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Meine Wut auf das Christentum












ICH WAR EIN KIND WIE JEDES ANDERE. SAGTE MAN MIR GEH NACH LIKS GING ICH NACH LINKS. SAGTE MAN MIR DIE STORCHE BRINGEN DIE KINDER GLAUBTE ICH ES OHNE MIR MIR GEDANKEN ZU MACHEN WARUM ES SO IST. ES LIEGT IN JEDER NATUR EINES KINDES HINZUNEHMEN WAS GESAGT WIRD SCHLIESSLICH DENKKT KEIN KIND DARAN DASS ERWACHSENE MENSCHEN KINDER ANLÜGEN. MEIN LEBEN VERBRACHTE ICH BIS JETZT IN EINER SEHR KATHOLISCHEN KLEINSTADT MIT EINER MINDERHEIT VON EVANGILIDTEN. ICH WAR EINER VON IHNEN. DIE JAHRE VERGINGEN UND DIE SCHULE KAM. DORT HATTE ICH IN DER GRUNDSCHULE RELIGIONSUNTERRICHT; WIR WAREN VON DER ERSTEN BIS ZUR VIERTEN KLASSE IMMER 5 BIS 6 SCHÜLER. DEN RELIGIONSUNTERRICHT ERHIELTEN WIR IMMER DIENSTAGS IN EINER DOPPELSTUNDE BEI EINEM MANN MITTE 30. ER ERZÄHLTE VON DEM ALLMÄCHTIGEM GOTT; VON BIBELGESCHICHTEN UND VOM BETEN; ALLES ABER AUCH ALLES GLAUBTE ICH IHM AUFS WORT. ER IST ERWACHSEN UND ER LÜGT DOCH NICHT UND ERZÄHLT DOCH KEINE SACHEN DIE NICHT STIMMEN KÖNNTEN; DACHTE ICH. ALSO SOG ICH ALLES IN MIR AUF WIE EIN SÜCHTIGER DENN ICH WAR EIN KIND; ICH KONNTE NOCH KEINE MEINUNG ÜBER DAS GESAGTE BILDEN UND DAVON DASS ES AUCH NOCH ANDERE RELIGIONEN GIBT WURDE ICH NIE HINSICHTLICH DES PFARRERS AUFGEKLÄRT. MAN HATTE MICH SOWEIT DASS ICH WIE VIELE ANDERE CHRISTEN UND RELIGONSANGEHÖRIGE EINER BLINDEN HERDE MITLIEF. ALS ICH IN DIE FÜNFTE KLASSE EINES GYMNASIUMS VERSETZT WURDE KAM ICH AUF EINE SCHULE BEI DER ES GENAU UMGEKEHRT MIT DER KATHLISCHEN UND EVANGELISCHEN VERHÄLTNIS IST. GENAU ZU DIESER ZEIT KAUFTE ICH MIR EIN DICKES BUCH; ICH HATTE ANFANGS NICHT ERNSTHAFT VOR DIESES BUCH ZUENDE ZULESEN; DIESES BUCH IST VON DAN BROWN UND HEISST ILLUMINATI. ICH SCHLANG DIESES BUCH IN MICH HINEIN ALS ENTDECKTE ICH GEREDE EIN RIESSEN WISSENSSCHLUND IN MIR. ERSTMALS BEKAM ICH NICHT NUR POSITIVE SEITEN DER KIRCHE ZU HÖHREN. DAS GUTE GEPRIESENE CHRISTENTUM HAT EINE SCHATTENSEITE! UNGLAUBLICH! ERSTMALS BEGANN ICH ÜBER DINGE NACHZUDENKEN SIE ZU HINTERFRAGEN; ICH SUCHTE NACH MÖGLICHKEITEN WIE DINGE VON STATTEN KAMEN. AUCH IN DER GEGENWART GLAUBTE ICH NICHT MEHR ALLES WAS MAN MIR SAGTE; ICH SUCHTE NACH WISSENTSCHAFTLICHEN ANTWORTWEN; LAS BÜCHER ÜBER DAS ALL UND SAH DIE NETTE RELIGIONSLEHRERIN WIE GLAUBWÜRDIG UND ÜBERZEUGT SIE DAS LEHRGUT DEN HINNEHMENDEN SCHÜLERN NAHBRACHTE. NACH DER SECHSTEN KLASSE HALBJAHR WECHSELTE ICH AUS PERSÖHNLICHEN GRÜNDEN IN MEIN HEIMATORT DIE SCHULE ZURÜCK. ICH WAR WIEDER IN DER MINDERHEITSPRUPPE DER EVANGILISTEN