht Sinnlos "gott zu lieben"? Er hat uns das Leben geschenkt, aber es gibt zuviel Leid auf der Welt, dass wir ihm unseren Dank dafür sagen sollten?
Irgendwie komm ich mir schön langsam vor wie in "die Sims", auch wenn ich das selber nicht spiele. Nur eben weniger gesteuert. Vllt sind wir ja eine Art "die Sims 2005" ...? Nur ein Computerspiel, ein übertriebenes wo künstliche Intelligenz erschaffen wurde. Eine Art "world of warcraft", keine ahnung, was auch immer ... ist doch möglich?