Für wen hat Gott diese Welt geschaffen?


Oh Ahura,
dies frage ich Dich,
ob all dies, was ich anspreche und verkünde,
dem Recht und der Wahrhaftigkeit entspricht?
Wird die Frömmigkeit tatsächlich
die Wahrhaftigkeit vermehren
und im Lichte der guten Gedanken
Deine Herrschaft offenbaren?
O Mazda,
für wen
hast Du diese fruchtbare und freudespendende
Welt geschaffen?


(Gatha, Die himmlischen Gesänge Zarathustras)


Nicht nur in der Gatha finden wir Hinweise darauf, dass wir selbst die Verantwortung für unsere Gedanken tragen, in der Hinsicht, alle guten Gedanken zu fördern und die schlechten zu entmachten. Das Gleichnis vom Sähmann im Evangelium ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir das ernten werden, was wir gedacht haben. Der Boden, worauf die Samen (Gedanken) fallen, ist das Herz. Samen von schlechten oder guten Gedanken sind sehr viele in der Kindheit ausgestreut worden. Heute, wenn wir zur Ruhe kommen und nach innen schauen, sehen wir die Gewächse unseres Feldes (Herz) und sehen so manches Unkraut dazwischen stehen.

Was nun? Wie kann ich mit diesem Unkraut umgehen?

Bitte schreibt mir über eure Erfahrungen, eure Ansichten und Einstellungen zum eigenen Unkraut.



In wachsender Begeisterung,
Robi
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Aller Lobpreis sei Dir, o Du, der Du die Sehnsucht jedes verstehenden Herzens bist!

Baha'u'llah
also ehrlich, bei mir wied unkraut zu kannikel futter verarbeitet. so hat es seinen sinn. und die brennesseln bei mir im garten werden auch zu was nützlichen verarbtet.also bekommt es einen sinn. aber auf die fragen im tread zu antworten,
nicht für wen, sondern warum hat gott die welt geschaffen? ein experiment?
Hallo Sternchen -

auch wenn Robi mit 'Unkraut' was Anderes gemeint hat - Deine Antwort ist gut...

Auch das 'Unkraut des Herzens' eignet sich als Kompost für das Gute -
ja ich bin gar nicht sicher, ob das 'immer-nur-Gute' im Herzen des Menschen
überhaupt von sich aus wachsen kann - ob es nicht diesen Kompost braucht
Liebes Sternchen,
Lieber Wu,

Zitat:
Auch das 'Unkraut des Herzens' eignet sich als Kompost für das Gute -


Dies ist ein wirklich interessanter Ansatzpunkt. Das wäre auch eine gute Erklärung, warum das Auftreten der Religionsstifter und damit der Offenbarer des Willen Gottes, nicht durch offensichtliche Beweise geschah, die auch für Nichtgläubige offensichtlich sind, sondern einen bestimmten Grund hatten: Die Scheidung der Gläubigen von den Ungläubigen. Erst inmitten der Dunkelheit von Unwissenheit, wird das Licht der Führung sichtbar, und zwar in jedem aufnahmebereitem menschlichen Geist.

Dann erst wird die mächtige Kraft offenbar, welche "Kohle" in "Diamanten" verwandeln vermag, obgleich die Atome geblieben sind, nur ihre innere Ordnung hat sich verändert. Und die innere (unsichtbare) Ordnung, nach der sich die Welt der Moleküle ausrichtet, muß notwendigerweise vorher bestehen. So nimmt einer der berühmtesten Zitate der Menschheit, einen wunderbaren Sinn an: "Am Anfang war das Wort", denn im Wort ist die Beziehung der einzelnen Buchstaben zueinander geregelt.

Das "Unkraut" wird durch eine Neuorientierung des Geistes, in eine neue Ordnung gebracht. Damit nimmt es einen anderen Stellenwert ein und eine andere Bedeutung. Ist es nicht so, daß das "Unkraut", von dem ich anfangs sprach, aus einem Samen der tieferen Sehnsucht der Seele erwachsen ist, nur daß es außerhalb der Ganzheit gepflanzt wurde, im rein materiellen Teil, so daß eben diese Neuorientierung, die Wahrheit der tieferen geistigen Sehnsucht aufdeckt und damit der Irrtum des rein materiellen Strebens offensichtlich wird?


Danke für euere Anregung.

In Verbundenheit,
Robi
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Aller Lobpreis sei Dir, o Du, der Du die Sehnsucht jedes verstehenden Herzens bist!

