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Hallo Helle,
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| Vielleicht sind wir ja alle die Menschwerdung Gottes und nicht Jesus allein. |
Das sehe ich genauso. Das steht in der Bibel. dort ist es lediglich mit anderen Worten ausgedrückt:
Röm 8,14 Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! 16 So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
Und dazu aus dem Johannesevangelium:
1,17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. 18 Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.
Paulus beschreibt, daß wir alle Söhne Gottes sind. "Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht" Und er widerholt an dieser Stelle die Worte, mit denen Jesus Gott bezeichnet hat: Abba, Vater. Wir sind also mit Jesus gleichgestellt. Und diese Erkenntnis kam durch Jesus in die Welt. Wie Johannes es sagt: "Die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus". "Er hat Kunde gebracht". das sit der Kern der Botschaft Jesu. daß wir alle von Natur aus Teil dieses Gottes sind, und mit Recht uns Söhne (rsp. Töchter ) nennen dürfen. Vor Jesus fürchteten die Menschen Gott als etwas Fremdes, über ihnen Stehendes, Bedrohliches und Erschreckendes. Natürlich hatte der "Gott" des AT auch milde Züge, aber in seiner Gesamtheit war er zu fürchten, und nicht zu lieben. Dem Gott des AT mußte man unterwürfig begegnen. Wie aber soll man auf etwas vertrauen, was man fürchtet? Aber natürlich waren die Menschen damals schon genauso Söhne und Töchter Gottes, wie sie es jetzt auch sind. Aber sie hatten ein falsches Bild von Gott. Sie wußten nichts über den wahren Gott. Und gingen deshalb den falschen Weg.
Jesus hat den Menschen die Wahrheit gebracht. Die Kunde von dem gnädigen Gott; vom dem Gott, der jeden annimmt, so wie er ist. Dies ist der Kern der frohen Botschaft, und sie trägt mit Recht diesen Namen. Jeder Mensch, jedes Geschöpf Gottes ist teilhaftig an der Herrlichkeit Gottes, die doch so viel mehr ist, als wir es uns vorstellen können. Da verlieren Fragen nach dem Sinn der Schöpfung ihre Bedeutung. Gott ist größer als alles, was wir uns unter größer vorstellen können.
Und wir sind ein Teil dieses großen ganzen. Ein Teil, der nie verlorengehen kann. Der sich nur selbst abtrennen kann. Der sich aber immer vertrauensvoll an diese Allmacht wenden kann, mit den einfachen, für uns bedeutsamen Worten: Abba, Vater. Wie ein Kind, das ohne Ängste und ohne Argwohn zu seinem Vater geht, und sich dort wohl fühlt. Es braucht nichts anderes. Gott allein genügt.
Diesen Gott hat Jesus verkündet. Als Mesnch wie du und ich war er dennoch in besonderer Weise von Gott erfüllt. Er hatte sicherlich heilende Kräfte, wie auch viele Menschen vor und nach ihm. Aber er hatte zusätzlich die Erkenntnis von dem Wesen Gottes, er war in unvorstellbar hohem Maße mit Gott verbunden. Aber er ging nicht den Weg des Heilers. Er fühlte eine andere Bestimmung in sich. - Die Menschen zu befreien von ihrer falschen Gottesvorstellung. Den Menschen den Weg zu Gott zu ermöglichen, so wie es ihm möglich war. Die Botschaft vom gnädigen Gott zu verkünden. Er hätte seine heilenden Kräfte auch nur für sich selbst einsetzen können. Er hätte sicher gut davon leben können. Aber dann wäre der Welt vielleicht weitere hunderte Jahre die Botschaft verborgen gewesen. Und er wußte es. Er kannte die Wahrheit. Sie war ihm von Gott gegeben. Er hatte durchaus eine Wahl. Und es fiel ihm sicher nicht "göttlich" einfach, der Versuchung zu widerstehen, was im Matthäusevangelium ausgedrückt ist: "Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest" Ja, er hätte egoistsicher sein können, an sich denken, - was soll dieser "Auftrag" ich bin ich, ich wäre doch blöd, diese Karriere eines anerkannten und erfolgreichen und wohlhabenden Wunderheilers einzutauschen gegen ein Leben, wo ich morgens nicht weiß, wo ich abends schlafen werde. Ja, natürlch hätte Jesus so entscheiden können. Aber er hätte sich selbst verraten. Er hätte seine Erkenntnis verraten. Er hätte seine Hoffnung verraten. Er hätte die Hoffnung der Welt verraten. Er hätte den in ihm wohnenden Egoismus höher gestellt als seine göttliche Aufgabe. Er hätte den Teufel höher gestellt als Gott. Er hätte den Teufel angebetet. Deshalb war seine Antwort auf diese Versuchung: Hinweg Satan.
