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Zeitgeist












Zitat:
Die Bibel ist wohl die am besten untersuchte Schrift der Welt. Behaupte ich mal dreist.
Und meinen Glauben beziehe ich nicht aus der Schrift!


Die Autoren sind schon lange tot und viel weiß man nicht über sie. Ich wollte nicht auf Deinen Glauben hinaus, sondern auf Deine Gewissheit. Du magst zwar mit der Kirche nicht gerade dicke zu sein, aber Du bedienst Dich ihrer Version der Geschichte. Was wäre daran so verwunderlich, wenn diese Geschichte, verfasst vom Angestellten eines Tyrannen, der nicht viel mit dem Christentum zu tun hatte, es mehr als Instrument benutzte, ja wenn diese Geschichte nicht ganz korrekt ist?

Zitat:
Daß der Mensch Grenzen hat, ist unsere Erfahrung. Religion kann uns beim Versuch der Überwindung dieser Grenzen führen. Glaube überwindet diese Grenzen.


Ich persönlich sehe keine einzige Grenze, Hürden vielleicht. Die sind aber nicht so hoch als das ich eines Tages drüber kommen werden. Das macht auch nicht mein Glauben, dass mache ich.


Zitat:
Denkt ihr wirklich, der Herr braucht solche Opfer, solche Öpferchen?
Wißt ihr nicht, daß ein aufrichtiges Herz und die Liebe das ist, was Gott gefällt


Siehst Du darauf wollte ich im Prinzip hinaus. Ich teile nicht die Ansicht, des Filmes, dass alles eine astronomische Allegorie ist, aber auch nicht, dass Jesus wirklich gelebt hat und das er der einzige ist, der die Passion durchlebt hat - das scheint mit immer mehr völlig absurd.

Das was die Kirche macht ist nur das fahle Schimmern, eines Rituals, dass einst den 'menschlichen' erheben sollte und zum Selbstzweck existiert. Ich erkenne da noch kaum Sinn drin, also warum so etwas machen?


Zitat:
Ja, das könnte ich fragen. Wer bin ich aber, daß ich meine Brüder und Schwestern richte?


Man muss doch nicht gleich richten. Für Millionen von Menschen ist die Kirche sicher das richtige, genau passend.


Zitat:
Die Rolle der Kirche als Mittler zwischen Gott und den Menschen ist gescheitert.


...wenn sie je dazu in der Lage gewesen wäre. Vielleicht sollte man damit beginnen die Bänke heraus zu reißen und nen schönen flauschigen Teppich zu verlegen. Als ob Gott ne Strichliste machen würde, wer am längsten auf diesen Balken knien kann. Das fand ich grässlich!

Zitat:
Die Kirche ist die Gemeinschaft aller Glaubenden, die Gott suchen. Und das kann nicht an eine Institution delegiert sein.


Die Institution an sich kann schon sinnvoll sein, sie sollte aber sie sollte von unten aufgebaut werden und nicht von oben verteidigt.

Zitat:
Und dennoch gehe ich in die Kirche. Nur wenn ich dort hingehe werde ich dort gehört. Und kann versuchen, ganz kleine Schritte zu gehen.


Du willst etwas gescheitertes verändern?


Zitat:
Diese Mythen haben stattgefunden. Der Kern ist Wahrheit.


Mythen wurden damals schon nicht als wirklich erachtet, weil man wusste, dass sie von Menschen geschaffen worden sind. Der Begriff 'Mythos' bedeutete damals nicht 'Legende' oder etwas unwahres, nein, er war ein bewusst geschaffenes Bild um den Menschen eine tiefere spirituelle Wahrheit zu vermitteln. Wer den äußeren Mythos begriffen hatte, der wurde in den inneren Mythos eingeweiht, mit Ritualen wie der Eucharistie, um die Bedeutung auch spirituell zu begreifen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Es war nie eine Frage für die Menschen, ob der Mythos nun wahr oder falsch ist, sie wussten es. Die Geschichte war falsch, die Botschaft wahr.
Es wird zur Zeit sehr viel über Jesus und den Glauben diskutiert - sicherlich bewegt es viele Menschen - und ob uns noch lange diese Offenheit gestattet ist, das weiß man nicht - vielleicht kommen einmal andere Zeiten. Hier ein Ausschnitt aus einem Forum.