UND BEKAM NACHMITTAGSUNTERRICHT BEI MEINEM PFARRER. ER WAR EIN MANN BEI DEM ICH KAUM EINE HEMMSCHWELLE HINSICHTLICH SEINER AUTORITÄT KANNTE. DAZU BEIGETRAGEN HATTE AUCH SEINE ART MIT ANDEREN ZU KOMMUNIZIEREN UND SEIN SCHROFFER UMGANG MIT PUBERTIERENDEN HALBWÜCHSIGEN. AN DIESER STELLE WILL ICH MICH NICHT MIT EINZELHEITEN WIE DAS KAPUTTMACHEN EINES HANDYS MEINER MITSCHÜLERIN. SOMINDEST TRAT DIES UND VIELLEICHT MEINE STELLUNG ZUM ERNANNTEN BUCH DAZU BEI DASS ICH IHM IMMERWIEDEER NEGATIVE ANMERKUNGEN ZU SEINEM UNTERRICHT HINZUFÜGTE. ICH HABE MICH AUCH SEHR MIT DER HEIMISCHEN GEOLOGIE BEFASST WAS ER WUSSTE. SO SAGTE ER ZU MIR DASS GESTEINE SICH NICHT FORMEN KÖNNEN; DASS DIE WELT SO WIE SIE IST VON GOTT GESCHAFFEN SEI. ICH WAR EMPÖRT UND SCHOCKIERT; GLEICHZEITIG HATTE ICH EINE SOLCHE WUT AUF IHN; DIE IN NÄCHSTER ZEIT NOCH ANSTIEG; DASS ICH MEINE WUT AUF IHN AUF DAS CHRISTENTUM ÜBERTRUG. IM VOLLEN RAUSCH DER RACHE SUCHTE ICH IN BÜCHERN WIE SAKRELEG ODER DER HEILIGE GRAL DER ERBEN NACH BEWEISMATERIAL UM EIN ART KRIEG GEGEN IHN FÜHREN ZU KÖNNEN. AUS DIESEN BÜCHEN LERNTE ICH SEHR VIEL; NUR VERGASS ICH MEINE TOLERANZ. ICH SUCHTE NACH MÖGLICHKEITEN MEINE MWEINUNG UND ANSICHTEN MEINEN MITSCHÜLERN ZU VERMITTELN. VERGEBLICH. SIE HATTE SELBST IN DER 8. KLASSE NOCH NICHT EIN SPALT DIE AUGEN ÖFFNEN KÖNNEN. MEIN STREIT MIT DEM PFARRER SPITZTE SICH ZU. ER ZEIGTE BEISPIELSWEISE EIN VIDEO ÜBER DAS LEBEN NACH DEM TOD. ICH FRAGTE IHN OB ES DENN NICHT ANDERE ERKLÄRUNGEN FÜR DIESE EREIGNISSE GÄBE. ALS ANTWORT DARAUF SPÜRTE ICH SEINE HÄNDE MEINEN HALS UMKLAMMEN. SEIT DEM WAR MIR KLAR DASS ICH KEINEN KAMPF IHMGEGENÜBER FÜHRTE SONDERN EINEN KRIEG GEGEN DAS NICHTNACHDENKEN VIELER LEUTE. MITTLERERWEILE BIN ICH 16 HABE ALLE BÜCHER DAN BROWNS GELESEN; BESITZE MEHRERE BÜCHER VON LINCOLN/BAIGEND/LEIGHT UND HABE MEINE TOLERANZ WIEDERGEFUNDEN DAFÜR ABER MEINE BLINDE WUT ABGELEGT. ICH LESE AUCH NITZSCHE UND SUCHE EINE GEMEINDSCHAFT ODER EINE ANHÄNGERGRUPPE ZU FINDEN DIE ES GEWALTFREI MIT MIR SCHAFFT CHRISTEN UND ÜBERHAUPT RELIGIONSANHÄNGER ZUM OFFENEN ZUHÖREN UND ZUM NACHDENKEN ZU BRINGEN.
ICH FREUE MICH SEHR WENN IHR EUCH MIT MIR IN KONTAKT SETZT SELBST NUR ZUM SPIRITUELLEN AUSTAUSCH ODER DER MEINUNG. WENN IHR MIR EINE MAIL SCHIKT GEBT BITTE BEI BETREFF ANDREAS EIN. DANKE
Hallo Gahbost,
erst einmal, bevor ich etwas zu Inhalt schreibe: Versuch es mal mit Groß- und Kleinschreibung. Die reine Großschrift - gerade wenn es so viel ist - ist anstrendend zu lesen. Und ausserdem wird es als laut Reden bzw Schreien angesehen.

