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Wiedergeburt - Reinkarnation?












Hallo,

da möchte ich auch was dazu sagen - die Reinkarnation, wie Deas sie richtig definiert, wird heute nur mehr im Hinduismus vertreten, wo die menschliche Seele, atman, viele Verkörperungen durchlaufen muß, bis sie endlich mit brahman, der göttlichen 'All-Seele' vereint ist. Das war aber in der Antike ganz anders - in der griechischen Religion mußten die Seelen nach ihrem Aufenthalt im Hades aus dem Lethe trinken, dem Fluß, dessen Wasser das Gedächtnis löscht, und wurden dann wiedergeboren - für die Pythagoräer war die Reinkarnation noch zentraler. Auch im Judentum hat es solche Strömungen gegeben, wie die jüdische Legende zeigt, nach der ein Engel jedes Neugeborene auf den Mund schlägt, damit es nichts von seinem früheren Leben ausplaudert - auch in der Bibel gibt's noch Spuren davon:
Code:
Mt.16,13  Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist?
14 Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten.


Im Buddhismus, und andeutungsweise auch im frühen Taoismus, gibt es eine 'Wiedergeburt', aber keine Reinkarnation. Dies deswegen, weil der Begriff 'Seele' - Ego - dort als Illusion verstanden wird. Und was nicht real existiert, kann auch nicht wiederkommen...
Allerdings haben diese Religionen schon damals den 'Energieerhaltungssatz' vorweggenommen, nach dem, was manifest existiert, nicht spurlos verschwinden kann. D.h. die 'Energien', aus denen das fiktive 'Ich' sich zusammensetzt, gehen nicht verloren, sondern treten - in anderer Form, und an anderen Orten - wieder auf. Das scheint mir eine plausiblere Erklärung der 'Erinnerungen an frühere Leben' als außersinnliche Wahrnehmung.
Das Argument "Das ist unlogisch, also kann nichts dran sein" ist vielleicht gerade im religösen Kontext nicht unbedingt überzeugend

() Wu
Zitat:
Deinen Deal find ich gut. D'accord. Wir sehen uns "drüben", spätestens. Bahi? Hat's notiert, ist gebont. Freu mich drauf. Wär doch hammerhart. "Hey, hier ist suchende"; "boa ey, wow". "So siehst du aus? Hätt ich mir ganz anders vorgestellt.


Ich freu mich auch drauf. Wir können ja drüben gemeinsam
ein Forum einrichten ^^. Aber wenn wir uns treffen, dann bringe
ich alle meine Tiere mit und stelle sie dir vor - und du bringst
Mausie und Robbie mit, gell.

Zitat:
Bin jetzt gespannt ob das klappt. Ich glaube schon.


Ich glaube auch daran. Ich glaube auch, dass wir uns sofort
erkennen und wissen werden, wer wer ist

Zitat:
Bis denne und vorher aber noch ganz oft ok?!
Alles Liebe von Yojo


versprochen... ganz ganz oft.
Hallo,

ich habe mir nicht alles durchgelesen, bin aber der Meinung, dass man wohl kaum als Stein oder Tier wiedergeboren werden werden kann...aber so genau weiß ich das natürlich nicht.

Was die Reinkarnation betrifft, so glaube ich daran, denn mein Sohn erzählte mir als Kleinkind sehr oft aus seinem früheren Leben, dies ist mir Beweis genug.
Ich selbst habe auch "Erinnerungen". Für mich gab es dadurch Erklärungen, warum ich in diesem Leben auf das ein oder andere "seltsam" reagiere.

Als ich zum erstenmal etwas von Reinkarnation las, zerriß ich die Zeitschrift in viele kleine Schnipsel so abartig wirkte es auf mich, heute denke ich ganz anders darüber. Auch denke ich, dass es uns freigestellt wird, ob wir noch einmal kommen wollen, oder ob nicht.

LG
Luna
Liebe Freunde
Ich meine dass die scheinbar voneinander abweichenden Ansichten über unsere Stufe nach diesem Leben in Wirklichkeit alle das gleiche Muster zeigen.

Bemühen wir uns gut zu sein (für uns selbst und die ganze Menschheit) so wird uns das im nächsten Leben sehr zu Gute kommen.

Bemühen wir uns nicht oder sind wir sogar schädlich (für uns selbst und die ganze Menschheit) so wird und das im nächsten Zustand möglicherweise sehr schaden.

