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| Hmmm du kommst mir vor, wie ich vor 3 Jahren. Bei mir ist da halt nur der Unterschied, dass ich diese Wut auf den Islam hatte. Ungefähr aus demselben Grund wie du: Andere Menschen haben mir gezeigt, wie "schlimm" der Islam ist. Ich dachte auch: Das will Gott? Das ist meine Religion? Das will ich nicht! Meine Eltern haben mir Religion nur mit Strafandrohung und Verboten beigebracht. Immer hiess es "Gott wird dich bestrafen!" oder mir wurde angedroht, mich zu verstossen, wenn ich z.B. einen Andersgläubigen Freund habe. Dazu kommt noch, dass meine Brüder immer besser behandelt wurden als ich, und man wollt mir weissmachen, dass ich nur für den Haushalt da wäre. Ich wollte das alles, genauso wie du, nicht wahrhaben. Irgendwann bin ich dann komplett durchgedreht und wurde Satanistin und habe auf alle Regeln geschissen. Heute bereue ich das, und sehe dies als unnötigen Fehler, aber damals wusste ich nicht, was ich heute weiss, und das möchte ich dir auch sagen: Religion an sich selbst ist nicht schlimm, was die Menschen draus machen, ist schlimm. Das Christentum an sich ist (finde ich) eine gute Religion, nur manche Menschen meinen z.b. im Namen Gottes falsche Sachen zu machen. Das ist genauso wie im Islam. Keine Religion möchte, dass du schlimme Sachen machst, keine Religion "befiehlt" dir sowas. Die Menschen machen es selber, und es "im Namen Gottes" zu tun, soll nur eine Ausrede sein. Bitte nimm dir meinen Beitrag zu Herzen.
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Gott und Kirche gehören nicht zusammen. Gott und Mensch schon, aber es ist eine Beziehung, ein Verhältnis, bei denen ein Mittler nicht erforderlich ist. Die Kirche hat sich in eine Position hinein geschoben,in der sie nichts zu suchen hat.
Sie bevormundet den Menschen bei seinem geistigen Weg und bei der Zwiesprache mit seinem Schöpfer.
Wenn wir uns auf den inneren Weg machen und mit Gott sprechen, wenn wir auf unsere Empfindung hören und wenn wir den Nächsten lieben UND uns selbst, dann haben wir eine Chance, Gott näher zu kommen.
Wir haben von unserem Anbeginn an eine direkte Verbindung mit unserem Schöpfer. Meistens wissen wir das nicht und sehen uns das Äußere an, was uns umgibt und was uns stört. Aber alles das, was uns am Christentum stört, hat eigentlich mit Gott nichts zu tun.Es betrifft die Kirche.
Gott hat aber die Menschen ganz ohne die Kirche geschaffen. Er braucht sie nicht und die Erfahrung aller Gottgesandten mit der Kirche oder mit anderen religiösen Hierarchien war sehr unglücklich. Man kann auch sagen tödlich!
Gott möchte, dass die Menschen ihren Entwicklungs - prozess innerhalb der Schöpfungsgesetze positiv durchlaufen und in sich die Sehnsucht nach der Heimkehr ins Paradies, unserer geistigen Heimat, erwecken.
Herzliche Grüße
VK
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| Zitat: |
| Gott und Kirche gehören nicht zusammen |
Wieso nicht?
Ich frage mich, was die Leute gegen die Kirche haben.
Kirche ist toll.
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| Sakon hat folgendes geschrieben: |
| Wieso nicht? |
Die passendste Antwort auf diese Frage liefert Reinhard Mey:
Hin und wieder geißl’ ich mich und geh’ hart mit mir ins Gericht
Und befrag’ mich hochnotpeinlich, ob ich glaube oder nicht.
Nur ein bißchen Folter und schon erpress’ ich mir den Beweis,
Daß ich erstens gar nichts glaube und zweitens gar nichts weiß.
