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Ganz genau. Kerze ausgeblasen - aus.
Keine nächste Dimension, keine Dunkelheit - gar nichts.
Wenn man tot ist, hat man keine Wahrnehmung, kein Wissen mehr.
Totsein ist nur schlimm für die, die zurückbleiben.
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Wenn es so kommen würde wäre ich -wenn ich dann noch könnte- wahrscheinlich enttäuscht...naja wissen kann es natürlich keiner, denke ich was danach kommt....müssen uns wohl überraschen lassen....
andere Frage: wie siehst du dann das Leben? Als kurzen Augenblick, der Ewigkeit? Wie ein Traum beim Schlafen?
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| Zitat: |
| Wenn es so kommen würde wäre ich -wenn ich dann noch könnte- wahrscheinlich enttäuscht. |
Du könntest nicht mehr enttäuscht sein.
Totsein merkt man nicht.
Ich habe mal eine Narkose gehabt und - die nicht mitbekommen.
Von einem gefühlten Augenblick zu einem anderen ohne Unterbrechung,
aber zwischendurch hat man mich 1 Stunde operiert.
Hab ich dumm geguckt, als die mich wieder in mein Zimmer schoben, ich habe ja eingentlich noch darauf gewartet, daß die endlich anfangen...
Kein Schlaf - denn da hast du ein Zeitgefühl, du kannst denken, bu bist noch da.
Einfach weg. So wie vor meiner Zeugung auch.
Warum sollte die Seele frei vom Körper existieren können? Warum verlassen wir ihn denn dann mal nicht zwischendurch?
Aber - es ist meine Auffassung.
Die Menschen, die gestorben sind und die ich geliebt habe, sind tot, aber die Erinnerung an sie lebt weiter in mir, solange ICH lebe.
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Der letzte Absatz ist schön geschrieben´...ist bei mir auch so...
kann mich aber trotzdem damit nicht ganz anfreunden.....
Ja ich hatte auch mal eine Narkose und mir ging es wie dir. Naja irgendwann werden wir es ja mitbekommen was ist....oder auch nicht mtbekommen...
Aber trotzdem habe ich noch eine kleine Frage an deine Einstellung: Kannst du es dir nicht vorstellen dass es weitergehen könnte oder willst du es einfach nicht?
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Es gab mal eine Zeit, da habe ich mich sehr damit beschäftig, mit Nahtodberichten und so.
Ich war sehr davon überzeugt, daß es noch witergeht, weil ich mir einfach etwas anderes nicht vorstellen konnte und auch nicht wollte.
Es war einfach zu entsetzlich, zu leben und danach würde nichts mehr von einem übrigbleiben.
Aber ist es wirklich so?
Wenn man jemanden verloren hat, merkt man, daß sehr wohl etwas übrig bleibt: Die Erinnerung.
Man ist erst dann für die Welt wirklich tot, wenn niemand mehr an einen denkt.
Ich versuche, so zu leben, daß es mir und den Menschen, die gleichzeitig mit mir auf der Erde leben, daß es uns gut geht, soweit ich Einfluß darauf habe.
Und danach gehört die Erde unseren Kindern, unseren Enkeln, und wir treten ab, machen Platz.
Ich habe meinen Opa gehört, der mit 95 sagte: Ich habe so lange gelebt, jetzt ist gut.
Ich denke, der Wunschtraum nach einem ewigen Leben ist ein Wunschtraum der Jugend, man hat noch so viel vor.
Wenn man älter wird und viele Dinge sieht - vielleicht ist auch irgendwann ein Maß erreicht, wieviel man erleben und sehen will, dann ist vieles getan, vieles erreicht, und man hat keine Ziele mehr.
So wird das Leben nur noch ein Dahingleiten der Tage, ohne daß sie mehr mit Sinnvollem angefüllt werden.
Tragisch ist der Tod für Angehörige nur, wenn er zu früh kommt.
Ich weiß, wie brennend und unerträglich der Schmerz ist, wenn man jemanden verloren hat.
Es sind die Lebenden, die leiden und sich nicht abfinden können.
Der Verstorbene selbst kriegt nichts mehr mit.
Er "leidet" nicht unter seinem Totsein.
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