Zitat:
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zu dem eigentlichen Thema...

Wessen Idee war die Dreifaltigkeit? Oder wer hat die Kreuzigung zu einem Element des Herauskaufens von Sünden gemacht? Dies und noch mehr hatte Paulus durchgesetzt und dazu seinem Schüler Lukas angeordnet es niederzuschreiben … es ist bekannt dass Paulus intelligent und hoch gebildet war, er hat sich sehr gut im griechischen Kulturkreis ausgekannt, vor allem in der griechischen Philosophie …dazu war die griechische Sprache zur Lebzeiten Pauls auf dem Gebiet Palästinas anwesend … weiterhin ist die Tatsache bekannt dass Paulus sich gut über die jüdischen (Glaubens) Lehren auskannte als auch über diejenigen Trinitätideen die von den Persern, Ägypter und Babylonier seitens ihnen, den Juden, übernommen (eher überliefert) wurden! Da Juden sowohl in Babylon (Mesopotamien) als auch in Ägypten unter den Götzendiener (Polytheisten) eine sehr lange Zeit verweilten ist es kein Wunder dass sie sich in den diversen polytheistischen Glaubensrichtungen auskannten… zum Beispiel mussten sich die Kinder Israels unter Zwang die öffentlichen Vorführungen über die, nebenbei falsche, Gottheit Namens Bal anschauen … in Babylon und anderen damaligen mesopotamischen Stadtstaaten … dies hat Paulus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gewusst … weiterhin waren die Lehren Budhas und die Lehren des Mitra (Persien) zur dieser Zeit in Palästina nichts neues … all dies ist Jesu dem Messias vorangegangen! Hingegen hatte Jesu, Friede sei mit ihm, niemals so etwas gesagt was Paulus behauptet… Jesu, Friede sei mit ihm, hat alles von sich gegeben um in den Monotheismus zu rufen, mit anderen Worten in die Anbetung des Einen Gottes, Einen Einzigen Schöpfer, Der alles erschaffen hat und Dem nichts gleich oder ebenbürtig sein kann… denn das ist primär die Aufgabe eines jeden Propheten!

Es bestehen außerdem sehr große Ähnlichkeiten unter dem Polyhteismus der alten Völker und dem Christentum was Historiker und Glaubensforscher eindeutig festgestellt haben. Das dient als Beweis dafür dass Paulus sich die Trinität irgendwo bei den Götzendiener abgeschaut hat. Das Wesen christlichen Glaubens ist die Lehre von drei Stadien Gott… eine Lehre die sich bei den alten Götzendiener in Europa, Indien, China, Ägypten und anderswo auf dem Erdball wieder findet. Ähnlichkeiten der "drei Stadien" finden sich bei den Assyrer, Tataren und den Einwohnern Sibiriens. All diese Völker kannten schon vor der Ankunft des Propheten Jesu, as, die Trinität. Noch interessanter ist dass die Hindus ihre Dreifaltigkeit „Gott mit drei Gesichtern“ oder „Gott mit drei Wesensarten“ nannten gleichbedeutend der christlichen Vorstellung. Der beste Beweis dafür ist die hinduistische „Trimurti“ (göttliche Dreifaltigkeit) … das kommt von Sanskrit Tri (drei) und „murti“ (Person, Persönlichkeit) … wie allen bekannt sind diese drei „Götter“ Brahma, Vishnu und Shiva die als solche untereinander unzertrennlich sind. Alle diese drei „Gottheiten“ repräsentieren gemeinsam den Einen Schöpfer, Erhalter oder Zerstörer (der alles vernichtet). Brahma wird als Schöpfer betrachtet und ist dem Wesen des Vater Gottes identisch, Vishnu ist der große Erhalter und Lenker über das menschliche Schicksaal und wird dem Sohn Gottes gleichgesetzt und Shiva ist der Zerstörer des Lebens (Vernichter) aber auch derjenige der wieder zum Leben erweckt wird als der Heilige Geist gesehen. Wie man sieht ist die Ähnlichkeit des Christentums mit dem Hinduismus hier sehr groß. Hindus haben weiterhin in ihren Lehren eine andere Art von Dreifaltigkeit als „Glaubensrichtung“ was in Moment keine Rolle spielt.