Baha'u'llah
Gott hat die Erde nicht erschaffen ! Er hatt nur uns erschaffen !
Die Erde war vorher schon da und ist so entstanden, wie es die Wissenschaft heute weis.
Das Stichwort "Experiment" finde ich in dem Zusammenhang gut !
Wir sind oder besser waren ein Experiment ! Gott hat schon öfter experimentiert und auch schon öfter daneben gelegen und dann wollte er von neuem beginnen. siehe Arche-Noa oder Sodum&Gomorra.
Guten Morgen Berserker!

Was wissen wir schon? Deine Antwort, ohne dass ich das jetzt böse meine, klingt wie die von vielen, als wärest du dabei gewesen, als Himmel und Erde und alles was wir vorfinden, enstanden sind.

Es gibt keine deutliche Antwort. Die geister streiten sich und ich amüsiere mich darüber.

Warum könnte man sich über ein, "Für wen hat Gott diese Welt geschaffen", streiten? Was würde es bringen?

Wichtiger ist, zu erkennen wie wertvoll UNS diese Welt ist. Wie froh wir sind sie zu haben. Wobei das vielleicht auch nur der Gedanke der "Gutversorgten" ist. Eigentlich könnte es aber auch der Gedanke der "Schlechtversorgten" sein, wenn die, die im Überfluss leben, gelernt hätten zu teilen.

Gier und ungesunder Egoismus runterfahren, teilen und mitfühlen... und schon wäre die Welt ein bißchen besser.

Um auf die Frage: Für wen hat Gott diese Welt geschaffen zurück zu kommen, ich weiss es nicht. Tatsache ist für mich, dass ich hier lebe, dass ich umgeben bin von Fröhlichkeit und Traurigkeit und gerade deshalb Spuren in den man gehen kann ohne sich zu verirren, hinterlassen möchte, wenn ich, wer weiss wohin, mal gehe.

Das ist meine tägliche Arbeit.
Lieber Robi!

Also gut - dann lass ich mal ein wenig in meine Seele schaun und verrate, den Umgang mit mir selbst. Darüber könnte ich viiiiel schreiben - hier nur mal kurz angerissen das Thema:

Erst mal ist es unabdingbar, ehrlich zu sich selbst zu sein. Vieles würde ich an mir nicht als Unkraut erkennen, wenn ich nicht mit ganzem Herzen meinen Weg gehen würde. Durch die Wahrhaftigkeit darin, bin ich immer wieder aufgefordert, in mich zu gehen und bei mir selber hinzuschaun.

Mein Leben sehe ich als eine Art Rückmeldung für mich. Was ich erlebe, wie Menschen auf mich reagieren, wo ich unsicher werde, wo ich Mitgefühl fühlen kann oder wo eben nicht usw. Verantwortlich für das was ich fühle und denke und wie es mir geht, bin ich selbst. Also schau ich dann bei mir nach - forsche und suche nach der Ursache.

Mit diesem Blick ins eigene Innere, erhellen sich bereits die Stellen, die zuvor im Dunkeln lagen. Das ist eigentlich die Hauptsache - dieses Hinschauen - die Innenschau.

Bis hier her hast Du es auch schon beschrieben.

Wenn ich versuchte das was ich sehe wegzuschieben, wurde es immer größer. Dann kriegte ich unter Umständen richtig Angst. Also habe ich es versucht zu zulassen.
Es unterdrücken zu versuchen, geht auch nicht - das kostete so viel Kraft, dass diese Kraft mir dann in einem anderen Lebensbereich gefehlt hat.

Wenn ich das was ich in mir erkannt und gesehen habe mit Liebe anschaun und letztlich annehmen konnte, dann war es gelöst. Ich hab mir verziehen oder mich selber getröstet - dann war es gut.

Es gab bisher Dinge die sich in mein Sein integriert haben dadurch.

Und anderes wurde mir wie abgenommen. Das waren die Momente, wo ich heute sage, ich habe Gnade erfahren.

Alles Liebe, Daniela
Der liebe Gott hat nicht die Welt erschaffen - oder hast du den " Urknall " nicht gehört ?

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Verzicht heisst nicht - die Dinge dieser Welt aufzugeben - sondern nur zu akzeptieren - das sie dahingehen.
Hallo Subhadda,

Welchen Urknall? Der ist 14 Milliarden Jahre her und hat nicht die Erde direkt erschaffen, nur das Universum.
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JCIV: Jüdisch-Christlich-Islamischer Verein
Shalom für Juden, Pax für Christen, Selam für Moslems, Peace für Bahá'ís und Frieden auf Erden!
Und wer hat das Universum erschaffen?

Liebe Grüße
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"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh

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