So.
Ich habe Dan Brown auch gelesen. Auch jedes Buch.
Und für mich war es auch der Todesstoß für den Glauben an die von den Kirchen gepredigte Religionen.
Ich kann Dir heute noch nicht einmal sagen, ob ich an Gott glaube oder nicht.
Dan Brown - das darfst Du nicht vergessen - schreibt keine Dokumentation.
Es gibt durchaus auch Bücher, die sich kritisch mit seinen Werken - besonders mit "Sakrileg" auseinandersetzen, ohne auf der "Seite" der Kirche zu stehen.
Nun, Du bist 16, und - naja, mit der "Abnabelung" von vorgekauten Meinungen und Glaubensinhalten bist du eher spät dran.
Ich habe schon sehr früh den Erwachsenen nicht mehr geglaubt, nachdem ich dahinter gekommen bin, daß es weder den Weihnachtsmann noch den Osterhasen gibt.
Andere in deinem Alter nabeln sich anders ab von Eltern und Autoritäten.
Aber jeder tut es früher oder später, aber vielleicht spielt der Glauben im Leben der Anderen keine Rolle, keine Ahnung.
Ich finde es gut, daß Du deine Toleranz wiedergefunden hast.
Es ist eine Sache, zu sehen daß man anders ist als die Anderen.
Zu akzeptieren, daß jeder Mensch sein eigenes Tempo hat und seine Einsichten nur selbst gewinnen kann (denn ein Folgen deiner Ansichten wäre eben auch nur ein "Folgen"), ist - hm - Respekt! - eine ganze Menge.

Astrella
Ob Du einer Sache folgst oder gegen eine Sache eine Aversion entwickelt hast, beides mal nimmt sie Dich in Bann.
Du solltest erst mal die Gleichgültigkeit entwickeln. Ein Pfarrer, der glaubt Gesteine könnten sich nicht von alleine Bilden oder Formen, solche einen Betonkopf kannst auch Du nicht umformen. Lass ihm einfach seinen Betonkopf.

Lese Dich in die Wissenschaft ein, das ist sehr spannend. Ignoriere einfach die Kreationisten, suche nicht die Diskussion, sie werden Dir nicht zuhören, sie sind einfach zu sehr mit ihrer eigenen Meinung beschäftigt. Und wer glaubt, mit seinen Glauben einen andern Menschen überlegen zu sein, der beweist eben dadruch, dass er es nicht ist.

Werde ein glücklicher Atheist, hier hast Du einen Link:

http://www.atheismus.de/themen/

Gruß Martin
Schönen guten Morgen Gahbost!

Ich habe deine Schilderung genau gelesen, obwohl ich mir mit der ununterbrochenen Großschreibung schwer tat.

Mir ging es wesentlich anders, als ich Kind und Jugendlicher war. Meine Eltern stritten ständig, vielfach aus weltanschaulichem Hintergrund heraus. Meine Mutter war Anhängerin von Karma und Reikarnation, mein Vater katholisch - aber eher auf der seichten, nicht nachdenklichen Ebene. Er hatte als Nazi größte Mühe, das Fiasko des Krieges und der verdrehten Wahrheiten zu verkraften. Die Eltern lebten wegen ihrer Streitereien oft getrennt, ließen sich jedoch nie scheiden.

Dieses unfriedliche Milieu bewirkte, dass ich eher mit Abstand zu Gott und schönen Vorstellungen aufwuchs. Die Enthüllung vom kindlichen Glauben kam sehr lustig, als mein Vater einmal als Nikolo auftrat. Er trug dabei eine mächtig wirkende Nikolo-Larve, mit weißem Bart und Bischofsmütze. Die Larve behinderte beim Sehen. Als es an die Verteilung der kleinen Geschenke an uns Kinder ging, sah er nicht, wie er ins das verknotete Gabenleintuch greifen konnte. Bei der Suche fing er laut zu schimpfen an, wobei eben dieses Leintuch aufbrach und zusätzlich noch der Bischofshut herunter fiel, unter der seine Glatze sichtbar wurde. Er verließ fluchtartig das Zimmer. Aber wir Kinder: Ach der Papa ist der Nikolo! Und wir wußten, dass über vielem nur Schwindel ruhte.