Ein weiterer Beweis dass sich das christliche Art des Glaubens an die Dreifaltigkeit von anderen Götzendiener nicht unterscheidet ist die Lehre des Mitra (Persien 600 vor Chr. = Höhepunkt). Dieser Glaube breitete sich bis nach Großbritannien (während des Röm. Reichs) und war auch keine Neuheit von der Paulus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wusste. Wie alle schon wissen war Mitra der Vermittler zwischen Gott und den Menschen der in einer Höhle am 25.Dezember (!) geboren wurde. Mitra ist gestorben damit er so auf die Art die Menschen von Sünden befreit, rettet (!), … er hatte 12 Schüler (!) … ist nach seinem Tod wieder aufgestanden (!) und hat dann weitergelebt … er ist in den Himmel vor den Augen seiner Schüler aufgestiegen (!) während sie ihn anbeteten … Mitra wurde auch Erlöser und Erretter genannt … seine Anhänger haben sich in seinen Namen gekreuzigt … zum Andenken an ihn haben seine Anhänger jährlich ein heiliges Abendmahl (!) veranstaltet … usw. Die Lehre des Mitra verschwand im römischen Reich solange nicht bis es nicht endgültig mit Christentum verschmolz.

War Jesu, Friede sei mit ihm, ein Polytheist?
Die Antwort ist ein fettes Nein! Jeder der sich mit dem Niederschreiben der Evangelien ein wenig auskennt wird feststellen was Sache ist, nämlich dass Paulus einen großen Teil der ursprünglichen frohen Botschaft veränderte. Gibt es ein Jesu Evangelium? Nein! Was gibt es dann? Evangelien dessen Autoren (ein Haufen Mysterien sind) dazu Spekulationen und Wunschvorstellungen.

Die Wahrheit ist dass Jesu, Friede sei mit ihm, ein echter Monotheist war der in die Anbetung des Einen und Einzigen Schöpfer Gottes gerufen hat! Er wird am Tage des Jüngsten Gerichts verneinen irgendetwas von den Gebeten „seiner“ Anhänger gehört zu haben! Friede sei mit ihm als er in diese Welt kam und als er sie wieder verließ. Er hat die Sterne nicht erschaffen noch die dunklen Tiefen in den Meeren. Er, Friede sei mit ihm, sagte einmal dass diese Welt wie die Brücke ist, so bauet auf ihr keine Häuser, greift diese Welt mit euren Händen und lasst diese nicht in euere Herzen hineingelangen…

die Quelle ist:

http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?t=57563
Hallo Leer,
Zitat:
Du magst zwar mit der Kirche nicht gerade dicke zu sein, aber Du bedienst Dich ihrer Version der Geschichte.

Das magst du so sehen. Ich kann jetzt leider nicht alle Facetten der Geschichte des Christentums beleuchten.
Meine eigene kurze Version der Geschichte:
Jesus, geboren in Nazareth, nicht von Magiern besucht,
Mutter Maria, Vater Joseph.
Mußte als Kind nicht nach Ägypten fliehen.
Hat auch nicht das Abschlachten von unzähligen Neugeborenen durch Herodes verursacht.
Wuchs auf wie jedes andere Kind auch.
Irgendwann, als er die 30 weit überschritten hatte, hat er begonnen, mit anderen Menschen in der Synagoge über Gott zu reden.
Das wurde dann immer mehr, so daß er eine Fan-Gemeinde bekam.
Die folgten ihm zum Teil auch in benachbarte Synagogen.
Er wetterte gegen das Establishment,
gegen den Muff der verkrusteten Amtskirche und ihrer Repräsentanten und Gefolgsleute.
Das machte ihn nicht sehr beliebt beim Klerus.
Er hatte eine sehr innige Verbindung zu Gott, den er als Vater ansah.
Und vor seinem Vater braucht niemand Angst und Furcht zu haben.
Er lehnte die alten Rituale nicht nur ab, sondern sah in ihnen auch die Ursache für viel Ungerechtigkeit und Leid.
Und Gott kann keine Ungerechtigkeit und Leid der Menschen wollen.
Folglich kommt das von jemandem anders.
Diesen bezeichnet er als Teufel, als Lügner.
Jesus selbst entwickelt sich immer mehr in seiner Erkenntnis.
Wo er am Anfang seinen Jüngern noch verbietet, seine Botschaft den Andersgläubigen zu bringen, erkennt er eines Tages selbst, daß seine Botschaft nicht nur für das rechtgläubige Judentum, sondern für alle Menschen bestimmt ist. Er selbst erkennt die Universalität seiner Erkenntnisse.
Dieser Jesus von Nazareth legt sich immer stärker mit dem Klerus an, so daß alle möglichen Register gezogen werden, ihn schlecht zu machen.
Man wirft ihm vor, nicht zu fasten, zu "gut" zu leben, sich nicht zu kasteien.
Jesus aber, der das alles als Ritus sieht, der nur die menschliche Eitelkeit befriedigt, legt Wert darauf, daß der Mensch im Innern rein ist.
Er stellt damit das bestehende System als verdorben hin.
Und er warnt seine Anhänger, seine neuen Lehren in dieses alte System zu integrieren, da sonst seine Lehre die Universalität und ihren Inhalt verlieren würde, neuer Wein verdirbt, wenn man ihn in alte Schläuche füllt.
Ein neues Gebot gebe ich euch: "Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe, dann werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid."