In der Praxis macht es keinen Unterschied welche Bilder wir verwenden.
Und es sind nur Bilder für uns. Ich denke mir immer, dass wir uns das Herrlichste ausdenken können und den "Himmel" doch nicht Überbewerten können.

Ebenso können wir uns nicht wirklich ein zutreffendes Bild davon machen, welcher Herrlichkeit wir uns selbst berauben, wenn wir uns richtung "Hölle" entwickeln.

Alle Religionen wollen uns diese beiden Extreme vor Augen halten.
Die Bebilderung ist dabei sicher nicht so wichtig.

Alles Liebe
Zu dieser Frage habe ich eine recht nette Antwort gefunden, die der amerikanische Priester eines Amida-Tempels in Japan gibt:

Frage: Wenn ein Mensch stirbt, was wird wiedergeboren? Ist es dieselbe Person in einem anderen Körper - wie ist das dann vereinbar mit der buddhistischen Lehre des Nicht-Ich? Ist es aber nicht dieselbe Person, wer zahlt dann die karmische Schuld?

Antwort: Diese Frage wird schon diskutiert seit den Tagen des Buddha.
Der Buddha hat nie das Wort 'Seele' gehört, und auch nicht irgendeinen Begriff, der dem in einer alten Sprache entsprochen hätte. Was er lehrte war, dass es kein atman gibt - den Begriff im Hinduismus, der ein Brücke schlägt zwischen dem Einzelnen und Gott.
Es ist allgemeine Meinung, dass die Götter, von denen er gesprochen hat (soweit er sie nicht als fiktive Charaktere in einem Gleichnis verwendete), nicht so absolut sind, wie sie selbst gerne glauben würden. Es mag Wesenheiten geben, die fortgeschrittener sind als wir Menschen, aber sie sind nicht ewig, allmächtig oder dergleichen.

Dasselbe gilt für die 'Seele'. Es gibt Subjektivität, Bewusstheit - ich weiß das, denn genau jetzt bin ich mir des Keyboards an meinem Computer bewusst. Aber zu sagen, dass das der einzig wirkliche Teil von mir wäre, der für immer und ewig ohne deutliche Änderungen existiert, die von Anderen erkannt werden könnten - das würde bedeuten, in diese konkrete Situation sehr viel hineinzugeheimnissen.
Lassen Sie mich eine Gegenfrage stellen: Was macht Sie zu derselben Person, die Sie gestern waren? Die Fälle von multiplen Persönlichkeiten beweisen, dass es nicht der Körper ist - aber es gibt eine Kontinuität der subjektiven Aspekte. Dieselbe Kontinuität kann beobachtet werden, wenn sie von einem Leben zu einem anderen wirksam wird. Nicht alle haben klare Erinnerungen an vorhergehende Leben, selbst unter Hypnose, aber es gibt genügend, um mich zu überzeugen. (Dazu - ich habe noch nie gehört, dass jemand - selbst unter Hypnose - sich an ein früheres Leben als Tier erinnert hätte. Ich denke das ist eher metaphorisch gemeint.)

Das Anhaften, welches das Interesse des Geistes am Körper aufrechterhält (wenn es nicht sogar damit identisch ist) - und das von der Zunft der Mediziner als 'Lebenswille' bezeichnet wird - ist es, das uns zurückzieht zu einem anderen Leben, wenn dieses vorüber ist. Das Leben hält nicht uns fest - wir halten das Leben fest. Und das spezielle Anhaften, das uns kennzeichnet, wird offensichtlich die Umstände beeinflussen, in die wir schließlich hineingeboren werden. Vielleicht, wenn all mein Interesse um meinen Körper kreiste, dass ich als Tier wiedergeboren würde - ich weiß es nicht. Die meisten der 'Sechs Welten' im Buddhismus scheinen metaphorisch verwendet zu werden, aber sie könnten ja auch wörtlich gemeint sein. Vielleicht kommt Mr. Spock als Pentium-Chip wieder...

Ich vermute, selbst wenn es keinen absolut dauerhaften, ewigen Anteil in mir gibt, dass da immer noch genügend Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft besteht, um Anhaftungen hervorzurufen die mich veranlassen, unrealistische Anforderungen an die Wirklichkeit zu stellen und so zu Leid führen - so hat der Buddhismus immer noch eine wichtige Funktion...

© Rev. Ryunyo King vom Drachentortempel [Tokyo]
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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