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Was würde sich den ändern, wenn Gott sich zeigt?












Das sehe ich ähnlich ..... wenn er uns erschaffen hat ... nur um uns über seine Existenz munter rätselraten zu lassen, dann kann man Gott eigentlich mangelnde Intelligenz vorwerfen. Ein allmächtiger Gott ist definitiv in der Lage seine Existenz uns ohne irgendwelche Zweifel mitzuteilen.
Grüß Gott liebe Denker!

O ja, Gott ist definitiv in der Lage, sich mitzuteilen. Aber dazu braucht er weder allmächtig zu sein, noch setzt er voraus, dass wir dazu eine hohe Reife benötigen. Unreife Kinder haben schon oft ihre eigenen, beglückenden Gotteserfahrungen gehabt.

Man muss aber achten, ob Argumente mit Ernst vorgetragen werden oder nur einen Hammer der Dialektik darstellen. Dementsprechend kann dasselbe Argument wertvoll oder aber auch nur unbedeutender Schaum sein.

Was bedeutet also eine Wendung wie "weil Gott uns so geschaffen hat, wie wir sind, deshalb sind wir..." oder "wenn uns Gott erschaffen hat, nur um uns.."? Setzt ihr Hintergrund wirklich auf einen Plan Gottes? Wenn der Fragende nur Provokation im Sinn hat, dann ist das vielleicht für eine witzige Diskussion von Vorteil, sicher aber nicht für eine echte Einsicht.

Ist aber echte Einsicht gefragt, dann ist mit solchen Fragen schon einmal die Hälfte gewonnen, denn Gott wird zumindest in Erwägung gezogen. Die Frage: Warum sind wir so, wie wir sind? erhält Gewicht. Immer vorausgesetzt, dass es sich um ein ernstliches Forschen dreht, muss man aber zugleich einsehen, damit eine ganze Menge weiterer Fragen im Raum stehen.

Zuerst ist notwendig, sich frei und positiv Gott zu nähern. Heilige Schriften dürfen hier höchstens ein Ansatz sein. Am besten ist: wünsche dir Gott! Stelle ihn dir so vor, wie du ihn am liebsten sehen würdest. Hüte dich aber, auf die Gerechtigkeit zu setzen.

Fühlst du kosmische Weite, erhaltende und stützende Kraft beim Gedanken an Gott, dann denke über das Werden der Erde und die Entwicklung der Menschen nach. Da wirst du sehen, dass Gott Umwege geht und bei weitem nicht alles unmittelbar selbst schafft. Die Natur kommt ins Spiel. Was für eine Menge Kräfte, also Engel, Naturwesen, dunkle Götter, Riesen und geheimnisvolle Gnomen sind da am Werk. Ihr Ergebnis ist das, was uns die heutige Wissenschaft zur Erdgeschichte zu sagen weiß.

Und dann gibt es darüber hinaus viel zu bedenken. Sowohl vor der materiellen Erdentstehung als auch nach unserem Tod, da wird das Geschick und Sicht ganz groß. Dorthin gelangt man nicht mit kurz gefassten, pointierten Schlüssen, die nur das Gegenständliche der Gegenwart aufgreifen.

Ich meine, ist das nicht ernsthaft zu überlegen? - reinwiel
Zitat:
Ist aber echte Einsicht gefragt, dann ist mit solchen Fragen schon einmal die Hälfte gewonnen, denn Gott wird zumindest in Erwägung gezogen.


Man muss also Gott als Tatsache voraussetzen um ihn reden zu können? Ich bitte Dich....
Astrella hat folgendes geschrieben:
Er könnte ja mal auch zeitgleich jedem Einzelnen erscheinen.


Josefin hat folgendes geschrieben:
Vielleicht nicht unbedingt zeitgleich aber ich glaube, dass er einigen Menschen erscheint (vielleicht nicht als Person oder Stimme) aber man kann seine Anwesenheit spüren....wenn man daran glaubt

Also nicht zeitgleich.
Wenn das Göttliche jedem Menschen zeitversetzt erscheinen würde, dann müsste unsere lebenserwartung Jahrtausende sein, selbst, wenn das Göttliche den Menschen im Minutentakt erscheint. Rechne einfach mal nach!
Aber wieso zweifelst Du an Gottes Allgegenwart?
Wieso kann die Allgegenwart nicht die Fähigkeit der Multilokation besitzen?


Das Christentum geht von Gottes Omnipotenz (Allmächtigkeit), Omniscient (Allwissenheit) und Omnibenevolenz (All-..äh.-gütigkeit?) aus.
Also wäre es ein Klacks für ihn, uns zeitgleich zu ersheinen.
Daß er es nicht tut - auch wenn ich mich jetzt wiederhole:
Er will nicht ODER
Er kann nicht ODER
Es gibt ihn nicht.
Vielleicht will er ja nicht, weil es uns an unserer geistigen Reifung stören würde, wer weiß das schon?
Daß Gott nicht KANN - hm, irgendwie ist der Begriff Gott (jedenfalls bei mir) irgendwie ja schon mit dem Adjektiv omnipotent besetzt.
Vielleicht kann er einfach gar nicht, er ist vielleicht eine Art "höhere", aber eben nicht allmächtige Kraft.
Nun - zu Punkt 3: Wenn von den Atheisten verlangt wird, sie sollen die Existens Gottes einmal wohlwollend ins Auge fassen - warum denn nicht auch mal umgekehrt?
Was wäre schlimm, wenn es Gott nicht gäbe?
Was wäre so schlimm daran, mit dem Gedanken an einen endgülzigen Tod und der profanen Realität zu leben?
Wenn der Gedanke per se schon unerträglich wäre - entspringt der Glaube nicht vielleich nur dem Wunsch, es möge eben nicht so endlich und profan sein?

Ist das nicht auch mal eine Überlegung wert? denkt - Astrella
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