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Warum die Bibel Menschenwerk ist...












@Josefin
Nicht ganz, wenn Du eine schöne Villa siehst, mit einem Swimming-Pool nach Deinen Wünschen, kannst nicht einfach hineingehen und Dich reinplatschen lassen. Es würde u.U. die Freiheit des Besitzers "veletzen".
Hallo Gabriele,

Du hattest mich gefragt, wie ich Freiheit definiere.

Ich hatte mein Zitat auf deine Frage gebracht, ob es denn gut sei, wenn Menschen, die im Glauben noch Kinder sind, alles machen dürften.
Ich hatte deinen Einwurf so verstanden, daß "Kinder" manchmal eine erzieherische Führung brauchen.
Das mag so sein, darf aber nicht zum Selbstzweck werden.

Also muß das Ziel die Freiheit des Menschen von religiösen Vorschriften sein. Und genau das hat Jesus gelebt. Ihn hat keine religiöse Vorschrift gekümmert. Kein Gesetz ließ er bestehen. Er wollte die Menschen zu würdigen Töchtern und Söhnen Gottes machen, und nicht zu unterwürfigen Sklaven. Erst als Söhne und Töchter Gottes haben wir teil an ihm. Erst wenn wir an ihm teilhaben, sind wir fähig, den Glauben zu entwickeln, der uns Berge versetzen läßt. Ein Sklave, der den Willen seines Herrn tut, weil er Angst vor Strafe hat, der wird niemals jenes Vertrauen in sich wachsen spüren, das fähig macht, Jesus nachzufolgen. Und auszuharren, wenn es übel kommt. Dann nicht zu jammern, sondern es als Teil unseres Lebensweges anzunehmen, als Teil unserer Bestimmung.

Jesus brachte ein Gebot in die Welt: "Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt." Joh 13,34f

- Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid. -
Nicht am Einhalten von Vorschriften, sondern am Befolgen dieses einen Gebotes.
Die Menschen haben ein Regelwerk daraus gemacht. Auf der Basis der menschlichen Erkenntnisse, daß man eben eine Führung braucht, daß manche Dinge eben schaden, daß die Gefahr besteht, daß die Menschen ihre Freiheit, die von Christus gegeben ist, mißbrauchen. Sicherlich ist das geschehen, und es wird auch immer wieder geschehen. Aber dennoch dürfen wir diese Freiheit von allen Vorschriften nicht aufgeben. Sonst geben wir unser Geschenk der Sohnschaft auf. Dann sind wir wieder Sklaven, weit von der Erlösung entfernt.
"Wenn ihr einander liebt", mehr braucht es nicht. Das meint Paulus, wenn er schreibt:
"Zur Freiheit hat uns Christus befreit, lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen"
Jede, ich sage ausdrücklich - jede - religiöse Vorschrift ist solch ein Zeichen der Unfreiheit, der Knechtschaft. Ein freier Mensch läßt sich nicht beherrschen. Das ist der Grund, weshalb alle Religionen versucht haben, und immer noch versuchen, den Menschen Gesetze aufzubürden, und von der Befolgung dieser Gesetze das Seelenheil abhängig zu machen.
Dieses Seelenheil kann aber keine Religion geben, das gibt Gott allein. Vor Gott gelten keine menschlichen Gesetze. Er schaut in unser Herz, und er weiß alles. Er weiß alles, weil wir ein Teil jenes Unvorstellbaren sind.
Du hattest mich gefragt, wie ich Gott sehe.
Mein "Bild" von Gott ist sehr unterschieden von dem, welches die meisten Menschen haben. Mein "Gott" ist nicht personalisiert, das dürfte der wichtigste Unterschied sein. Jede Beschreibung von mir wird man mit Gegenargumenten angreifen oder zumindest kommentieren können. Dennoch werde ich es versuchen.
Für mich ist Gott die Fülle aller positiven Energien der Universen.
Es gibt nur positive Energie, die eine mehr, die andere nur extrem gering. Demgegenüber steht das Nichts, in dem keine positive Energie mehr fühlbar ist, die Verdammnis, das Getrenntsein von Gott, die ewige Verlorenheit in der unendlichen Kälte.
Wir hier auf der Erde haben die Möglichkeit, uns diesem oder auch jenem Zustand anzunähern. Wir sind in unserer ganzen Existenz ein Teil jenes Unvorstellbaren. Wir sind durch die Materie an Raum und Zeit gebunden, aber im Grunde sind wir untrennbar mit jener anderen Existenzform verbunden, in die wir wieder eingehen werden. Ob in Fülle oder mit schaudern und frösteln, wir haben es in der Hand. Indem wir jetzt schon die Verbindung suchen, den Weg gehen, der uns dieser Erfüllung in Freude näherbringt.

Ich könnte noch stundenlang schreiben, aber ich glaube, es wird grad unübersichtlich. Wer schreibt schon über "Gott"?

LG Bernhard
Zitat:
galater319: Für mich ist Gott die Fülle aller positiven Energien der Universen.


Wir fangen an, das Bild Gottes zu verändern.

Ich vermute mal, daß Du in diese Richtung steuerst.

Aufgrund der vielen Einflüsse, im Zuge der Globalisierung bleibt es nicht aus, daß wir mit den Inhalten anderer Religionen vertraut gemacht werden. So fließt vieles ineinander - man denkt nach und überlegt und versucht zu schlußfolgern. Es arbeitet in Hirn und Herz dann immer weiter.
*seufz* ich versuche auch, Jesus irgendwie anders einzuordnen, als das Verordnete - vielleicht auch aufgrund von Schlüsselerlebnissen.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich komme vorwärts, dann überkommt es mich und ich habe die Vermutung, ich bin mal wieder wie am Anfang zurück gefallen. Was kann ich glauben ? Das Rädchen im Kopf will sich im Zahnwerkgetriebe einordnen - mein Rädchen ist immer noch nicht an seinem Platz


quelle: alice bailey + jesus paulus

Zitat:
Doch heute ist Christus der Menschheit näher als in allen früheren Zeiten der menschlichen Geschichte; er ist näher, als es der Jünger in heissestem Sehnen und Hoffen erwartet, und er kann uns noch viel näher kommen, wenn das hier Gesagte recht verstanden und allen Menschen zur Kenntnis gebracht wird. Denn Christus gehört der ganzen Menschheit, nicht allein den Kirchen und Glaubensbekenntnissen in der Welt.


Die ersten fünf Links - es geht um eine neue Sicht von und über Jesus und Paulus, was aber vehement in der Kritik steht.
Zitat:


Netnews Association; Alice Bailey & Djwhal Khul / Esoterische ...... wenn Vergebung eine tägliche Bejahung im Sinne des Apostels Paulus wird, der sagte: «Vergesset die Dinge, die hinter euch liegen, strebet vorwärts», ...
laluni.helloyou.ws/netnews/bkgr/cab2100/file2160.html
Hallo Gabriele,

wie siehst Du denn Jesus - im Groben (ohen dass ich mir die fünf Links durchlesen muss) ?

Ist er D E R Sohn Gottes oder eher Verkünder, dass wir alles Kinder Gottes sein können?

Woher hatte er seine Gaben Kranke zu heilen und Tote zu erwecken? Ist er als Schamane zu betrachten? Ist er auferstanden oder haben die Römer seine Leiche verschwinden lassen?

Grund meiner Fragen : Wie kann man an Jesus als Christus glauben, wenn er nicht erfahrbar ist, wie es in der Bibel versprochen ist.
"Klopfet an ...." usw.

Gruß

Helle
Bibel = Gotteswort in Menschenwort!
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