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Ich liebe einen Moslem u. seine Eltern sind dagegen












Vielleicht klingt das alles etwas Kitschig aber so ist es nunmal wirckklich...

Liebe Melek,

tja, das ist die eine Seite, und Du bist durch die Umstände in ein etwas problematisches Leben gestellt worden.
In der algerischen Familie, von der ich weiter oben gesprochen habe, geht es ebenfalls sehr liebevoll und herzlich zu. Aber die Familie hat noch vier Mädchen, und die können aus eigenem Antrieb wegen der dortigen islamischen Kultur so gut wie nichts machen. Sie sitzen zu Hause und kochen den ganzen Tag.
Immerhin hat ihr Bruder -- der Mann der Tochter meiner Schwester und mittlerweile Schweizer Staatsbürger -- mit gebrauchten Maschinen und Einrichtungen aus Europa dafür gesorgt, dass die dortige Familie mehrere Geschäfte aufmachen konnte. Die Mädchen haben also auch noch etwas anderes zu tun (Frisiersalon, Geschäft für den Verleih von Brautkleidern usw.)

Die ersten Einwanderer nach Deutschland wurden Anfang der 60er Jahre hereingelassen (die "Gastarbeiter"), aber es war nicht vorgesehen, dass sie hier auch bleiben sollten. Es waren Italiener, Spanier, Portugiesen, Griechen und Jugoslawen. Alles Leute, deren Kultur uns schon etwas fremd war, wenn auch nicht sehr. Alles katholische Christen, und alles in allem doch kaum anders als Deutsche. Die haben sich leicht angepasst und auch das deutsche Gaststättenwesen enorm bereichert. Es war die Zeit des "Wirtschaftswunders", es gab kaum Arbeitslose, und diese Leute wurden wirklich überall gebraucht.

Inzwischen ist das schon lange ganz anders. Für Deutsche sieht es so aus, als würden sich Unmengen Leute einer fremden und uns als rückständig erscheinenden Kultur ins Land drängen. Und der Islam ist eine Art Einbahnstraße, wie Du ja selbst beschrieben hast. Musliminnen dürfen keinen Nichtmoslem heiraten, umgekehrt geht es aber, und dann sind die Kinder automatisch ebenfalls Muslime.

Das gilt eigentlich für ganz Europa. Und da rein europäische Familien im Durchschnitt weniger Kinder haben als muslimische oder gemischte, wird Europa von der Bevölkerung her immer islamischer. Das freut vielleicht die Moslems, uns aber nicht. Denn es hat Jahrhunderte voller Blut und Elend gekostet, hier so etwas wie Aufklärung, Menschenrechte, Religionsfreiheit oder rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau zu etablieren -- fast immer GEGEN unsere verschiedenen christlichen Hierarchien, die inzwischen -- hamdulillah -- aus dem letzten Loch pfeifen.
Und nun droht das alles wieder in Frage gestellt zu werden.

Wir hatten in Europa außerdem Jahrhunderte an Kriegen zwischen Katholiken und Protestanten (alles Christen) -- natürlich mit verlogenen Argumenten, denn es wurde den Menschen eingeredet, dass die jeweils andere christliche Richtung vom Teufel sei. Zuletzt ist das noch jahrzehntelange nach dem zweiten Weltkrieg in Nordirland geschehen -- gar nicht so lange her.

Also sind unsere Nerven dünn, wenn jetzt Scharen kommen und wieder behaupten, ihre Religion sei die einzig wahre -- kaum, dass wir mit Religion allmählich keinen Ärger mehr hatten.
Für uns ist Religion inzwischen REINE PRIVATSACHE, und solange Muslime das auch für ihren Islam akzeptieren, muss es keinen Ärger geben. Aber es wird schon kritisch, wenn man sehen muss, wie beispielsweise die Gleichberechtigung der Frau -- auch bei uns noch nicht sehr alt -- in muslimischen Familien mit naivem Erstaunen und womöglich mit dem Verweis auf den Koran wie selbstverständlich NICHT akzeptiert wird.

Kaum sieht man also eine Frau oder ein Mädchen mit Kopftuch, kommt schon unbewusst das Gefühl hoch: Wieder eine, die noch mehr Muslime in die Welt setzt, auch wenn dieses nette Mädchen jetzt erst 11 Jahre alt ist.
Das sind so ein paar Urängste.

Als Religion nehmen ursprüngliche Europäer mittlerweile mehrheitlich weder das Christentum noch den Islam sonderlich ernst. Bei den meisten Muslimen sieht das aber wohl anders aus.

Die einzige Lösung besteht darin, dass Religion KEINE gesellschaftliche Rolle spielen darf. Musliminnen müssen ganz ohne Einschränkungen auch Nichtmuslime heiraten dürfen, und die Kinder aus gemischten Ehen dürfen nicht automatisch Muslime sein, sondern beide Partner müssen gemeinsam entscheiden, welche Religionszugehörigkeit ihre Kinder haben sollen, oder ob überhaupt. Und jeder Moslem und jede Muslimin muss seinen/ihren Glauben auch wechseln dürfen, ohne unter Bedrohung zu stehen.

Aber das ist alles ziemlich illusorisch, nicht wahr?

Oh je, das wurde jetzt auch wieder sehr lang. Wir Deutsche nehmen halt alles immer gleich so schwer.

LG, Fipps
Hallo Janet,
so wäre das auch OK. Vielleicht geht's ja tatsächlich.
Hallo Angelique...es tut mir leid für Dich...ist wirklich traurig Deine Geschichte aber, Warum hat Dein Freund Dich damals nicht mitgenommen zur seinen Eltern...???, das war ein Fehler...ich finde er hätte Dich seinen Eltern vorstellen können...ihr hättet versuchen können gemeinsam die Eltern davon zu überzeugen...na ja...ehrlich gesagt, ich finde es nicht ok wenn man sich gegen die Eltern stellt, aber es hätte sich bestimmt eine Alternative finden können, ohne das beide parteien davon schaden tragen....ok...jetzt ist denke ich der Zug abgefahren...ich würde sagen...vergiss ihn...aber wenn er nicht glücklich ist, läßt er sich vielleicht in naher Zukunft von seiner Frau scheiden...ob er dann wieder zurück kommt zu Dir, weiß ich nicht, aber ob alles wie früher zwischen euch wird...???, was glaubst Du...???, das mußt Du selber wissen...Alles gute für Dich..
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