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Liebe Spekulanten!
Argumente hin, Argumente her. Letztlich ist das, wofür sich ein Mensch entscheidet, für ihn persönlich bedeutsam, gleichgültig ob er nur eine relativ kurze Zeit eine bestimmte Meinung hat oder dauerhaft bei einer solchen bleibt.
So hört meine höchst persönliche Auffassung: Ja, es gibt Gott. Und über sein Wesen, seine Eigenschaften und sein Wirken habe ich auch fleißig nachgedacht. Dabei bin ich auf folgendes Phänomen gestoßen:
Gott weiß durch und durch alles, was in der Vergangenheit war, was ist und was sein wird. Das ist seine Allwissenheit. Aber, und das ist das Phänomenale, er ist gleichzeitig in der Lage, sich aus diesem Wissen zurück zu ziehen und einen Freiraum zu schaffen, in den er nicht steuernd oder bestimmend hineinwirkt. Das ist wie die Quadratur eines Kreises, für uns kaum nachvollziehbar, aber eben göttlich.
Ebenso ist es, wenn große oder kleine Schöpfungen entstehen. Gott erschafft nicht und durch gleichzeitig ist es nicht er, der Leben hervorbringt. Gott ist dann zwar Urheber, aber die unendlich vielen Wesen können selbständig etwas schaffen, Leben weitergeben, zu eigenen Ideen und Vorstellungen kommen, die umgesetzt werden. Dies als besondere Möglichkeit für uns Menschen.
Und bei all dem gibt es tausendfache Stufen, Färbungen. Der Vorgang, wie Steine vom Wasser gelöst werden, das liegt unter Bestimmung. Diese Bestimmung und Führung durch mächtige Geistwesen (Engel z.B.) wird immer freier, je höher eine Entwicklungsstufe ist. Auch ganz primitive Menschen werden eher über ihren Instinkt geleitet. Und wer, Hand aufs Herz, hat nicht schon instinkiv etwas getan? Und trotzdem können wir uns nach wie vor für eine Sache frei entscheiden oder nicht. Ganz wie wir wollen.
Wo genaue Bestimmung aufhört und Freiheit anfängt, das können wir dabei nicht festellen. Das kann und weiß aber Gott. Ich meine, darüber kann man nun freimütig spekulieren. Für mich ist es so, dass sich Gott in dieser Freiheit für uns zu erkennen gibt. Und daran würde sich nichts ändern, auch wenn sich Gott in irgendeiner anderen Art und Weise zeigen würde.
Wäre dem nicht so? Mit dieser Frage sage ich adieu zu diesem Thread. Auf Wiedersehen bei einem anderen Thema. Liebe Grüße - reinwiel
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| Ein alter Widerspruch in sich...
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Jemand, der allwissend ist, weiß die Zukunft - und die wäre damit schon statisch - also gibt es keinen freien Willen.
Richtig?
Wenn Gott weiß, was ich gleich mache, dann steht mein Handeln ja gewissermaßen schon fest - auch ohne sein Eingreifen.
Ich bin also nicht frei.
Oder:
Es gibt keinen Allwissenden Gott...
Sehe ich auch so.
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Wenn Gott aber außerhalb der Zeit steht und somit alle Vergangenheiten, die Gegenwart und alle (möglichen) Zukünfte als eines erleben würde, so ergäbe sich dieser Widerspruch nicht.
Unser Handeln in unserem Zeitempfinden ist ein linearer Vorgang. Außerhalb der Zeit wird diese Linie zu einem Punkt.
(Soviel zu meinen Spekulationen)
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| Wenn er alle möglichen Zustände kennt, dann kennt er nicht den definitiven Zustand oder? Den würde er erst kennen, wenn in Kraft tritt.
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