Dieses Wort taucht am Ende seines Weges noch einmal auf. Hinweg satan, sagt er zu Petrus, der wieder genau diesen Egoismus von Jesus fordert, als er ihn hindern will, nach Jerusalem hinaufzugehen. Jesus ist doch immer noch in diesem Kampf. Er betet doch selbst jeden Tag zu Gott, und bittet um Kraft und Führung. Und seine menschliche Schwachheit will doch auch weglaufen vor dem, was ihn in Jerusalem erwarten wird. Und dann kommt sogar noch sein Freund Simon, und rührt in dieselbe Wunde. "hinweg Satan" bricht es aus ihm heraus. Soll er jetzt davonlaufen? Dann würde er alles verleugnen, was er seinen Jüngern über das Vertrauen in Gott gesagt hat. Vertrauen predigen ist eine Sache. Aber Vertaruen haben, wenn es darauf ankommt? Um dieses Vertrauen betete Jesus am Ölberg. Zweifel? Natürlich hatte er die. Versuchte er nicht gerade Gott? Wie konnte er als armseliger Mensch diese Vermessenheit haben, wider aller Vernunft sein Leben wegzuwerfen. Wie konnte er sich anmaßen, von Gott auch nur zu erwarten, daß er ihm in diesem Irrsin auch noch beistehen würde? Zweifel? Ja, die dürfte er zu Genüge gehabt haben. Und Angst. Einfache menschliche Angst. Vor dem, was vor ihm lag. Er hatte schon viele Kreuzigungen erlebt. Einfache Angst, ebenso verlassen dazuhängen. Zu warten, bis der Tod kommt, um von den Schmerzen zu erlösen.
Sein Weg, seine Wahl, er hätte ihn nicht gehen müssen.
Ihn zwang seine Botschaft vom gnädigen Gott, seine Kenntnis vom Wesen Gottes, "der am Herzen des vaters ruht". Er wußte, daß er ein Teil dieses Vaters war und ist. Er wußte, daß seine irdische Exixtenz etwas wertvolles und wunderbares, aber nicht das Wesen ist. Und darauf vertraute er. Einzugehen in Gott. Eins werden mit seinem Vater. So wie jeder Mensch eins werden kann mit seinem Vater. Und Gott hat Jesus am dritten tag auferweckt. Als Zeichen, als Siegel der Botschaft und des Weges dieses Menschen. Als Zeichen, daß es den Menschen möglich ist, ihren Egoismus zu überwinden, im Vertrauen auf Gott. Nicht aus Furcht vor Strafe, sondern im Vertrauen auf die Gnade Gottes.
Joh 14,20 Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.
Auch wir können in diesem Vertrauen voll Hoffnung in die Zukunft schauen.
Das wünsche ich dir.
Galater
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Was hat Diebstahl mit Religion zu tun?
Diebstahl ist in erster Linie ein reines Kaptalverbrechen. Wen eine Religion dazu Stellung nimmt, schön, bleibt dennoch eine zivilrechtliche- bzw. von staatswegen zu verfolgende Strafsache! Dass es zudem vom religiösen Standpunkt auch zu "verwerfen" ist, dürfte durchaus zweitrangig sein...
Gruß
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Hallo Inanna und Galater,
danke für Eure umfangreichen Antworten. Die haben mich sehr ermutigt.
Ich muss das Ganze aber erst einmal mal sacken lassen und kann gar nicht darauf antworten.
Übrigens Inanna, ich bin eine Frau. (Du schreibst immer "lieber")
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Schön, dass Du eine Frau bist, Helle!
Inanna
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Hallo Galater,
jetzt muss ich aber doch noch èinmal nachfragen, auch wenn es nicht ganz zum Thema passt.
Was verstehtst Du denn unter dem Teufel?
Damit meine ich jetzt keine bibellexikalische Auslegung im Sinne von "Entzweier", "Lügner", etc. sondern Deine persönliche Vorstellung.
Deine Beschreibung von viel positiver Energie und der Kälte, dem Nichst kenne ich.
Wie passt dort aber dieses personifizierte Bild vom Teufel hinein? Denkende Antimaterie?
Die Bibel sagt ja auch nicht viel über dessen Herkunft, versteht ihn aber offensichtlich als eine ganauso reale "Person" wie Gott.
Gruß
Helle
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