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Du musst nur richtig hinhören (wollen)
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Helle: wie siehst Du denn Jesus - im Groben (ohen dass ich mir die fünf Links durchlesen muss) ?
Ist er D E R Sohn Gottes oder eher Verkünder, dass wir alles Kinder Gottes sein können?
Woher hatte er seine Gaben Kranke zu heilen und Tote zu erwecken? Ist er als Schamane zu betrachten? Ist er auferstanden oder haben die Römer seine Leiche verschwinden lassen?
Grund meiner Fragen : Wie kann man an Jesus als Christus glauben, wenn er nicht erfahrbar ist, wie es in der Bibel versprochen ist.
"Klopfet an ...." usw. |
Helle, das habe ich mich auch schon die ganze Zeit gefragt - gehen wir davon aus, daß Gott Geist ist - eine Größe, die alles regelt, auch wenn es uns nicht so erscheint, dann wird er es nicht nötig haben, etwas Körperliches zu schaffen - also ist es anders - nur wie ?
Daß Menschen sich eine Menge zurechtgebogen haben und nach ihrer Vorstellung aufgeschrieben, ist auch klar - doch wenn der Geist groß ist und in allem enthalten - selbst in uns - Atem - Hauch - Lebensodem - Seele - Geist - dann sagt uns dieses Große durch den Geist, wie wir etwas sehen müssen und damit wir wahrscheinlich nicht so übermütig werden und unser Wissen noch mehr zu unserem Nachteil benutzen, hat der Geist überall seine Samen gesetzt - (ist jetzt nur so mal mein Gedankengang, der ja vollkommen schief liegen kann - wer weiß schon die allselig machende Wahrheit und Weisheit ) und dieser Samen ist entsprechend der Kulturen in der Welt gesät worden, ausgehend von den klimatischen und geografisch vorhandenen Gegebenheiten. Ein Mensch in der Wüste lebt nun mal anders und muß es auch, als ein Mensch mit viel Fauna und Flora.
Damit aber die Menschen, die sicherlich vor Jahrtausenden noch ziemlich grob waren, keine Werte kannten und eher wüst lebten - so nach dem Recht des Stärkeren handelten, eine moralische Linie bekamen, kam Jesus - egal, wie das alles entstand im Laufe der nächsten Jahrtausende, aber damit gab es Gesetze, die die moralischen Werte vorgaben und anordneten - wenn sich das auch erst allmählich entwickelte - er Mensch war also gefordert, sein Mitgefühl für Mitmenschen und andere Mitgeschöpfe zu entwickeln - langsam und stetig höhlt jeder Tropfen den Stein aus - wir sind natürlich noch lange nicht damit fertig, wie wir erkennen, wenn wir uns in der Welt umschauen - das ist genauso mühsam, wie die Treppen zur chinesischen Mauer hoch zu klettern, aber der 200. Stufe muß man erst mal stehen bleiben und tief Luft holen.
Ist alles nur so in meinem Kopf - Fantasiebereich - denn ich habe schon immer gefragt: wie kann ich mir Jesus vorstellen - den historischen und den mystischen - ein Francesco Carotta hat sogar die These aufgestellt, daß die römischen Soldaten, die mit dem jüdischen Volk haderten, niemals einen Juden auf ihre Fahnen geschrieben hätten und deshalb hätten sie Cäsar angebetet - aber durch Verwicklungen wurde das angeblich in den Schriften verfälscht - aber es gibt so viel Sinniges und Unsinniges - und jeder, der über Jesus schreibt, beschreibt nur seine eigene Fantasie, wie er/sie ihn sehen möchten - denn es gibt - sage und schreibe über 8000 Bücher über Jesus und die kann man unmöglich lesen - also macht man sich auf die Suche, ihn selbst zu finden - was symbolisiert Jesus - das Christusbewußtsein und was sagt Angelus Silesius über den Christus - sprich das Christusbewußtsein - es ist das Gute in den Menschen und das soll Jesus vorgelebt haben in der kurzen Zeit seines Wirkens.
Heinrich Heine meinte dazu:
"Das Christentum ist eine Idee, und als solche unzerstörbar und unsterblich, wie jede Idee."
Der Mensch von heute will ja alles ganz genau wissen - also forscht er - und kommt so auf verschiedene Weise in Berührung mit der Person um Jesus - und wie eine Autorin einmal eine Antwort einem Leser gab, in der Form, daß sie sagte: jeder soll sich Jesus so vorstellen, daß es ihm/ihr Vorbild ist - er bleibt fiktiv, solange es so widersprüchliche Belege gibt - manche sehen ihn als Avatar, als Weltenlehrer, als Sohn Gottes, als einen spirituellen Meister oder als Gott - es ist egal - wichtig, so schreibt auch Aivanhov, ist, daß man das Gute im Wirken als Vorbild nimmt - denn ganz genau weiß niemand etwas über die Person Jesus.