Dieser Jesus ging als Mensch einen Weg hin zur Erkenntnis Gottes.
Er wußte, daß der Klerus ihn ausschalten wollte.
Zu viel stand für diesen auf dem Spiel.
Er war in seiner Gotteserkenntnis so weit gekommen, daß er sich als Sohn Gottes sah. Gott war bei ihm, Gott führte und behütete ihn. In diesem großen Vertrauen zu Gott, in der Gewissheit, daß Gott ihm in jeder Sekunde seines Lebens beistand, ging er nach Jerusalem hinauf.
Als Petrus ihn warnte, fuhr er ihn brüsk an: "Hinweg Satan"
Denn er vertraute auf Gott. Und jegliches Zögern und Achtgeben sah er als Zeichen des Mißtrauens gegenüber Gott. Als Zweifel daran, daß Gott ihn in jeder Situation behütet. Und das Ziel des "Satans" ist, Zweifel zwischen Gott und die Menschen zu säen. Daß er Petrus an dieser Stelle als Satan bezeichnete, ist für mich ein Beleg, daß Jesus gerade solche Gedanken hatte. Er mußte mit sich selbst immer wieder kämpfen. Der Versucher war doch auch in ihm. Im Gebet und im Flehen zu Gott konnte er diesen Versuchungen widerstehen, und jetzt kam sein eigener Freund auch noch so. "Hinweg Satan"
Und immer näher kam das Passah-Fest. Sein eigener Selbsterhaltungstrieb schrie in ihm: "Renn weg, so weit du kannst"
Wäre er seinem Ego gefolgt, hätte er sich selbst von Gott getrennt.
Er hätte Gott damit gesagt: Du sorgst zwar immer für mich, aber wenn es hart auf hart kommt, dann muß ich auch an mich denken. Welch eine Schizophrenie wäre das gewesen.
Sein Nein zu Petrus war sein Ja zu Gott, war sein Ja zum Vertrauen auf Gott, zur Hingabe in Gott.
Und damit hat dieser Jesus von Nazareth allen Menschen gezeigt, daß es entgegen aller menschlichen Vernunft möglich und kein Irrwitz ist, auf Gott zu vertrauen.
Und Gott hat ihn auferweckt, am dritten Tag.
Als Erstgeborenen der neuen Schöpfung.

Das war der erste Teil der Geschichte, kurz beschrieben.