So berührte es mich kaum, was der Pfarrer im Religionsunterricht sagte. Mir kam alles als unwirkliches Reden und als nur scheinbar wichtiges Spektakel vor. Besonders die Prozessionen im Ort. Und bei der Frage: "Wer war am Sonntag nicht in der Kirche?" war ich derjenige, der meistens die Hand hob. ( Übrigens: ich besuche auch heute nur ganz selten einen Gottesdienst. Mir ist es gleichgültig, ob der katholisch oder evangelisch abgehalten wird. Neige aber lieber zum Katholischen hin)

Und trotzdem bin ich sehr gläubig. Ich habe gelernt, dass es nicht das Äußere ist, worauf es ankommt. Man darf die Welt nicht an den Irrtümern anderer messen. Die einen sind vollkommene Materialisten und Atheisten, die anderen sind oft blinde Fanatiker ihrer Religion, besssen von allem Möglichen, nur nicht von Achtung, Liebe, innerem Frieden. Das betrifft Christen, Muslims, Anhänger östlicher Religionen.

Aber wenn man etwas tun will , dann lebe man in schlichter Lebensfreude und strahle diese aus. Doch tiefe Lebensfreude nährt und erweitert sich mit überlegender und kritischer Annäherung an dasjenige Feine, was man als das Höhere bezeichnet: Gott, geistige Welten. Das eigene erweiterte Wissen, die Überzeugung, die feine Empfindung schlägt dann auch die nötigen Brücken zu den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft.

So geht es auch, sagt wieder einmal - reinwiel
Stimmt, die Großschreibung belastet das Auge. Tut ihm nicht gut.

Aber nun zum Christentum. Ich hatte nie Religionsunterricht. Wir wurden anders erzogen. Nicht, daß wir Menschenhaß gelehrt bekamen im Osten,sondern kollektive Gemeinsamkeit - miteinander etwas erleben und Menschenwürde und Achtung vor dem Anderen. Natürlich kam alles von oben - die Anweisungen, aber wir lebten einfach miteinander, feierten, zankten uns auch mal und waren, so wie ich es erlebte, einfach nur Mensch.
An eine kleine Begebenheit erinnere ich mich, als eine christliche Frau kam - wohl von der Kirche und uns in der Schule Bildchen von Jesus schenken wollte - da kam der Russisch-Lehrer und jagte diese kleine zierliche Frau mit Schimpfworten von dannen. In meinem kleinen kindlichen Herzen hat mir diese Frau sehr leid getan und ich dachte, daß unser Lehrer wohl kein sehr guter Mensch war. Ich erfuhr nach Jahrzehnten, daß er in seinem letzten Jahrzehnt ein Raucherbein hatte und es ihm abgenommen wurde und daß alle seine Ehen wohl zu Bruch ging, weil er wohl eher ein sehr loser Mensch war, was Frauen anging. Aber das ist die eine Seite - jeder Mensch hat seine Schattenseiten. Später lernte ich viele Bekannte kennen, die ihren Glauben lebten und heute noch leben. Diese langjährigen Bekanntschaften haben mich sehr geprägt, ich lernte dann auch dieses Miteinander kennen, das Akzeptieren meiner Person als Mensch - da ich nie Christ war. Meine Fragen wurden in den Büchern von Dr. phil A. Gosztonyi beantwortet, warum Gott so handelt und nicht anders. Man kann hunderte von Büchern lesen, aber manchmal findet man ein Buch, wo alles Inhaltliche zusammengefaßt wird. Und dann wird einem klar, wieso die Welt so ist und nicht anders. Auf meiner Suche bin ich durch viele Ansichten gekommen - ich war für vieles offen - meine Zweifel sind immer da , aber sie führen dazu, daß Gott immer ein Thema für mich sein wird.
Dazu kommen persönliche Erlebnisse, die das bestätigten, was ich dann später las. Das war für mich Erklärung und ich blieb auf dieser Schiene.

Gott muß man in sich erfahren - es muß einen erschüttern, selbst, wenn man bei den geringsten Arbeiten ist - Gott meldet sich - auf eine Weise, wie man sie sonst nie erfährt. Und das darf man sich auch nicht zerreden lassen. Das ist einfach da oder nicht.

Das nur kurz von mir.
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