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| 1Kor 15,14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. |
Finde ich gar nicht so schwer, dass nicht wörtlich zu nehmen. 'Christus' ist wie Du sicher weißt, kein Eigenname, sondern ein Titel - der Gesalbte. Der Titel wurde auch nicht allein an Jesus vergeben, die Bezeichnung ist also ungenauer als man es anzunehmen vermag.
Wie ich das also verstehen würde? Ein wenig Spekulation ist zugebener maßen schon dabei, da ich mit den Bildern nur oberflächlich vertraut bin. 'Christus' wurde ich mit heiliger oder jemand der die inneren Mysterien verinnerlicht hat übersetzen. Der Tod und die Auferstehung, waren Bilder für das ablegen des irdischen Daseins und der spirituellen Wiedergeburt. Heute bekommt man noch in vielen Religionsgemeinschaften einen neunen Namen nach der Initialion.
Das wären so meine ersten tapsigen Schritte, die Frage, die ich Dich hätte ist, an wen dieser Satz adressiert ist?
| Zitat: |
| 1Kor 15,32 Was habe ich dann davon, dass ich in Ephesus, wie man so sagt, mit wilden Tieren gekämpft habe? Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot |
Die Geschichte von Ephesus kenne ich nicht. Aber auch hier steht nichts von Jesus, nicht explizit. Die Erweckung von Toten war damals ein gängiges Wunder, dass auch seine 'Vorgänger' gewirkt haben.
Meine Interpretation wäre, dass es heißt: Wenn der Tot real ist, wenn man ihn nicht besiegen kann, dann ist das Leben sinnlos.
Die Gnostiker haben wie gesagt die Texte nicht wörtlich genommen. Was wäre so seltsam daran, wenn das Christentum nicht einfach aus dem Nichts aufgetaucht ist, sondern sich der Legende der anderen Religionen bedient hat, sie adaptiert hat. Das wäre doch nichts ungewöhnliches, die Römer haben auch zunächst das gleiche mit den Griechen gemacht. Du kannst Dich ja selber auf die Suche machen und meine Aussagen nachprüfen.
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@Martin.H
Die Auferweckung ist Voraussetzung unseres Glaubens.
Das bedeutet nicht, daß wir sie zum zentralen Inhalt machen.
Da ist für mich ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.
@Leer
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| Meine Interpretation wäre, dass es heißt: Wenn der Tot real ist, wenn man ihn nicht besiegen kann, dann ist das Leben sinnlos. |
Und der Tod wurde durch die reale Auferstehung von Jesus Christus besiegt.
Diese Reale Auferstehung wurde dann in späteren Zeiten mit einer Körperlichen Auferstehung vermengt, weil man als Mensch Schwierigkeiten hat, die reale Auferstehung eines himmlischen Leibes zu begreifen.
Dennoch hat diese reale Auferstehung Jesu stattgefunden. Das ist für mich unstrittig.
Die Gnostik mußte erkennen, - aus ihrem Denken heraus -, daß Christus Geist ist.
2Kor 3,15
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| Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird. 16 Sobald sich aber einer dem Herrn zuwendet, wird die Hülle entfernt. 17 Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit. |
Diese Stelle ist der Schlüssel.
Paulus schreibt ja immer wieder, daß wir von Jesus zur Freiheit berufen sind. Hier allerdings redet Paulus gerade nicht von Christus.
Denn 3,17 hat er gebracht, um 3,16 klarzustellen. Es steh ein "aber".
Der Herr ist eben nicht Christus, sondern Gott selbst. Und Paulus setzt hier Gott und die Bücher des Mose in einen Gegensatz. Und würde er nicht schreiben, "Der Herr aber ist Geist", dann könnte man ihn falsch verstehen, nämlich das auf den gegensatz Jesus <-> Mose beziehen.
Der Gegensatz ist aber. Gott <-> JHWH.
Diese Auslegung findest du aber darantiert in keinem Bibelkommentar.
