Angst vor anderen Menschen und vor mir selber


Um nicht lang "drumherumzuschwafeln":

Gestern Nacht habe ich mir was angetan. Ich habe mich ganz fest in meinen rechten Arm verbissen und hab mit der Faust ständig auf meine Wade gehauen. Ganz stark. Ich habe angefangen mit meinen Nägeln meinen Oberschenkel zu zerkratzen. Dabei hab ich geweint. Mein Gemüt schwankte zwischen Hass und Trauer. Ich hatte schon seit mehr als einem Jahr mit der Selbstverletzung aufgehört. Doch heute Nacht überkam es mich wieder, als ich über mich und men Leben und all das, was man mir angetan hat, nachdachte. Wie sonst auch immer.
Ich habe einen halbherzigen Suizidversuch hinter mir.

Ich habe gemerkt, dass ich mich verändert habe. Verändert zum Negativen. Ich hasse Menschen. Ich habe Angst vor Menschen. Ich gehe nicht sehr gern raus, möchte von niemandem mehr gesehen werden. Ich hasse mch selbst, ich kann mich selbst nicht mehr im Spiegel anschauen. Ich habe Wünsche. Wünsche für bestimmte Leute, Wünsche für meine Familie. Diese Wünsche beinhalten Leid, Qual und Einsamkeit, tausend Mal schlimmer als ich es erlebt habe. Ich liebe nicht mehr, niemanden mehr, auch nicht mich selbst. Ich habe Fantasien, schreckliche Fantasien, wie ich es allen heimzahle, und was ich mit denen anstelle. Ich habe Gedanken, schreckliche Gedanken "Ihr werdet alle sterben, ihr werdet alle büßen, ihr werdet alle leiden"

Ich habe mich verändert und ich habe Angst vor mir. Ich möchte nichts tun, das ich irgendwann mal bereuen werde. Bin ich ein abgrundtiv böser Mensch geworden?
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Die Dummen machen dumme Sachen,
Die Dümmeren machen mit...
Liebe Nephera,

wenn man ein körperliches Leiden hat geht man zu einem Arzt, wenn man ein seelisches Leiden hat zu einem Psychologen. Mehr kann und will ich Dir nicht raten, dass wäre unverantwortlich.

Du bist kein schlechter und/oder böser Mensch, Du bist nur ein Mensch der professionelle Hilfe braucht und die wist Du nicht in einem Forum finden.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.
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Ich habe eiserne Prinzipien, wenn die anderen nicht gefallen, dann habe ich noch andere.
Ich war schon bei vielen Psychologen, keiner konnte mir helfen und da hatte ich noch nichtmal meine heutige Einstellung... Bei meinem letzten Psychologen hab ich selber abgebrochen, weil ich einfach die Schnauze voll hatte. Ich ging depressiv rein und kam depressiv wieder raus und von ihm kam immer dieselbe Leier...
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Die Dummen machen dumme Sachen,
Die Dümmeren machen mit...
Liebe Nephera,
Zitat:

Ich war schon bei vielen Psychologen, keiner konnte mir helfen und da hatte ich noch nichtmal meine heutige Einstellung... Bei meinem letzten Psychologen hab ich selber abgebrochen, weil ich einfach die Schnauze voll hatte. Ich ging depressiv rein und kam depressiv wieder raus und von ihm kam immer dieselbe Leier...


Ja, vielleicht liegt es dann einfach auch mit an dir? Du willst dir nicht wirklich helfen lassen, oder vielleicht nicht wirklich etwas an dir ändern, den Problemen/Wahrheiten nicht ins Auge schauen. Es ist sicher nicht einfach, aber ich denke da führt kein Weg daran vorbei.

Zitat:
Ich habe mich verändert und ich habe Angst vor mir. Ich möchte nichts tun, das ich irgendwann mal bereuen werde. Bin ich ein abgrundtiv böser Mensch geworden?


Was denkst du selbst? Hältst du dich für schlecht? Wenn du dir mit JA antwortest dann versuche etwas dagegen zu tun. Warum z.B. hast du solche Hassgefühle? Für was sollen andere büßen? Du kennst sicher die Antwort, wenn du ehrlich zu dir selbst bist. Wenn du wirklich etwas ändern willst musst du zuallererst ehrlich zu dir selbst sein. Das ist sicher nicht leicht.
Ich kann mich eigentlich _Leer_ nur anschließen. Nimm professionelle Hilfe in Anspruch und lass diese auch zu. Auch Psyhotherapeuten können dir nur helfen, wenn du es auch zulässt und dich darauf einlässt. Du willst ja etwas ändern, sonst würdest du nicht schreiben, aber du musst auch bereit sein, mitzuarbeiten, damit die Psychologen dir helfen können.

Ich wünsche dir auch alles erdenklich Gute und viel Kraft.

LG
Kiki
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Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist. (Mutter Theresa)
Liebe Kiki,

ich habe der Wahrheit schon lange ins Auge gesehen. Ich habe auch versucht, mir helfen zu lassen, aber keiner war fähig dazu, immer dasselbe gerede. Ausserdem hat man mir schlimme Dinge angetan, sonst hätte ich nicht versucht, mich umzubringen.

Ausserdem verletzt es mich, dass du in Erwägung ziehst, dass ich selber schuld sein könnte. Nur ich weiss, was mir widerfahren ist, und das definitiv grundlos. Nimm das bitte nicht als Beleidigung.

