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Hallo Astrella,
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Es liegt auch an einem Land selbst, demokratischer und transparenter zu werden.
Wir haben Einfluß drauf - machen müssen es die Länder schon selbst. |
Es war nicht meine Absicht ein Schwarz/Weiß-Bild zu produzieren. Schon vom Aspekt des Karma gibt es immer den Betrüger und den Betrogenen, sie finden sich quasi durch gegenseitige Anziehung.
Die weltliche Macht liegt nun mal bei den Erstwelt-Staaten die an dieser Situation was ändern könnten. Aber da die Erstwelt-Staaten von machthungrigen und gleichzeitig Blinden "geführt" werden, die nicht gewillt sind ihre Pfründe aufzugeben, sehe ich keine Lösung für das Problem solange diese an der Macht bleiben.
Durch das Gesetz des Karma wird es jedoch sicher auch in der Zukunft wieder eine "Umverteilung" der Reichtümer geben.
Gruss
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Hallo jivatma,
vielleicht solltes Du, wenn Du von Karma sprichst betonen, dass Du aus einer hinduistischen Perspektive sprichst, denn so wie ich die Dinge sehe, gibt es verschiedene Ansichten dazu.
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| Durch das Gesetz des Karma wird es jedoch sicher auch in der Zukunft wieder eine "Umverteilung" der Reichtümer geben. |
Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich finde es recht interessant, dass seit dem Genozid in Tibet es immer mehr Buddhisten im Westen gibt. Selbst der Dalai Lama sagt, dass 'er' nicht unbedingt wieder in Tibet inkarnieren wird. Ich glaube es gibt so etwas wie eine Wanderbewegung, denn im Westen werden zumindest für den Buddhismus die Lehrbedingungen immer besser, im Osten hingegen verliert er.
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Hallo Leer,
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| vielleicht solltes Du, wenn Du von Karma sprichst betonen, dass Du aus einer hinduistischen Perspektive sprichst, denn so wie ich die Dinge sehe, gibt es verschiedene Ansichten dazu. |
sorry das ich erst jetzt antworte,
der „moderne Hinduismus“, lehrt Kevala-advaita Philosophie (reiner Monismus), die von Shankara-Acarya im 8. Jahrhundert gelehrt wurde und dieser ist sehr buddhistisch geprägt = „kein Gott, alles ist nur unpersönliche, formlose Energie. Wir sind teil dieser Energie und können mit dieser Einswerden in dem wir unser Ich aufgeben.“
Ich gehöre jedoch der Hare-Krishna-Bewegung an, die zu einer der vier Vaishnava-sampradayas (Schulen die Lord Vishnu/Krishna, als die höchste Persönlichkeit Gottes verehrt) gehört.
Die Philosophie hier ist; „acintya bedha-abedha-tattva“, „Gott ist gleichzeitig eins mit allem, und doch verschieden von allem“.
Hinzu kommt, das es sehr viel verschiedene Arten von Buddhismus gibt.
Der Dalai Lama vertritt einen „New-Age-Buddhismus“ der sich im Westen gut „verkaufen“ lässt. Der Osten hingegen bleibt eher traditionell.
Im Buch "Buddhismus Without Beliefs", erklärt der ehemalige Buddhistische Mönch Stephen Batchelor ( http://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Batchelor ), das der Buddhismus zuerst Karma und Wiedergeburt rauswarf, um einen “Befreienden Agnostizismus” zu erreichen. Dies scheint vielleicht wie eine logische Fortbewegung: zuerst werfe man die Schriften raus, dann werfe man Gott raus und dann werfe man Karma und Wiedergeburt raus. Aber das ist meiner Meinung nach nicht das, was Lord Buddha unterrichtete, noch was zu Befreiung führt.
Grüsse
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| Der Dalai Lama vertritt einen „New-Age-Buddhismus“ der sich im Westen gut „verkaufen“ lässt. Der Osten hingegen bleibt eher traditionell. |
Ich bin den Lamas im Osten zu tiefst dankbar, aber vielerorts verkrustet dort leider der Buddhismus und verliert seine ursprüngliche Bedeutung und geht Irrwege, denn Roben und Rituale ersetzten den eigenen Erkenntnisweg. Aber das ist nicht so schlimm, es war zu erwarten.
Die Texte hier im Westen sind immer noch die gleichen, die Strukturen sind aber andere. Die Betonung liegt auf Laienbuddhismus, denn man muss nicht mehr unbedingt wählen zwischen einem buddhistischen Leben und einem weltlichen. Das liegt einfach auch daran, dass man nicht von morgens bis abends arbeiten muss um seine Familie zu ernähren.
