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Warum erschuf Gott den Verderber?












Sakina für alle.

@Zacharias
Zitat:
"Umwege erhöhen die Ortskenntnis!“


mffffgggg gnostik
Hallo Galater

Zitat:
Wenn Zeit ewig ist, dann ist Zeit nicht das, was wir Menschen uns unter Zeit vorstellen. Nichts, was der Zeit unterworfen ist kann ewig sein.
Folglich kann auch die Zeit nicht ewig sein.
Oder du redest von einer anderen Zeit.
- Wirr, oder kannst du nachvollziehen, was ich in etwa denke?


So wie ich dich verstehe redest du nicht von ZEIT sondern von „Zeiteinteilung“.
In der Dualität, sprechen wir von Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft.

Zitat:
Denn wenn Zeit ewig ist, dann kann sie auch gleichzeitig sein. Wenn sie aber gleichzeitig sein kann, dann nehmen wir nicht Zeit an sich wahr, sondern ein Nacheinander, und glauben, das wäre Zeit.

Ja, das ist die Sicht aus der Dualität.

Zitat:
Dieses Nacheinander ist ein Ergebnis der Materialisation der Energie. So ist Zeit, wie wir sie empfinden, unmittelbare Folge der Materie.


Nein, dem widerspricht Shri Krishna in der Bhagavad-Gita.

Die Zeit ist es, die die Schöpfung in Gang setzt. Aber Zeit hat auch einen Ursprung … - Gott.
Materie selbst ist ebenfalls eine ewige Energie, jedoch formlos, bewegungslos.
Sie wird als „niedere Energie“ bezeichnet. Vergleichbar mit dem Ton und dem Töpfer. Niedere und Höhere Energie. Der Ton selbst kann keine Form bilden.

Wenn du einen Stein hast, kann er sich nicht bewegen, es benötigt eine „höhere Kraft“ um ihn zu bewegen.
Im Shrimad-Bhagavatam wird erklärt, das die Schöpfung dadurch vollzogen wurde, das Shri Vishnu (Gott Vater) über das Pradhana blickt und gleichzeitig alle Seelen in das Pradhana eingehen. Das Pradhana ist; „alle materiellen Elemente die für die Schöpfung benötigt werden, in einem unmanifestierten Zustand“.
Der „Blick“ Shri Vishnu (Zeit) versetzt das pradhana in Erregung und so werden alle ursprünglich transzendentalen Lebewesen (Seelen - jivatma) gezwungen, materiell tätig zu sein = die jivatma‘s identifizieren sich durch Mahamaya (illusionierende Energie Gottes) mit Materie (ich bin der materielle Körper) und gehen materiellen Tätigkeiten nach.

Zitat:
Ewig aber ist nicht an Zeit, und damit auch unmöglich an Materie gebunden. Eine materielle Ewigkeit ist daher ausgeschlossen.


Richtig.

In der Transzendenz gibt es ebenfalls Tätigkeit, diese sind jedoch ewig. Da sie dem waren Selbst des ewigen Lebewesens entsprechen. So wie die Eigenschaft von Wasser „flüssig sein“ ist. In den Veden spricht man von „sanatana dharma“ - ewiger Tätigkeit, ewiger Eigenschaft.
(Befreiung aus dem Kreislauf von Tod und Geburt können wir erlangen wenn wir wieder diesen "ewigen Tätigkeiten" nachgehen)
Dort gibt es ebenfalls eine Abfolge von Zeit, aber da alles von ewigem Bestand ist und alles voller vollkommenem Wissen, gibt es keine illusorischen Tätigkeiten.
Auf der materiellen Ebene wird Zeit kala genannt und in der Transzendenz heißt sie sat, Ewigkeit.

Die Schöpfung ist "zweiteilig", und wird im Shrimad-Bahgavatam wie folgt beschrieben:

Prakrita - die primäre Schöpfung = die Schöpfung Shri Vishnus (SB 3.10.15)
1. Mahattattva (materielle Elemente)
2. falsches Ego, ahankara (feinstoffliches Element das bewirkt das wir uns mit Materie identifizieren)
3. Sinneswahrnehmung (Der Herr sieht, riecht, hört etc. also tun es auch die Lebewesen in der materiellen Welt)
4. Wissen und Fähigkeit zu arbeiten
5. die Herrschende Gottheit (Brahma, der "erstgeborene" Sohn Gottes)
6. Unwissenheit Dunkelhiet

Vaikrita - die sekundäre Schöpfung = diese wird von Brahma vollzogen (SB 3.10.18-30),
(Jesus Christus wird in den Veden als eine Inkarnation Brahmas erwähnt, irgend wo in den Evangelien heisst es doch "und er kam in sein Reich und sie erkannten ihn nicht"):
- die Planeten
7. unbewegliche Lebewesen wie Bäume und Pflanzen
8. Säugetiere, Reptilien Vögel usw.
9. Menschliche Formen
10. Halbgötter, Dämonen, Gandharvas (himmlische Wesen) und andere Wesen etc.

Gruss
Hallo jivatma,

sehr schön geschrieben. Ich brauche da immer etwas zeit, um das auch nachvollziehen zu können. Vor allem diese fremdartigen Bezeichnungen verwirren mich gründlich. Wenn ich mir die Beschriftung einer Schubalde nicht einprägen kann, wie soll ich da Ordnung ins System bekommen.
Immer Schublade auf - ach das ist ja das - nächste Schublade auf - ja, das habe ich gesucht -
Aber dennoch finde ich mich zurecht.

