Ich liebe einen Moslem,sein Vater ist gegen unsere Beziehun


Hallo,
ich war 5 Jahren mit einem Moslem zusammen. Vor 4 Jahren hat er seiner Familie (die nicht in Deutschland leben) über uns erzählt. Sein Vater hatte ihm gesagt, wenn er mich heiraten würde, hätte er keinen Sohn mehr. Es ging die ganze Zeit so weiter u. da sein Vater krank ist, war er jedesmal nach solchen "Diskussionen" im Krankenhaus. Im August hatte er einen Herzinfarkt u. im Oktober als mein Freund da war, wollte er ihn zwingen zu heiraten. Nachdem sie sich gestritten haben, hatte der Vater einen zweiten Herzinfarkt, 2 Tage war unklar, ob er überlebt u. als er zu sich kam, hat mein Freund ihm versprochen zu heiraten, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass er schuld am Tod seines Vaters sein könnte. Seit 3 Wochen ist er nun verheiratet. Nach der Hochzeit hat er bei seiner Mutter geschlafen u. ist weg geflogen. Er ist tot unglücklich u. glaubt nicht, dass man noch was ändern kann, weil sonst könnte sein Vater sterben. Aber ich kann die Hoffnung immer noch nicht aufgeben. Meine Welt ist seitdem zusammengebrochen. Hat vielleicht jemand ein Rat? Kann man da noch was ändern?
Hallo Angelique,

das ist ja echt ne tragische Geschichte. Das tut mir für dich, und besonders für ihn sehr leid. Mit einem Menschen zusammensein, den man nicht liebt und zu wissen, das in der Welt die große Liebe auf einen wartet, ist ein sehr schlimmes Schicksal.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich dir raten soll: "Alte Familie oder neue Familie"

Im Prinzip muss dein (Ex) Freund sein eigenes Leben aufbauen. Eins dass ihn glücklich macht. Anderer Seits, müsste er sich gegen seine Familie stellen. Das der Vater so schwer krank ist, verschlimmert die Sache.

Er sollte sich fragen, was er gemacht hätte wenn sein Vater gesund wäre.

Klingt jetzt hart ich weiß aber das muss ich noch sagen: Er ist nicht für das Leben seines Vaters verantwortlich.

Konnte dir wahrscheinlich nicht viel helfen, aber ich denke an dich/euch.

Ich wünsche dir/euch viel Kraft, Mut und Geduld
Grüßle
Hallo Angelique,

Grossen Kummer bringt dieses starre Festhalten an alten
Traditionen.
Gleichzeitig ist es mit etwas Distanz viel leichter mehr zu sehen,
als mittendrin im Gefühlskarusell.
Für das Leid des Vaters ist dein Freund nicht verantwortlich.
Auch diese Heirat wird den schwer Herzkranken Vater auf Dauer nicht retten.
Die Macht die der Vater auf alle ausübt ist mir geradezu unheimlich, auch weil nicht sichtbar ist, das ihm das Glück seines Sohnes etwas bedeutet.
Ganz bestimmt hast du schon alles "in deiner Macht stehende" gesagt und getan um euer Schicksal zu lenken.
Jetzt sieht es so aus als müsstest du von vorne beginnen, von Neuem anfangen, wenn alles zusammengebrochen ist, wie du sagst.
Mein Rat ist. Bleib nicht stehen und "hoffe". Entscheide wie es weitergeht, dann gehört dein Leben wieder dir, und dafür wünsche ich dir viel Kraft.

Den Weg nicht zu sehen heisst nicht das es keinen gibt, sondern nur das du noch keinen eingeschlagen hast.
LG, walter!
Hallo,

danke für die lieben Worte. Die haben mir weitergeholfen.
Einen Weg werde ich wohl finden müssen. Das stimmt, in der Sache habe ich wohl alles getan, was ich konnte und irgendwann muss man ja den Schlussstrich ziehen. Ist leider nicht einfach und man mag die Hoffnung doch nicht aufgeben, aber irgendwie fühle ich mich auch verraten und im Stich gelassen.

Angelique