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sind reine Illusionen, die sich sofort auflösen müssen, sobald man dieses notwendige Ereignis philosophisch von der richtigen Seite betrachtet. - Die Philsophie (und kein Jesus etc.) hilft uns, die Furcht vor dem Tod zu überwinden, indem wir die Natur des Menschen erkennen und den Wunsch nach dem "ewigen Leben" durchschauen.
Ich verweise auf den blog:http://motion.blog.de der sich mit den Lehren des Philosphen Holbach befasst (Suche nach den Tags: Seele, Todesangst etc.) Hier ein Auszug:
STERBEN heisst nicht mehr existieren; heisst in den Zustand der Empfindungsunfähigkeit zurückzukehren, in dem wir uns vor unserer Geburt befanden, ehe wir Sinne und das Bewusstsein unserer gegenwärtigen Existenz hatten. Gesetze (der Natur), die ebenso notwendig sind wie diejenigen, die uns ins Dasein riefen, lassen uns wieder in den Schoss der Natur, aus dem diese uns einst hervorgebracht hat, eingehen.
Ohne uns zu fragen, stellt und die Natur für eine Zeitlang in die Reihe der organisch gebauten Wesen, die wir später ohne unsere Zustimmung wieder verlassen müssen.
Weit davon entfernt, die Sterblichen zu trösten, die Vernunft zu bilden un den Menschen zu lehren, sich der Notwendigkeit zu fügen, ist die Religion in tausend Ländern darum bemüht gewesen, ihm den Tod bitterer und sein Joch schwerer zu machen.
So hat der Aberglaube (= Religion) schliesslich die Welt mit Schwärmern angefüllt. ... Er hat es schliesslich erreicht, die Menschen zu überreden, dass ihr gegenwärtiges Leben nur ein Übergang zu einem wichtigeren [ewigen] Leben sei. - Das ist ein Unfug: Wir haben nur dieses eine Leben. Wenn wir es nicht mehr haben, können wir es nicht bedauern, da wir nicht mehr da sind. EPIKUR schrieb in einem Trostbrief: Der grösste Schrecken, der Tod ist nichts. Wenn wir da sind, ist der Tod nicht da; wenn der Tod da ist, sind wir nicht (mehr) da.
So war die Lehre vom künftigen Leben einer der verhängsvollsten Irrtümer, von denen das Menschengeschlecht heimgesucht wurde. Diese Lehre lähmte und schwächte die Völker und liess sie gleichgültig werden gegenüber ihrem Wohlergehen; oder aber sie stürzte sie in wütende Schwärmerei, die in mörderischen Kriegen mündeten.
Auf welche Weise kamen die Menschen dazu, sich so willkürliche und sonderbare Ideen von der anderen Welt zu machen. Ich [Holbach] antworte: Wahr ist , dass wir keine Idee von einer Zukunft haben, die für uns nicht vorhanden ist; unsere Ideen von der Vergangenheit und von der Gegenwart geben unserer Einbildungskraft den Stoff, dessen sie sich bedient. "Wir glauben" [oder hoffen], sagt Hobbes, "dass das, was ist, immer sein wird und dass diesselben Ursachen dieselben Wirkungen haben werden."
Über die Menschennatur:
Der Mensch hat in seinem gegenwärtigen Zustand [überhaupt bei allem] zwei Arten von Empfindungen: eine, die ihm zusagt, und eine andere, die ihm zuwider ist [Lustprinzip]. Davon überzeugt, dass diese beiden Arten zu empfinden ihm auch nach seiner gegenwärtigen Existenz anhaften werden, stellte er sich in den Regionen der Ewigkeit zwei unterschiedliche Aufenthaltsorte vor; der eine war für die Glückseligkeit bestimmt und der ander für die Qualen [alles in übersteigerter Form ausgemalt]; der eine sollte für Anhänger seines Gottes aufnehmen, ide anderen die Ungläubigen.
Das ist der wirkliche Ursprung der bei den Menschen so weit verbreiteten Ideen über das künftige Leben. Wir finden überall ein Elysium (Paradies) und einen Tartarus (Hölle), kurz zwei voneinander unterschiedene Aufenthaltsorte.
