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Warum erschuf Gott den Verderber?












Schönen guten Abend liebe Denker!

Wenn man nur die Verhältnisse des Diesseits in Betracht zieht, erkennt man lediglich, dass alles verdreht und manchmal sogar schizophren ist. Da ist die Psyche alles andere als normal. Und das treffen wir leider sehr oft.

Ich wage deshalb zu sagen, dass viele Teile des AT aus gespaltener Seelenverfassung - also aus einer krankhaften, zwiespältigen Sicht - verfasst wurden. So auch bei Jesaia, wenn mit äußerster Vehemenz geschrieben wird, dass Gott mit Absicht und direkt den Verderber schuf. Jehova war mit der Absicht, das Volk zum Eingottglauben zu zwingen, ein rachsüchtiger, wütender Gott, der den Menschen zur Rache den Satan zur Seite stellte.

Man beachte: Der Blick ist dabei ausschließlich auf die Verhältnisse der Welt gerichtet. Und wenn wir dies erkennen, dann sind wir gefordert, uns nicht nur vom alten Bannblick äußerer Gegebenheiten zu lösen (Mythisch der Todes-Blick der Medusa), sondern unsere Erkenntnis auszudehnen.

Das heißt nicht, dass wir das Ungute auf der Welt gutheißen sollen. Es ist gut und dringend erforderlich, dass wir uns innerlich gegen alle Untaten, Verbrechen und Widerwärtigkeiten zur Wehr setzen. Nötigenfalls mit dem Nachdruck öffentlichen Rechts. Wichtig ist, dass viele viele Menschen beginnen, eine tiefe Abneigung gegen das Böse zu entwickeln, ohne sich gleichzeitig auf die Anklägerbank zu setzen.

Die Stimmung "Ich mag das Schlechte nicht" fasst sich in Friedensbewegungen zusammen, wirkt auf seine Art ansteckend, erreicht immer mehr soziale Hinterhöfe. Und wenn es gut geht, auch Menschen, die an den Machthebeln der Welt sitzen.

Mit dem "Ich mag das Schlechte nicht" öffnet sich auch der Blick auf die höhere Bedeutung des Menschseins. Dieser Blick würde verhindern, dass Menschen einander umbringen. Er kann aber verursachen, dass die Menschen zum tiefen Sinn der Schöpfung finden wollen. Zuerst einzeln und mit persönlichen Vorstellungen, später in breiter Übereinstimmung: Spott, Sarkasmus und Kleines vergehen, um die geistige Welt in unser Leben zu nehmen.

Geistig ist: Gott empfinden, die eigene Seele wahrnehmen, sich der Lebensfreude auch nach dem kurzen Erdenleben sicher zu sein. Und wenn es gut geht, macht man Übungen, die geistig wirksam sind. Der Verderber verliert seine Bedeutung. Yoga, mentales Training, Meditationen, Einkehrtage etc. sind scharfe Waffen. Man kann das machen, muss es aber nicht, meint - reinwiel
Sakina für alle.

Wer sich mit dem Theodizee (Gott und das Böse) Problem beschäftigen will hat ziemlich viel zu tun.
Eine "kurze" Zusammenfassung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee
Nach dem 2then Weltkrieg wurde die Frage wieder gestellt . Zitat:
Angesichts der Größe des Bösen, die im Holocaust sichtbar wurde, haben viele Menschen die klassischen Sichtweisen dieses Problems neu untersucht. Wie können Menschen nach dem Holocaust noch an Gott glauben?
http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust-Theologie
und dann gibt es auch noch die Stichworte
Hiroshima und Nagasaki.
http://www.uni-kassel.de/fb5/friede.....en/hiroshima-buerger.html
hiermit kann mans auch probieren.
http://psydok.sulb.uni-saarland.de/.....oanalyse_der_Religion.pdf

mffffgggg gnostik
Hallo reinwiel,

Zitat:
Ich wage deshalb zu sagen, dass viele Teile des AT aus gespaltener Seelenverfassung - also aus einer krankhaften, zwiespältigen Sicht - verfasst wurden. So auch bei Jesaia, wenn mit äußerster Vehemenz geschrieben wird, dass Gott mit Absicht und direkt den Verderber schuf. Jehova war mit der Absicht, das Volk zum Eingottglauben zu zwingen, ein rachsüchtiger, wütender Gott, der den Menschen zur Rache den Satan zur Seite stellte.

Wäre jetzt nicht der Schluss zwingend, daß Jehova selbst eine Kreatur war?