Mehr kann ich Dir darüber nicht sagen - mich stört nur manchmal, wenn Menschen alles so erklären, als wüßten sie es ganz genau - ich weiß es nicht, gebe ich zu - ich stelle nur fest, daß es zu viele Widersprüchlichkeiten gibt und da ich nie einen Guru oder Lehrer hatte, bin ich selbst auf der Suche - da kann ich keinem anderen helfen.
Angelus Silesius
Das innere Licht
Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.
Angelus Silesius. Christus in dir geboren? Was heisst das? Es heisst, Christus, das Licht, in dir ge … mehr »
Der rote Faden
quelle: angelius Silesius + christus
Es wird Dir nichts nützen, meine Aussagen und ich bin beileibe nicht geneigt, anderen ihren Glauben zu nehmen - wenn sie ganz fest daran glauben.
Nur bei mir, da kommt noch viel Ratio ins Spiel. Und wenn er eines Tages in meinem Traum erscheint und mit mir spricht, dann ist es auch nur subjektiv von mir gesehen - vielleicht sollte sich jeder andere Mensch auf den Weg machen - ich trappel da schon eine ganze Weile.
Aber ich bin auch nicht geneigt, irgend welche Vorgaben von irgendwelchen Lehrern, Offenbarern, Propheten und anderen spirituellen Lehrern bedingungslos anzunehmen, wenn im Innern beim Lesen deren Vorgaben keine Wärme in mir ankommt.
Eher sind es die Mystiker, die mir sehr viel geben. Erfahrbar wird erst etwas, wenn es in einem selbst geschieht - in welcher Form auch immer. Es muß innen drin ankommen - muß ein Echo erzeugen - ein wunderbares Gefühl - eine Wärme, die kein Ofen spenden kann - es muß dich richtig durchwalken - und es gehört nur dir - es ist nie vermittelbar - nicht vergleichbar mit Erfahrungen irgendwelcher synthetischen Drogen - es ist ganz im Menschen selbst - persönlich - unwiderbringlich - es ist da - es IST einfach. Das kann keiner nehmen - das kann dir nur geben - das wirst nur du erfahren - Gott wird in dir leben.
Und jetzt weiß ich nicht mal, ob Du mich verstehst, wie ich das meine.
Gruß
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| Öhm .... um was geht es eigentlich gerade?
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Der Glaube an Jesus Christus ist deutlich erfahrbar.
Zb wenn man betet "Nehme meine Last von mir Herr Jesus!" dann geschiet einem was wunderbares, man bekommt aufeinmal ein unbeschreibliches glückliches Gefühl, so dass alle Lasten von einem entfernt wurden.
Viele Christen bestätigen dieses Gefühl, viele Freunde hatten dasselbe Gefühl(Christen).
Man fühlt sich plötzlich frei, glücklich und sehr wohl.
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Hallo Sakon,
also das mit dem Beten und Erfahren, kann ich nicht bestätigen. Für mich ist Jesus als Christus nicht erfahrbar. Er erscheint mir auch nicht im Traum, um mich eines Besseren zu belehren. Auch wenn ich Gott frage, wer Jesus ist, bekomme ich keine Antwort.
Dein Erleben ist subjektiv. Und es ist absolut schön für Dich, wenn es Dir damit gut geht. Ich wünsche Dir, dass du Deinen Glauben nicht verlierst, aber auf der anderen Seite, kann man andere nicht mit seinen Erfahrungen von der "Wirklichkeit" (im wahrsten Sinne des Wortes) Jesu überzeugen.
Wenn ich mich ausspreche, sei es in Form von Selbsgesprächen oder bei einer Freundin o. Ä., fühle ich mich hinterher auch glücklicher als vorher. Verstanden zu werden macht glücklich. Wenn ich mit mir selbst rede, verstehe ich mich hinterher auch besser. Und so ist es mit dem Gebet doch auch. Wenn ich an ein Gegenüber glauben kann, das mich liebt und versteht und noch dazu den Glauben habe, dass es die Dinge nun zu meinem Besten regelt, geht es mir zunächst besser, weil Hoffnung da ist.
Wenn sich aber nichts ändert, wenn die Hoffnung stirbt und wenn es keine Reaktion auf Gebet gibt, dann gerät das, was Du beschreibst ins Wanken.
Und das was andere erfahren, hilft einem nicht, wenn man es nicht selber erleben kann.
Gruß
Helle
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