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@Martin.H
Ich habe versucht, meinen Glauben darzustellen.
Da ich eine offene Ausdrucksweise gewählt habe, kannst du sicher das eine oder andere vielschichtig interpretieren.
Ich hätte mir gewünscht, daß du meine Worte als das nimmst, was sie sind.
Nämlich der Versuch, ohne Helm und Schild dir zu zeigen: Das denke ich.
In einer Debatte hätte ich mich gewiß anders ausgedrückt.
Das wäre aber wesentlich zu Lasten des Inhaltes gegangen.
Ich weiß sehr wohl, wie man Verträge formulieren muß, also wie man sich ausdrücken muß, wenn etwas nicht angreifbar sein soll. Ich habe mich angreifbar gemacht. Bewußt.
Von dir hätte ich in diesem Augenblick erwartet, daß du meine Aussagen mit einem gewissen Wohlwollen interpretierst.
Und nicht sofort nach Punkten suchst, um nachhaken zu können.
Das mußt du nicht.
Ich weiß schon selbst, und ich schreibe es immer wieder, daß mein Glaube nicht exclusiv ist. Für mich hat er sicher diese Exclusivität, aber ich gestehe auch anderen ihren eigenen Glauben zu. Hätte mein Glaube nicht diese Exclusivität für mich, dann müßte ich ihn sofort in die Tonne versenken. Denn was wäre es?
Eine Moral?
Das kenne ich!
Atheismus?
Das kenne ich!
Humanismus?
Das kenne ich!
Katholizismus?
Das kenne ich auch zu Genüge!
Und, um dir Nachfragen oder Hinweise zu ersparen:
Wenn ich sage, ich kenne etwas, dann natürlich nur aus meiner eigenen subjektiven Perspektive.
Wer kann von sich sagen, daß er etwas aus seiner objekiven Perspektive kennt?
Und wer etwas aus einer objektiven Perspektive kennt, kennt er das dann aus seiner Perspektive?
Oder aus der objektiven Perspektive anderer Subjekte?
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Whow Galater,
ich bin tief beeindruckt. Du hast eine sehr besondere Art, Dich und Deine Gedanken auszudrücken und hast etwas ausgesprochen und in Worte gepackt, was ich oft empfunden aber nie aussprechen konnte.
Respekt
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| Es würde nur uns die Gewissheit nehmen. |
Welche Gewissheit hast Du denn, Du hast Glauben, den Du aus einem Buch zweifelhafter Herkunft beziehst.
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Wenn man also den christlichen Glauben in Frage stellen will, dann ist es sehr einfach:
Stelle die Auferstehung als Mythos hin, und schon ist diese Selbsherrlichkeit der Christen dahin.
Dann mußt du aber auch noch die Kreuzigung Jesu verleugnen, denn sonst könnten die Christen ja sage |
Erstmal finde ich das Wort 'verleugnen' in diesem Kontext seht zweifelhaft.
Wenn die Auferstehung ein Mythos ist, dann würde das meiner Meinung nach nichts mit dem Glauben machen, es würde meiner Meinung nach die Pforten öffnen, hin zu einer Erfahrungsreligion.
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Weil die Gnostiker sich da irren.
Und das habe ich an der einen Stelle im Korintherbrief exemplarisch nachzuweisen versucht. |
Ich finde Du hast das Gegenteil gezeigt. Egal. Wie erklärst Du Dir die Mythen, der anderen heidnischen Kulturen? Ist jemand nach Jesus Tod in die Archive gegangen und hat falsche Dokumente hinterlegt, in den Pyramiden falsche Tuschen hinterlegt, die Griechischen Sagen gefälscht.... ich bitte Dich. Die alten Mythen sind besser belegt, als die Existenz Jesus.
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Ah, jetzt habe ich dich verstanden.
Wenn wir einem Mythos nachfolgen, dann können wir uns nur wünschen, daß dieser Mythos für uns Menschen auch erreichbar ist, daß dieser Mythos nicht zu groß ist.
Und es ist ja immer eine gute Entschuldigung, sagen zu können: Ich bin ja nur Mensch, ich will das Gute, aber es ist zu hoch für mich, es ist unerreichbar. |
Wenn man an Grenzen glaubt, kann man sowas sagen. Ich tue das nicht.
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Jesus hat als Mensch diesen Mythos gelebt.
Also ist er für mich die Gewissheit, daß es möglich ist. |
Und warum versuchst Du dann nicht selber den Christus in Dir zu erwecken? Statt dessen gehst Du in die Kirche und nimmst an der Eucharestie teil, die schon so hunderte Jahre vor Jesus gehalten worden ist, nur als Teil einer Initiation - heute ist es nur eine leeres Ritual, was noch ein wenig die eigentliche Intention durchscheinen lässt - wie Jesus zu werden, nicht im folgen, in verehren - machen!
(Nicht böse werden )
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Gott will unsere Herzen, unseren Glauben.
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Und was macht er damit? Bei eBay reinstellen?
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@Leer
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| Welche Gewissheit hast Du denn, Du hast Glauben, den Du aus einem Buch zweifelhafter Herkunft beziehst. |
Die Bibel ist wohl die am besten untersuchte Schrift der Welt. Behaupte ich mal dreist.
Und meinen Glauben beziehe ich nicht aus der Schrift!
Was? Wie? Aber zu zitierst doch laufend aus dieser Schrift?
Glauben kann man nicht aus einer Schrift beziehen!
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| Wenn die Auferstehung ein Mythos ist, dann würde das meiner Meinung nach nichts mit dem Glauben machen, es würde meiner Meinung nach die Pforten öffnen, hin zu einer Erfahrungsreligion. |
Lies, was ich Martin.H geschrieben habe.
