|
|
|
@ positiv
Diesen Unterschied kann ich auch nicht ganz folgen: Was ist den Geist, wenn Seele religiös ist?
Ich würde annehmen dass beides das gleiche ist.
Der Heilige Geist verkörpert doch die Seele Gottes oder irre ich mich?
|
|
|
|
@Josefin
Gott, seine Seele, das verstehe ich nicht.
Die Seele beim Menschen als das Element was belohnt oder bestraft wird, so nach religiöser Kurzdefinition.
Der Geist, ohne langatmig zu werden, eine Art "Über-Ich"... . Könntest auch sagen, das Göttliche im Menschen, aber das ist schon wieder weit ausgeholt!
|
|
|
|
Also ich habe schon öfter gehört, dass der Heilige Geist, die Seele Gottes verkörpert.
Sozusagen wie ein Bote, oder auch Engel nur ohne menschliche Erscheinung.
|
|
|
|
| Also eine religiöse Sichtweise, sag ich doch. Und wie sich dieser Gott darstellen könnte, da mag ich keinerlei Spekulationen drüber machen...
|
|
|
|
Seele ist etwas individuelles, im Prinzip einfach nur der Mensch ohne Körper, mit allen Eigenschaften. (Ja, wird gerne auch anders definiert) Klassischer weise kann sie, auch wenn unsterblich, leiden und freuen, leiden geht am besten in der Hölle.
Geist, aus buddhistischer Perspektive, ist grundlegend verschieden. Eigentlich kann man nicht wirklich was sagen, meine ich, aber dies ist eine Beschreibung die man mit ihm assoziiert. Es ist eine wörtliche Beschreibung, aber nicht unbedingt wörtlich zu nehmen
Der Geist ist der Erleber, dass was durch unsere Augen schaut und das ist sein größtes Problem, er kann sich nicht selber erkennen, denn er ist wie ein Auge, dass alles sieht, nur nicht sich selbst. Ziel der Buddhisten ist dies zustande zu bringen. Der Geist ist kein Ding, er hat keine Form, keine Farbe etc. pp., aber auch kein Konzept, wie die Seele. Das letzte was man so gerade noch sagen kann ist, dass er raumähnlich ist. Deswegen mein Hinweis darauf, dass man das alles nicht unbedingt wörtlich nehmen soll.
Was ist Geist? - Alles. Alles entsteht aus dem Geist/Raum alles kehrt dorthin wieder zurück oder wie Buddhas sagte: Es ist der Geist, der die Welt erschafft. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Die Realität ist wie ein Traum, wie eine Illusion. Das 'wie' ist hier ganz wichtig, denn die Realität ist kein Traum. Deshalb assoziiert man auch drei grundlegende Eigenschaften mit ihm: Grenzenlosigkeit, wie beschrieben, Furchtlosigkeit, denn er kann nicht zerstört oder verändert werden, allumfassende Liebe, denn nichts ist wirklich von einander getrennt und nichts existiert aus sich heraus. So wie rotes Licht nur ein Teil des weißen Lichtes ist, so entsteht auch alles aus dem Geist und ist in Wirklichkeit nur - Achtung jetzt kommts - leer
Geist ist nicht zu verwechseln mit dem Ego oder der Seele. Laut Buddhismus macht das die Erleuchtung aber (auch) so schwer. Wir glauben, dass wir das Ego sind, der Gedanke diese Individualität nach dem Tode aufzugeben, führt dazu, dass wir selbst nach dem Tode noch Todesangst verspüren und uns wieder gleich in nächste Leben stürzen. Das erreichen des Nirvana, das Ende jeglicher Existenz (lat. exsistere, "heraus treten") und Individualität erscheint vielen als Graus. Nirvana ist wirklich das Ende, kein Beginn auf einer anderen Ebene - Schicht im Schacht, aus die Maus, Ende Gelände. Keine Jungfrauen, kein Garten - nichts.
Ich hoffe das war verständlich in aller Kürze, man könnte, nein man hat ganze Bücher damit gefüllt, 108 um genau zu sein, allein von einem Autor
|
|
|