Also, für die, die das dann zum ersten Mal hören; nicht gleich verdammen.
Könnte nämlich die Wahrheit sein.
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| Zitat: |
| Dennoch hat diese reale Auferstehung Jesu stattgefunden. Das ist für mich unstrittig. |
Dann bleiben, so wie ich das sehe drei Möglichkeiten:
1. Jesus ist auferstanden real, wie die anderen 'Söhne Gottes' auch.
2. Jesus hat nicht existiert und ist wie die anderen ein Mythos, dessen Ursprung real sein kann, aber nicht muss.
3. Alles andere ist eine Fälschung nur Jesus ist echt.
| Zitat: |
| Die Gnostik mußte erkennen, - aus ihrem Denken heraus -, daß Christus Geist ist. |
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| Der Herr ist eben nicht Christus, sondern Gott selbst |
Genau das ist doch der springende Punkt. Christus war kein Mensch sondern ein Bewusstseinszustand, die geistige, spirituelle oder was auch immer Einheit mit Gott. War Paulus ein Gnostiker?
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@ Galater
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| Der Herr ist eben nicht Christus, sondern Gott selbst. |
Jesus Christus ist nicht Gott.
Oder er wäre der größte Heuchler der (religiösen) Weltgeschichte.
(Ich kenne übrigens die katholischen "Beweislagen")!
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@Leer
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| 3. Alles andere ist eine Fälschung nur Jesus ist echt. |
Du sagst es.
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| Genau das ist doch der springende Punkt. Christus war kein Mensch sondern ein Bewusstseinszustand, die geistige, spirituelle oder was auch immer Einheit mit Gott. War Paulus ein Gnostiker? |
Ich hatte doch auch gesagt, daß das der springende Punkt ist.
Ein Gnostiker liest aus dieser Aussage des Paulus, daß Jesus Geist ist.
Und muß sich dann fragen, ob Paulus Gnostiker war.
Diesbezüglich sind wir einer Meinung, denke ich.
Ich lese aus dieser Stelle, daß Paulus betont, daß JHWH nicht Geist ist.
Das ist auch eine sehr interessante Deutung dieser Stelle.
Wenn man von diesem Grundgedanken ausgeht, dann liest es sich folgendermaßen:
15 Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird.
Wenn von JHWH vorgelesen wird, und die menschen denken, er sei Gott gewesen, dann können sie unmöglich Gott den >Einen< erkennen.
16 Sobald sich aber einer dem Herrn zuwendet, wird die Hülle entfernt.
Wenn sich die Menschen dem wahren Gott zuwenden, können sie ihn erkennen.
Damit die Menschen aber verstehen, wen Paulus mit "Herr" meint, und nicht glauben, er weise auf Christus hin, fügt er hinzu:
17 Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.
Und dieser Herr, der Geist ist, ist der >Eine<, den Jesus Chriszus verkündet hat.
Das "aber" bedeutet, daß wenn aus Mose vorgelesen wird, wird von etwas berichtet, was nicht Geist ist. -> Von einer Kreatur. -> JHWH
Nun, die Gnostik ging davon aus, daß Paulus an dieser Stelle Christus meint.
Und schon hatten sie ihren pneumatischen Christus.
Und dieser konnte demzufolge nicht real gewesen sein.
Und folglich mußte alles eine Allegorie sein.
Immer schön pneumatisch.
Ich hoffe, ich konnte meine Deutung rüberbringen.
Deine Fragen stellen sich für mich nicht.
Folglich könnte an meiner Deutung ja etwas dran sein.
Fridolin, Fridolin, lies erst, bevor du schreibst.
Und es ist sicher schön für dich, wenn du die katholischen Beweislagen kennst. Ich kenne die übrigens nicht.
Was mich gerade nicht gehindert hat, an einer Eucharistiefeier teilzunehmen. Ich bin also gerade frisch "gestärkt".
Da du mein Bruder bist, sage ich dir: Friede sei mit dir.
Bernhard
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