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| Wenn man an Grenzen glaubt, kann man sowas sagen. Ich tue das nicht. |
Daß der Mensch Grenzen hat, ist unsere Erfahrung. Religion kann uns beim Versuch der Überwindung dieser Grenzen führen. Glaube überwindet diese Grenzen.
| Zitat: |
| Statt dessen gehst Du in die Kirche und nimmst an der Eucharestie teil, die schon so hunderte Jahre vor Jesus gehalten worden ist, nur als Teil einer Initiation - heute ist es nur eine leeres Ritual, was noch ein wenig die eigentliche Intention durchscheinen lässt - wie Jesus zu werden, nicht im folgen, in verehren - machen! |
Eine sehr gute Frage. Und ich mache es mir nicht leicht. Dort sind aber meine Brüder und Schwestern. Soll ich mit dem Finger auf sie zeigen, und sagen:
Ihr feiert da ein Opferfest, wie die Juden im Tempel!
Ihr sucht Gott durch die Vermittlung eines Priesters!
Ihr betet eine Glauben herunter, anstelle ihn in euer Leben eindringen zu lassen!
"Der Herr nehme das Opfer an, aus deiner Hand, zum Lob und Ruhme seines Namens"
Sowas betet ihr? Ihr bringt dem Herrn ein Opfer durch die Hand eines Priesters und wollt damit seinen Namen rühmen?
Denkt ihr wirklich, der Herr braucht solche Opfer, solche Öpferchen?
Wißt ihr nicht, daß ein aufrichtiges Herz und die Liebe das ist, was Gott gefällt?
Ja, das könnte ich fragen. Wer bin ich aber, daß ich meine Brüder und Schwestern richte?
Ich habe vor einigen Tagen mit dem Priester unserer Gemeinde gesprochen. Und habe ihm gesagt, daß ich es bedaure, daß in der Kirche keine Kommunikation zwischen den Glaubenden stattfindet, wie es zu Zeiten Jesu in den Synagogen wohl üblich war. Es wäre an der Zeit, daß die Kirche das Wagnis der Kommunikation eingeht, und dies als notwendigen Weg sieht. Die Rolle der Kirche als Mittler zwischen Gott und den Menschen ist gescheitert. Die Kirche ist die Gemeinschaft aller Glaubenden, die Gott suchen. Und das kann nicht an eine Institution delegiert sein.
Und dennoch gehe ich in die Kirche. Nur wenn ich dort hingehe werde ich dort gehört. Und kann versuchen, ganz kleine Schritte zu gehen.
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| Ich finde Du hast das Gegenteil gezeigt. Egal. Wie erklärst Du Dir die Mythen, der anderen heidnischen Kulturen? Ist jemand nach Jesus Tod in die Archive gegangen und hat falsche Dokumente hinterlegt, in den Pyramiden falsche Tuschen hinterlegt, die Griechischen Sagen gefälscht.... ich bitte Dich. Die alten Mythen sind besser belegt, als die Existenz Jesus. |
Ich kann dir wohl Antworten darauf geben. Nur, das würde den Rahmen eine Beitrages weit sprengen. Vorsorglich habe ich die beantwortung dieses Punktes ans Ende genommen.
Ein phantastisches Gebäude baut sich vor uns auf. Wir erkennen überall ähnliche Überlieferungen, Mythen, wie du sie bezeichnest. Es wird allgemein behauptet, die Religionen hätten da Elemente übernommen. Und so wären diese in allen Religione gelandet.
Interessante Theorie. Nur, sie ist nicht die einzig mögliche Erklärung. Weshalb wird sie dann nicht hinterfragt? Weil man das Undenkbare nicht denken darf. Denn man müßte dann das Undenkbare als prinzipiell möglich erachten.
Aber wir haben Glück, das Undenkbare ist und bleibt undenkbar?
Undenkbar?
Nein, logisch!
Diese Mythen haben stattgefunden. Der Kern ist Wahrheit.
Das, was noch vor 100 Jahren undenkbar schien, ist heute physikalisch erklärbar.
Wo man noch vor 100 Jahren Gott oder den Himmel als Erklärung brauchte, da reicht heute die irdische Wissenschaft.
Und unsere Religionen wurde erforscht in Tausenden von Jahren. Diese Forschungen wurden auf der Basis des jeweiligen Wissens durchgeführt.
Folglich konnten die Ergebnisse immer nur auf der Basis des jeweiligen Wissens erfolgen.
Diese Ergebnisse sind inzwischen als jahrtausendelang feststehende Fakten Grundlage jeglichen Nachdenkens über die Religionen.
Ich wagte, das Undenkbare zu denken, diese Ergebnisse als das zu sehen, was sie sind:
Erklärungsversuche der Menschen für Erlebnisse und Ereignisse, die sie sich anders nicht erklären konnten.
Und so wurden Mythen geboren.
Und da diese Mythen überall geboren wurden, haben diese Ereignisse überall stattgefunden.
Das war jetzt nur ein kurzer Anriss, und ich habe auch bewußt nicht Roß und Reiter genannt. Weil so eine Behauptung belegt sein muß.
Das kann ich wohl, aber nicht im Rahmen eines Beitrages hier.
Ich habe lediglich die prinzipiell möglichen Zusammenhänge dargestellt,
und bewußt nicht solche Stichworte wie Tatinen und Resien gebracht.
Ja, und mein Glaube?
Dem geht es dabei sogar sehr gut.
Bernhard
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