Ich glaub’ nur, daß, wenn es ihn tatsächlich geben sollte,
Er, was hier in seinem Namen abgeht, gar nicht wollte!
Erstmal glaub’ ich, daß die Weihwasserbeckenfrösche ihn stören
Und die viel zu großen Häuser, die angeblich ihm gehören.
Glaubt ihr denn, er ist auf Lakaien und Grundbesitz erpicht?
Jasager und Immobilien? Ich glaube nicht!
Ich glaub’ nicht, wenn es ihn wirklich gibt, daß er’s überaus liebt,
Daß sich jemand hartnäckig als sein Stellvertreter ausgibt
Und sich für unfehlbar hält. Ich glaub’ nicht, daß es ihm gefällt,
Daß man ihm krause Ansichten als „sein Wille“ unterstellt
Ich verwette mein Gesäß: Brimborium und Geplänkel,
Mummenschanz und Rumgeprotze gehn ihm auf den Senkel,
Dieses Ringeküssen, diese selbsgefäll’gen Frömmigkeiten,
Dies in seinem Namen Eselei’n und Torheiten verbreiten.
Glaubt ihr, daß er will, daß irgendwer an seiner Stelle spricht?
Irgend so ein kleines Licht? Ich glaube nicht!
Ich glaub’ nicht, daß er in seiner Weisheit, seinem ew’gen Rat
Sowas Abartiges ausgeheckt hat wie den Zölibat,
Denn sonst hätt’ er sich zum Arterhalt was andres ausgedacht
Und uns nicht so fabelhafte Vorrichtungen angebracht.
Welch ein Frevel, daran rumzupfuschen, zu beschneiden,
Zu verstümmeln! Statt sich dran zu erfreu’n, dran zu leiden!
Und wenn Pillermann und Muschi nicht in den Masterplan passen,
Glaubt ihr nicht, er hätt’ sie schlicht und einfach weggelassen?
Glaubst du Mensch, armsel’ger Stümper, du überheblicher Wicht,
Daß du daran rumschnippeln darfst? Ich glaube nicht!
Ich glaub’ nicht, daß ihm der Höllenlärm etwas bedeutet,
Wenn man in die göttliche Ruhe hinein die Glocken läutet.
Ich bin sicher, daß er es als schlimme Lästerung betrachtet,
Wenn man, um ihn zu bestechen, kleine Lämmerchen abschlachtet
Und er muß sich sofort übergeben, denkt er nur ans Schächten,
Oder an die schleim’gen Heuchler, an diese gottlosen Schlechten,
Die scheinheilig die Kinderlein zu sich kommen lassen
Und ihnen in die Hose fassen!
Ich glaub’ nicht, daß er in Euren pompösen Palästen thront,
Ich glaub eher, daß er beim geringsten meiner Brüder wohnt,
Eher bei den Junkies, bei den Trebern im Park als in Rom,
Eher in den Slums, den Schlachthöfen, den Ghettos als im Dom,
Im Parterre bei Oma Krause, in der Aldi-Filiale,
Eher auf dem Straßenstrich als in der Kathedrale,
Wo Schiefköpfige, Händeknetende Schuldgefühle schüren,
Eitel, selbstgerecht, als würden sie IHN an der Leine führen.
Eher als in Eurer düstren, modrig-lustfeindlichen Gruft
Sitzt er unter freiem Himmel in der lauen, klaren Luft,
Neben mir auf der Bank vor der Gartenlaube
Bei einer Flasche Deidesheimer Herrgottsacker, ja, ich glaube!
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Hallo,
das Problem ist, was Mensch aus Kirche macht, nicht das Wort oder der Begriff Kirche \ Gemeinde an sich.
Kirche / Gemeinde unterliegt den Verformungen durch deren Mitglieder, dass muss nicht immer in die positive Richtung gehen bzw. ist es schwer alle unter einen Hut zu bekommen - das Problem, das jede Gemeinschaft hat.
Adios
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