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| Warum? Gott hat den Menschen aus Liebe erschaffen. Wieso sollte Er sich freuen, wenn der Mensch aussterben würde?
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Vielleicht hat Gott die Menschen auch nur aus Langeweile erschaffen. Er hat sie eh schon einmal ausrotten wollen*, da cholerisch veranlagt, aber seine Ausrottmethode war etwas grob und summarisch (allgemeine Überflutung) und er brauchte jemanden, der in der Lage war, eine Arche zu bauen (das können Eichhörnchen und Regenwürmer nun mal nicht), damit von den übrigen Landtieren wenigstens je ein Pärchen eine Überlebenschance hatte.
So blieben also auch diesmal wieder ein paar Menschen übrig, die auf die böse alte Weise fortfuhren. Wie oft mag es Gott inzwischen gereut haben?
Sooo einfach ist das mit der Liebe Gottes offenbar nicht.
Es ist natürlich denkbar, dass der Chronist des Buches Genesis sich die obige Geschichte nur aus dem Finger gesogen hat, denn sie wirkt doch etwas abwegig.
*"Da reute es Gott, dass er den Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe." (1. Mose 6, 6 f.).
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Zur Geschichte um Noha, die Arche und die Flut gibt es zwei Erklärungen:
1. Es ist eine symbolische Geschichte und sollte den Menschen damals zeigen wie sehr sie Abhängig sind von Gott. Aber auch wie gnädig Gott ist. Die Flut ist in der Geschichte nämlich eine Strafe für den Bundesbruch der Menschen, Gott dagegen war Bundestreu, bis auf den Moment in dem Er Gnade zeigte und die Menschheit nicht austrottete. Gottes Liebe siegte hier also über die Gerechtigkeit.
2. Wenn es wirklich ein historisches Ereignis war, dann war es nur eine lokale Flut, sozusagen etwas vergleichbar mit dem Tsunami vor ein paar Jahren in Süd-Ost-Asien. Es wäre Denkbar das eine Geschichte aus einem lokalen Ramen "weltgültig" gemacht wurde oder das sie eben später symbolisch weiter gesponnen wurde.
So oder so: Die Geschichte zeigt eigentlich die Liebe Gottes zu den Menschen.
Das Gott den Menschen aus Liebe erschaffen hat findest du, meiner Meinung nach, in jeder Offenbarung. Auf jeden Fall in der von Bahá'u'lláh (Verborgene Worte 3-4):
O Sohn des Menschen!
Verhüllt in Meinem unvordenklichen Sein und in der Urewigkeit Meines Wesens,
wußte Ich um Meine Liebe zu dir.
Darum erschuf Ich dich,
prägte dir Mein Ebenbild ein
und offenbarte dir Meine Schönheit.
O Sohn des Menschen!
Von Herzen wünschte ich, dich zu erschaffen, also erschuf Ich dich.
Nun liebe du Mich, damit Ich deinen Namen nenne
und deine Seele mit dem Geiste des Lebens erfülle.
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Hallo Tobias,
ich werde demnächst die Geschichte von der Sintflut noch einmal nachlesen müssen, denn mir ist entfallen, was die Menschen da denn nun eigentlich angestellt haben.
Als historische Begebenheit, die in der Legende zur Sintflut wurde, wird gern die Überflutung des Schwarzen Meers herangezogen, die vor ein paar tausend Jahren stattgefunden haben soll.
Aber ich sollte doch vielleicht darauf hinweisen, dass mein kleiner Beitrag von vorhin eher sarkastisch und nicht sehr ernst gemeint war. Ich hab's nun mal nicht mit einem Schöpfergott à la Judentum etc.
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Oder man guck einfach mal in das Gilgamesch Epos und stellt fest, dass die Flut eine literarische Dichtung ist, die man sich passend zurecht interpretiert hat.
Die Stelle mit dem bereuenden Gott ist eine sehr interessante. Wie kann ein vollkommendes Wesen, denn bereuen, dass es etwas nicht-perfektes geschaffen hat? Wo ist die Allwissenheit hin, die Allliebe?
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