Und erscheinen dann nicht Paulus, Marcion und Spinoza in neuem Licht.
Ich sage bewußt in neuem Licht, denn alle, die sich mit diesen außergewöhnlichen Menschen beschäftigt haben, sind doch davon ausgegangen, daß das ja gar nicht sein könne, und haben deshalb deren Aussagen niemals verstehen können, sondern immer - ich möchte mal sagen - Mist reininterpretiert. Und einer hat vom anderen abgeschrieben, und der Mist wurde parfümiert, und den Leuten als Wahrheit verkauft.

@gnostik

Liest du das alles auch selbst, was du da reinstellst?
Hast du auch eine eigene Meinung, oder bist du nur der Verlinker?

Ja, ich habe verstanden!
Jeder soll sich seine Meinung anhand der Fakten selbst bilden.
Eine objektive Meinung aus objektiven Fakten.

Ich glaub schon lange nicht mehr an den Weihnachtsmann.
Und fast schon so lange nicht mehr an Objektivität.

Gebt den Volk Brot und Spiele!
Und laßt sie an Objektivität glauben.

Nein gnostik, ich will deine subjektive Meinung hören.
Nicht weil ich sie zerfleddern möchte,
sondern weil ich wissen will, mit wem ich da kommuniziere.

Bernhard
Sakina für alle

Zitat:
@gnostik
Liest du das alles auch selbst, was du da reinstellst?


Ich versuche es, vieles natürlich nur oberflächlich aber ich versuche Kernaussagen zu finden.
Auserdem habe ich nicht den Anspruch eines endgultigen Standpunktes.

mffffgggg gnostik
Guten Morgen galater!

Wenigstens bei mir erfährst du, was ich persönlich denke. Wenn jemand etwas zitiert, dann ist es doch so: Ein kluger Mensch hat nachgedacht und der andere singt nur dieselben Strophen nach. Dabei verweist er stolz: Seht her, was ich alles weiß!

Hier beim Einbringen eines Beitrages besteht darüber hinaus sowohl beim Autor und auch beim Lesenden die Gefahr, sofort etwas als letztgültig anzusehen und zu generalisieren.

Wenn ich nun sage, hinter vielen Aussagen und Handlungen könne bei den so genannt heiligen Schriften und Texten eine krankhaft geteilte, ja schizophrene Psyche stehen, dann darf das natürlich nicht als absolut gesehen werden. Es steht ja von vornherein fest, dass das keine Festellung ist, die bedenkenlos auf alle Denker ausgedehnt werden muss.

Es ist in Wirklichkeit nur eine Aufforderung, nicht alles für bare Münze zu nehmen. Wichtig ist dann in jedem besonderen Fall, auf Eigenarten, Hintergründe und Zusammenhänge zu achten. Prüft und baut auf dem, was gut und wertvoll ist, sollte eigentlich die Devise sein.

Bei Jehova ist es nun so, dass er einerseits als der hohe Welterschaffer gepriesen wird, andererseits aber aus altem Empfinden nichts anderes darstellt, als einen grimmigen Wüstengott. Ist er das? Dies liegt hauptsächlich in der Auffassung der zwiespältigen Führer und Propheten. Sie hatten vielfach die krankafte Sucht, das Volk Israel zu verherrlichen und hervorzuheben. Vieles, aber nicht alles muss man so sehen.

Ein denkender Christ darf dann Paulus etwa so betrachten: In seinem Bewusstsein steckt noch das Gerechtigkeitsgefühl des alten Testamentes. In seiner Bekehrungsvision erlebt er nun die Hoheit Christi, die ihn solange mit Erblindung belegt, bis er innerlich glauben kann. Seine späteren Visionen führen ihn hoch hinauf, aber eher nur zur Weisheitssphäre. Er wird der große Prediger der hohen Gerechtigkeit Gottes. Alles baut bis heute auf diese Gerechtigkeit - und leider nicht auf die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes.

Paulus spaltet die Liebe von der Gerechtigkeit. Er will die Trennung, die Jesus zu seinem Vater im Himmel erlebt, durch die Gerechtigkeit erklären. Er sieht ja, dass Jesus Christus einerseits seine eigenen Worte verkündet und andererseits nur das spricht, was ihm sein Vater eingibt. Zusätzlich sagt Jesus Christus, dass er nur das tut, was sein Vater von ihm verlangt.

Noch zwiespältiger wird es, indem Jesus Christus bekannt gibt: Wer mich sieht, sieht den Vater. Und gerade deswegen gehen heute nicht wenige Forscher davon aus, dass Jesus Christus ein Gestörter, ein unseliger Illusionist war. Es ist erlaubt, darüber nachzudenken, meint - reinwiel
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