Jesus war nicht mehr da.
Und schon begannen die Jünger zu zweifeln, sich zu fragen.
Und sie begannen, in die Sicherheit ihres alten Glaubens zurückzugehen.
Denn dieser Jesus, der mit einem Wort alles richtigstellen konnte, er sprach nicht mehr zu ihnen.
Seinen Geist hatte er ihnen gesendet. Aber es war nicht leicht, diesen Geist wahrzunehmen.
Und da waren wieder die alten Schläuche, das alte Denken.
Wo Jesus gesagt hatte, daß es darauf ankäme, daß der Mensch im Innern rein sei, wurde jetzt darüber gestritten, ob die Beschneidung Voraussetzung zum Glauben sei. Die alten Riten, das alte Denken.
Niemals hatte Jesus einen Menschen verdammt, jeden hatte er angenommen. Ja, er hatte davon gesprochen, daß es besser sei, am äußersten Ende des Meeres mit einem Mühlstein um des Hals versenkt zu sein, als die verantwortung zu tragen, einen Menschen vom Glauben an Gott abgebracht zu haben. Das hatte er als Warnung gesagt, niemandem damit gedroht, daß es geschehen würde.
Und jetzt aber stritten die Jünger unter sich, wer denn nun die Wahrheit verkünde, wer denn nun auf dem richtigen Weg sei. Und verdammten sich gegenseitig. Und sie stritten sich um Riten. Daß sie das überhaupt taten, war doch schon der Beleg, daß sie Jesus nicht verstanden hatten. Sie hatten wohl vernommen, was er gesagt hatte, aber jetzt versuchten sie, es mit menschlichem Tand zu umgeben, um es ja richtig zu machen.
Paulus bekämpfte diese Tendenzen, obwohl er selbst sein altes Denken auch nicht ganz ablegen konnte. Mit seinem Verstand aber, und durch die Offenbarungen von Jesus konnte er diese Situation erkennen, und er warnte davor, in altes "irdisches" Denken zurückzufallen.
Diese alte irdische Denken wurde jedoch nie wirklich überwunden, und die alten Schläuche wurden wieder vorgeholt und verwendet.
Und so wurde der Glaube immer mehr angepasst an das "irdische" Denken.
Und diese Anpassung fand mit dem Konzil von Nicäa ihren Höhepunkt.
Was dort beschlossen wurde beendete jede weitere Diskussion.
Und von da an war die "irdische" Erkenntnis Teil des Glaubens.

Ich würde jubeln, wenn das die kirchliche Version der Geschichte wäre.

Bernhard[/quote]
Galater hat folgendes geschrieben:
Ich habe versucht, meinen Glauben darzustellen

Akzeptiert!
Sakina für alle.

Zitat:
die Ansicht, des Filmes, dass alles eine astronomische Allegorie ist,

Ist nicht so neu wie sie im neuen Gewande (yutube) scheinen mag.
sie geht zurück mindestens bis
Zitat:
Dupuis (spr. düpüi), Charles François, franz. Gelehrter, geb. 16. Okt. 1742 zu Trye-Château (Oise), Sohn eines Dorfschullehrers. Durch Verwendung des Herzogs de la Rochefoucauld in das Collège d'Harcourt aufgenommen, wurde er schon 1766 Professor der Rhetorik am Collège de Lisieux in Paris, wandte sich dann unter Lalandes Einfluß der Astronomie zu und erregte durch sein "Mémoire sur l'origine des constellations et sur l'explication de la fable par le moyen de l'astronomie" (Par. 1871), worin er die Mythen und Religionen als astronomische und physikalische Allegorien deutete, allgemeines Aufsehen. Er erhielt hierauf 1787 den Lehrstuhl der lateinischen Beredsamkeit am Collège de France, 1788 die Mitgliedschaft der Akademie der Inschriften und wurde während der Revolution in den Konvent deputiert, dann in den Rat der Fünfhundert, endlich auch in den Gesetzgebenden Körper (bis 1802), dessen Präsident er sogar wurde. Er starb 29. Sept. 1809 auf seinem Landgut in Is sur Til bei Dijon


Zitat:
In diesem Zusammenhange untersucht Dupuis auch das Christentum. Im ersten Augenblicke sträubt das Gefühl sich dagegen, daß die physikalische und astronomische Erklärung auf die Person des christlichen Heilands Anwendung finden [14] sollte, da doch das Christentum sich feindlich gegen alle übrigen Götter stellt und die Naturverehrung der heidnischen Religionen als Aberglaube und Irrwahn bekämpft. Und doch ist auch Christus nur ein Name für die Sonne

Die erste ihrer Grundlagen ist die Annahme der Verderbnis, die durch eine Schlange in die Welt gebracht ist. Die ganze Lehre vom Sündenfall aber ist vom Himmel abgelesen und entstammt der persischen Religion, wo sie einen Abschnitt in dem großen Kampfe zwischen Ormuzd und Ahriman, dem guten und dem bösen Prinzip, d. h. den göttlichen Vertretern des Sommers und des Winters, darstellt.