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| Im Buch "Buddhismus Without Beliefs", erklärt der ehemalige Buddhistische Mönch Stephen Batchelor ( http://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Batchelor ), das der Buddhismus zuerst Karma und Wiedergeburt rauswarf, um einen “Befreienden Agnostizismus” zu erreichen. Dies scheint vielleicht wie eine logische Fortbewegung: zuerst werfe man die Schriften raus, dann werfe man Gott raus und dann werfe man Karma und Wiedergeburt raus. Aber das ist meiner Meinung nach nicht das, was Lord Buddha unterrichtete, noch was zu Befreiung führt. |
'Der Buddhismus' hat Karma und Wiedergeburt nicht rausgeworfen, es gibt sicher einige, die es so praktizieren, dass gilt aber nicht für 'den Buddhismus', auch nicht für den westlichen. Jeder wie er will. Ich persönlich glaube auch, dass das nicht unbedingt hilfreich ist, aber wenn es den Menschen hilft.
Schriften und Gott hat man nicht rausgeworfen, sie waren nie drin
Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass Deine Interpretation von Karma eher einem Konto gleicht. Davon habe ich auch gehört, aber auch, dass das eher eine Eselsbrücke sein soll. Für Dich nicht, ist ja auch o.k.. Für mich ist Karma eher eine Bewusstseinsausrichtung. Wenn ich verliebt bin, trage ich eine rosarote Brille, alles ist schön. Ich tue nur schöne Sachen und erlebe nur schöne Sachen. Nach der Methode funktioniert nach meiner Vorstellung Karma. Wenn ich jemanden was gutes tue, dann gehe ich davon aus, dass Menschen mir was gutes tun und genau so für schlechte Sachen. Ein fließendes Konzept ohne Kontostand.
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Hallo Leer,
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| Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass Deine Interpretation von Karma eher einem Konto gleicht. Davon habe ich auch gehört, aber auch, dass das eher eine Eselsbrücke sein soll. Für Dich nicht, ist ja auch o.k.. |
Nun wenn ich von Konto spreche, dann in dem Sinne das wir nicht die "Kontoführer" sind. Im Vaishnava-vedanta geht man davon aus das Gott eine Persönlichkeit hat und somit jedem das im Jetzt zukommen lässt was er in der Vergangenheit verursacht hat.
Wenn sich jedoch jemand dem Herrn zuwendet und Ihn aufhört zu verleugnen, verändert sich die "Kontosituation" zu Gunsten des "Schuldners".
Krishna sagt in der Bhagavad-Gita:
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| "Gib alle Arten von Religion auf, und ergib dich einfach Mir. Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht." (BG 18.66) |
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| Für mich ist Karma eher eine Bewusstseinsausrichtung. Wenn ich verliebt bin, trage ich eine rosarote Brille, alles ist schön. Ich tue nur schöne Sachen und erlebe nur schöne Sachen. Nach der Methode funktioniert nach meiner Vorstellung Karma. Wenn ich jemanden was gutes tue, dann gehe ich davon aus, dass Menschen mir was gutes tun und genau so für schlechte Sachen. Ein fließendes Konzept ohne Kontostand. |
Ein Gesetz (Karma) ohne Gesetzgeber?
In den Veden spricht man von "Früchten" (karma-phalam) unseres Handelns.
Nehmen wir an, wir tun jemandem einen grossen Gefallen und helfen ihm aus der Not. Dies erzeugt ein angenehmes Ergebnis in der Zukunft. Es erzeugt eine (süße)Frucht. So sind wir gezwungen diese Frucht zu geniessen - was nichts anderes heisst, wir müssen nochmals Geburt nehmen um das Ergebnis zu geniessen. Das nennt man karma-bandha. Gebunden sein durch karma.
Die einen Früchte sind bitter, die anderen süß. Zwei Seiten der gleichen Münze.
Auch der beste Buddhist (mit dem edelsten Bewusstsein) ist mit unter gezwungen zu leiden ohne zu wissen wieso - er muss es einfach hinnehmen. Wir mögen vergessen haben was wir in der Vergangenheit getan oder begehrt haben, aber nicht der Höchste Herr.
In der Bhagavad-Gita erklärt Krishna:
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| "Wer nicht an den Früchten seiner Arbeit haftet und so handelt, wie es seine Pflicht vorschreibt, befindet sich im Lebensstand der Entsagung. Er ist der wahre Mystiker, und nicht der, der kein Feuer entzündet und keine Pflicht erfüllt." (BG 6.1) |
Deine Sichtweise mit "Bewusstseinsausrichtung" ist auch aus Sicht der BG grundsätzlich richtig. Sobald wir unser Schicksal als von uns verursacht betrachten und unseren Pflichten nachgehen ohne deren Früchte geniessen zu wollen, sind wir auf dem Pfad der Loslösung. Andernfalls werden wir wieder gebunden durch unsere Wünsche (Bewusstseinsausrichtung).
Die "rosa Brille" allein, hilft also nicht solange man die Früchte geniessen will. Dem was uns im Leben an "Pflichten" begegnet sollen wir auch nachgehen, aber die Früchte stehen uns nicht zu. Begehren wir sie trotzdem (karma-bandha), sind wir gezwungen sie zu geniessen durch eine erneute Geburt.
Gruss
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