Lg Nephera
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Die Dummen machen dumme Sachen,
Die Dümmeren machen mit...
Hallo Nephera,

du bist ein armes Opfer und ein solches wirst du bleiben, wenn du deine Einstellung beibehälst. Wenn du das willst, ist das ok. Wenn du was anderes willst, musst du aus der Opferrolle raus und der erste Schritt ist... *hust* Verantwortung übernehmen - wenn nicht für das, was dir damals angetan wurde, so doch für das, was heute draus geworden ist.
Die Vergangenheit kannst du nicht ändern, die Gegenwart schon.

LG
Liebe Nephera,

na dann ist ja gut, wenn du der wahrheit schon ins Auge geschaut hast, aber dann solltest du nun auch den 2.Schritt machen, genauso wie Lisken es auch geschrieben hat.
Ich habe nie in Erwägung gezogen dass du an dem was auch immer dir widerfahren ist selbst Schuld bist. Es hilft aber nichts, die Psychologen z.B. als unfähig abzustempeln, sondern du musst dich auch mal fragen, ob du dir überhaupt helfen lassen willst. Sicher gibt es unfähige, aber da du ja schon bei mehreren warst, solltest du dich auch fragen, ob nicht auch du selbst etwas dazu tun musst, ob du nicht vielleicht blockierst. Ich zweifle ja nicht daran, dass dir Schlimmes widerfahren ist, aber wer soll dir helfen, wenn du es nicht zulässt?

So wie Lisken schrieb "an dem Vergangen kannst du nichts mehr ändern, an der Gegenwart schon" , denn wer außer du selbst kann etwas ändern? Die Therapeuten können dir nur Hilfestellung geben, der Wille muss aber von dir kommen, sonst wirst du immer Opfer bleiben.

Verarbeite die Vergangenheit, dann lege sie so gut es geht ab und schau nach vorne. Nimm dazu Hilfe an, bleibe offen dafür und sag nicht von vornherein, dir kann niemand helfen.

LG
Kiki
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Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist. (Mutter Theresa)
@Lisken glaube bitte nicht, dass ich dazu keine Verantwortung übernehmen möchte. Ich möchte wirklich nicht so sein, es ist so komisch, es kommt einfach über mich, dieser riesige Hass und alles. Ich möchte es nicht, ich möchte genauso fähig sein, Freude zu empfinden und die meisten Tage meines Lebens möchte ich in aufrichtiger, guter Laune verbringen.

@Kiki Das mit der Verarbeitung ist sehr sehr schwer. Sobald ich diese Leute per Zufall treffe fangen die schon wieder an. Wenn immer irgendwas dazu kommt, dann ist das Verarbeiten aller Ereignisse schwer udn wenn ich ehrlich bin, falls diese Leute sich jemals bei mir entschuldigen würden, ich würde sie nie annehmen. Klingt vielleicht ein bisschen hart, aber mir haben die auch nie eine 2te Chance gegeben.

LG an euch beide
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Die Dümmeren machen mit...
Liebe Nephera,

Zitat:
Wenn immer irgendwas dazu kommt, dann ist das Verarbeiten aller Ereignisse schwer udn wenn ich ehrlich bin, falls diese Leute sich jemals bei mir entschuldigen würden, ich würde sie nie annehmen. Klingt vielleicht ein bisschen hart, aber mir haben die auch nie eine 2te Chance gegeben.


Du musst das anders sehen. Indem du ihnen vergeben würdest (nicht gleichzusetzten mit vergesssen) oder zumindest es schaffen würdest ihnen gleichgültig und ohne Hass entgegen zu treten, gibst du nicht ihnen, sondern dir selbst die zweite Chance. Wenn du dich von Wut und Hassgefühlen beherrschen lässt, kannst du diese Menschen nicht loslassen und sie bestimmen somit immer dein Leben. Dein ganzes Leben wird von ihnen bestimmt, du bist nie frei.
Versuche das was war abzuhaken, loszulassen, vor allem wegen dir selbst. Dann hast du sie "besiegt", bist die Stärkere, weil sie keine Macht mehr haben über dich. Sie sind dir einfach gleichgültig. Du kannst dein Leben leben.
Ich weiß dass das nicht so leicht ist, aber du musst anfangen von diesen negativen Gefühlen loszulassen, mit denen du weniger ihnen aber sehr stark dir selbst schadest.
Ich weiß wovon ich rede. Lass diese Menschen unwichtig werden für dein Leben und frag dich selbst:
Selbst wenn diesen Menschen heute schlimmes passieren würde, wärst du dann zufriedener? Glücklicher? Würde es dir besser gehen? - Ich glaube nicht. Denn damit gibst du ihnen eine zu große Wichtigkeit.

Alles Gute für dich
Kiki
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Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist. (Mutter Theresa)
Liebe Nephera,

höre bitte nicht auf diese Hobby-Psychologen. Ich finde es äußerst gefährlich sich in einem Forum Rat zu holen, weil hier jeder seinen Mist dazugeben kann, ohne wirklich eine Ahnung zu haben, wie man mit sowas umgeht! Du lässt auch nicht jeden Deinen Blinddarm heraus-operieren, genau so wenig solltest Du nicht jeden an Deiner Psyche rumdoktern lassen.

Such Dir professionelle Hilfe und wenn Du keine findest, dann suche weiter. Hier wirst Du auf keinen Fall einen wirklich professionellen Rat finden, aber hier macht jemand es vielleicht noch schlimmer.

Alles Gute
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Ich habe eiserne Prinzipien, wenn die anderen nicht gefallen, dann habe ich noch andere.