Mit Hilfe der Einbildungskraft von Schwärmern oder Betrügern wurden diese ausgemalt und den Vorurteilen, Ideen, Hoffnungen und Befürchtungen der Völker, die an sie glaubten, angepasst. Die Inder stellten sich den angenehmen Aufenthaltsort als einen Ort der Untätigkeit oder der beständigen Ruhe vor, weil sie als Bewohner eines heissen Klimas in der der Ruhe die höchste Glückseligkeit sahen; die Mohammedaner versprachen sich dort sinnliche Freuden [u.a. mit den berühmten grossäugigen Huris], die denen entsprachen, die auf Erden das Ziel ihrer Wünsche sind; die Christen erhofften zumeist unaussprechliche spirituelle Freuden, kurz: sie erhofften sich ein Glück, von dem sie keine Idee hatten.
Welcher Art diese Freuden auch sein mögen, die Menschen sahen ein, dass ein Körper vorhanden sein müsste, damit ihre Seelen entweder angenehme Empfindungen haben oder den Leiden, die für die Feinde der Gottheit bestimmt waren, ausgesetzt werden konnte: so entstand die Lehre von der AUFERSTEHUNG [im Fleische], der zufolge man annahm, dass derselbe Körper, der vor aller Augen in Fäulnis überging, zersetzt und aufgelöst wurde, sich eines Tages durch eine Wirkung der göttlichen Allmacht wieder zusammensetzen würde, umd von neuem der Seele [= Empfindungsfähigkeit nach Holbach] als Hülle zu dienen.
Diese unbegreifliche und, wie man sagt, von den Magiern erfundene Anschauung [die Auferstehung im Fleisch und die Unsterblichkeit der Seele ist dem alten Testament fremd] hat noch heutzutage viele Anhänger, von denen sie jedoch niemals ernsthaft überprüft wurde.
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Lieber eksisto,
schön dass du hier im Forum bist. Du wirst mit deinen oben dargestellten Argumentationen auf viele Gleichgesinnte stoßen aber auch auf solche Menschen, denen deine Ausführungen in ähnlicher Form schon lange bekannt sind, sie aber dennoch nicht als die Lebensweisheit schlechthin so einfach hinnehmen werden.
Zu diesen gehöre ich. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil ich anführe, dass du und andere Philosophen nur die Vorderseite einer Medaille betrachtet, nämlich das, was ins Auge springt. Und das trotz der Behauptung, auch das zu berücksichtigen, was eigentlich hinter den Dingen liegt.
Die Seite, die so untersucht wird, sieht mit Liebe die Angriffspunkte, die in überholten Vorstellungen liegen, die Schwächen der "heiligen" Schriften. Diese Seite kehrt mit einer eintönigen Sturheit die Irrwege, die unrealistischen Wahnvorstellungen von Fanatikern, das blinde Kleben der Gläubigen an Textstellen und die Widerwärtigkeiten und Kriege hervor, die ihren Grund in der Religionen haben. Und verweist mit erhobenen Finger: Ja, von daher kommt der Unfrieden der Welt.
Wo aber wird die gute Seite des Glaubens, dessen Schönheit, die geistige Entfaltung durch Religion, die Vertiefung der Menschlichkeit, die geistigen Fortschritte der Menschheit eben wegen eines religiösen Glaubens, die leichtere Hinführung zum sozialen Denken aus religiösen Motiven heraus, objektiv berücksichtigt? Wenn man urteilen will, muss man beide Seiten sehen.
Es wird nicht einmal das eingestanden, dass sich die modern eingestellte Diskussionen gerade an und wegen der Religion entzündet. Wir, die Unreligiösen, die Realisten wissen und können es auf allen Linien besser als die religiösen Schwärmer - und schon wird unterstellt, dass jeder fromme Mensch ein weltfremder Mensch ist.
Wie sieht es denn in China aus? Dort wo Religion jeder Art amtlich untersagt ist und verfolgt wird? Geht es dort immer menschenwürdig, gerecht und sozial zu? Dort wo der Kommunismus eigentlich die gemeinschaftliche und gerechte Teilung der Güter bis ins Letzte durchgeführt haben sollte? Ganz ohne Religion?
Und sind nicht gerade dort auch die im Herzen frommen Leute diejenigen, die am meisten geistige Impulse setzen? Geistigen Fortschritt trotz der kommunistischen Umklammerung bewirken?
Also - ich bin doch lieber offen für die höhere geistige Welt, für die Existenz der eigenen Seele, für die gute, wesentliche Religion im Herzen, für die Auffassung, dass es mit dem Tod nicht aus ist. Ich bin kritisch, aber für Seele, Gott, einen höheren Sinn des Lebens.
Es ist gut, ein wenig objektiv und versöhnlich zu sein. Das meint - reinwiel
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