Dupuis weist hierbei auf die Notwendigkeit hin, die Geschichte vom Sündenfalle als geschichtliche Tatsache anzusehen, wenn man die Versöhnung durch Christus als eine solche anerkennt. Denn, fragt er, wenn das Vergehen nicht Tatsache ist, wozu alsdann eine Versöhnung? Nun ist aber die Geschichte vom Sündenfalle ganz sicher nur eine astrale Phantasie. Wir haben daher alles Recht, auch in der Versöhnung eine solche zu vermuten. Und in der Tat lassen schon die beiden hauptsächlichsten christlichen Feste, dasjenige der Geburt Christi und dasjenige seines Todes und seiner Auferstehung, von denen jenes mit der Wintersonnenwende, dieses mit der Frühlingsgleiche zusammenfällt, die Sonnennatur des Christus erkennen. Wie so viele andere heidnische Götter, deren natürliches Wesen die Sonne ist, gilt auch Christus in der Wintersonnenwende, wo der Tag anfängt, zuzunehmen, als ein kleines Kind. Seine Geburt ist die (vermeintliche) Neugeburt der Sonne, die auch Plato den „Sohn Gottes“ nennt, und die näheren Umstände seiner Geburt, wie die Evangelien sie uns schildern, entsprechen Zug für Zug der Sonne in ihrer Beziehung zum Fixsternhimmel in der Mitternachtsstunde des 25. Dezembers. Seine Mutter ist das Sternbild Jungfrau die alsdann am östlichen Himmel aufsteigt, die einzige Jungfrau, die allegorisch Mutter werden kann, ohne aufzuhören, Jungfrau zu sein, und mit welcher die Sonne sich am Tage Mariä Himmelfahrt vereinigt, wo Christus sie in seine Herrlichkeit aufnimmt. Sie entspricht der göttlichen Jungfrau Isis, der Mutter des Horus, der Demeter als der Mutter des Sonnengottes Dionysos, der Themis, die den Jupiter Ammon erzogen haben soll usw.; und wenn man in Ägypten zur Zeit der Wintersonnenwende die Niederkunft einer Jungfrau und die Geburt ihres Sohnes feierte, den man in einer Krippe dem Volke zur Anbetung ausstellte, so ist dies nur die irdische Widerspiegelung des gekennzeichneten Vorganges am Fixsternhimmel.

Die Sonne ist es denn auch, die das Übel wieder gut macht, das der böse Winter verursacht hat. Nach dreimonatlichem Aufenthalt in der Gegend unter dem Himmelsgleicher, während welcher Zeit sie allen Gebrechlichkeiten des sterblichen Lebens ausgesetzt sein sollte, läßt man sie zur Zeit der Frühlingsgleiche, wo sie wieder über den Himmelsgleicher emporkommt [17] und die Herrschaft des Gottes der Finsternis sich von derjenigen des Lichtes scheidet, die Rechte der Gottheit im Triumphe wieder an sich nehmen. Die Sonne tritt alsdann in das Tierkreiszeichen des Lammes ein, und es ist das Lamm, das nach christlicher Ansicht die Versöhnung der Welt mit Gott zustandebringt. Wie die Syrer ihren Adonis, die Phryger ihren Attis, die Ägypter ihren Osiris usw., so lassen auch die Christen ihren Heiland in diesem Zeitpunkt sterben und nach drei Tagen wiederauferstehen, die dem Aufenthalt der Sonne in den drei winterlichen Monaten nach seiner Geburt am 25. Dezember entsprechen, und in derselben Art, wie die genannten Völker, feiern auch die Christen alsdann den Triumph ihres Heilandes über die Mächte der Finsternis und des Todes.

http://www.hermann-detering.de/leugnung.htm
Der Zeitgeist von 1787 im Jahre 2007.

mffffgggg gnostik
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