Mir ist etwas aufgefallen, wo ich unterschiedlicher Meinung bin.
Ich möchte nicht behaupten richtig zu liegen, ich möchte nur noch einmal genauer ausführen, wie ich die grundsätzliche Beziehung sehe von:
Energie - Zeit - Materie

Zitat:
Zitat:
Galater Dieses Nacheinander ist ein Ergebnis der Materialisation der Energie. So ist Zeit, wie wir sie empfinden, unmittelbare Folge der Materie.
jivatma
Nein, dem widerspricht Shri Krishna in der Bhagavad-Gita.

Die Zeit ist es, die die Schöpfung in Gang setzt. Aber Zeit hat auch einen Ursprung … - Gott.
Materie selbst ist ebenfalls eine ewige Energie, jedoch formlos, bewegungslos.
Sie wird als „niedere Energie“ bezeichnet. Vergleichbar mit dem Ton und dem Töpfer. Niedere und Höhere Energie. Der Ton selbst kann keine Form bilden.

Es war vielleicht unglücklich ausgedrückt, genauso hätte ich sagen können, daß Materie unmittelbare Folge der Zeit ist.
Ich sehe Zeit und Materie als sich gegenseitig bedingend und hervorbringend. Und zwar Zeit und Materie wie wir sie empfinden.
Und das alles ist in Wirklichkeit, die wir aber nicht wahrnehmen können, weil wir materielle Wesen sind, reine Energie (die Pradhana entspricht)
Soweit ist die Quantenphysik.

Und ab dann hört es bei mir auf. Dann ist mein Hirn zu klein, zu materiell, weil ja aus Materie. Wie sollte der Ton den Töpfer erkennen können?

Bernhard
Hallo Bernhard,

Zitat:
Es war vielleicht unglücklich ausgedrückt, genauso hätte ich sagen können, daß Materie unmittelbare Folge der Zeit ist.
Ich sehe Zeit und Materie als sich gegenseitig bedingend und hervorbringend. Und zwar Zeit und Materie wie wir sie empfinden.


Nun wir sprechen hier nur um Energien die unter der Führung der Höchsten Persönlichkeit Gottes stehen.
Die Analyse der Größen "Zeit und Materie" bringt uns nicht wirklich weiter.
Die Veden geben uns ein einfaches Beispiel.
Wir sind am Ufer eines Flusses und wünschen diesen zu überqueren. Dieser "Fluss" ist die "materielle Knechtschaft".
Was hilft es nun den Strand aufs genauste zu untersuchen ...
Das wichtigste ist, einen kundigen Fährmann zu finden.

Zitat:
Und das alles ist in Wirklichkeit, die wir aber nicht wahrnehmen können, weil wir materielle Wesen sind, reine Energie (die Pradhana entspricht)
Soweit ist die Quantenphysik.


Nun dem widerspricht Krishna in der BG. Wir sind nicht materiell. Wir können auch ohne Körper denken, fühlen und wünschen. Das Wesen der Seele ist "nitya cetanas", "ewig empfindend".
Und das Wesen der höchsten Persönlichkeit Gottes ist "nityo-nityanam catanas-cetanam" (Katha Upanishad 2.2.13), Er ist von allen ewigen und von allen empfindenden Wesen der Grösste und Höchste.

Zitat:
Und ab dann hört es bei mir auf. Dann ist mein Hirn zu klein, zu materiell, weil ja aus Materie. Wie sollte der Ton den Töpfer erkennen können?


Aus diesem Grund ist Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis auf "eigenen Wegen" nicht möglich. Und einfach nur zu denken "im Jenseits werd ich's dann sehen", ist ebenfalls töricht.
Das Gebet, so erklären die Veden, ist essentiell um spirituellen Fortschritt zu machen. Ich spreche nicht vom Gebet für einen vollen Magen, gesunden Körper oder unserer eigenen Vorstellung von Frieden ...
Diese Art von Gebete betrachten Gott nur als "Lieferanten" der eigenen Wünsche und Vorstellungen.
"Gebet" im vedischen Sinne bedeutet "Verbindungsaufnahme". Erst wenn wir uns mit dem transzendentalen Herrn verbinden, können wir unser eigenes transzendentales Wesen wieder erkennen. Wir gleichen Funken die aus dem Feuer gefallen und erloschen sind. Sobald sich der Funke jedoch wieder mit dem Feuer verbindet, wird sein wahres, ursprüngliches "feuriges" Wesen wiederentfacht.
Die Veden erklären, das das höchste Gebet aus den heiligen Namen Gottes selbst besteht. Denn diese Namen sind nicht verschieden vom Höchsten Herrn. ("geheiligt werde Dein Name")
Die Namen Gottes werden in den Veden als "Mantra" bezeichnet. Mantra setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. "Mana", Geist/Verstand und "tra", befreien.
Durch das rezitieren/anrufen der Namen Gottes nehmen wir eine direkte Verbindung mit dem Höchsten Herrn auf - in Form von transzendentaler Klangschwingung (denn der/die Name(n) Gottes ist nicht verschieden von Gott).

In meinem Fall ist es;
"Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna, Hare Hare,
Hare Rama Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare"

(dieser Mantra gilt laut Aussage der Kalisantarana Upanishad 5.6, als der Höchste und mächtigste aller Mantras, alle anderen Mantras sind in Ihm enthalten. Aus diesem Grund wird er auch als Maha-Mantra bezeichnet)

Gruss
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