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Bestrafung nach dem Tod für die Sünden?












Nur kurz angedeutet: Wenn man ein paar böse Sachen gemacht hat, wird man laut Reinkarnationslehre sicher nicht bestraft, sondern bekommt nur zurück, was man selber ausgeteilt hat. Das ist nicht als Strafe zu sehen, sondern als Lernprozess. Man soll merken, was man angerichtet hat, damit man es beim nächsten Mal besser machen kann.
Hoffen wir mal, dass es so ist. Das wäre wenigstens Gerechtigkeit. Aber selbst ein Hitler muss nicht 10 Millionen mal grausam sterben, bis er seine Lektion kapiert hat. Die Lektion ist bestanden, sobald er gemerkt hat, dass man so nicht mit seinen Mitmenschen umgeht. Mit anderen Worten: Er muss jetzt unter anderem ein paar Mal als Jude auf die Welt kommen, der "schuldlos" ermordet wird, und auch als Homosexueller oder Zigeuner (Tschuldigung, es muss natürlich Sinti und Roma heißen). Das wird ihm schön stinken, aber es hilft nichts. Lange Zeit wird er sich (da man im nächsten Leben meist keine Erinnerung an die früheren Leben hat) ungerecht behandelt fühlen nach dem Motto: Womit habe ich das verdient? Irgendwann tickt er es und wird ein weiser, gütiger Mensch, so wie ich, beispielsweise.
Nur um die Begriffe zu sortieren:

Zitat:
Nur kurz angedeutet: Wenn man ein paar böse Sachen gemacht hat, wird man laut Reinkarnationslehre sicher nicht bestraft, sondern bekommt nur zurück, was man selber ausgeteilt hat. Das ist nicht als Strafe zu sehen, sondern als Lernprozess. Man soll merken, was man angerichtet hat, damit man es beim nächsten Mal besser machen kann


Das gilt für die esoterische und für die Hinduistische Reinkarnationslehre, nicht für die Buddhistische, die sieht nicht vor das irgendwer oder irgendetwas lernen kann, soll oder muss.
Ah ja, danke für den Hinweis.
Ich wollte nicht alles wieder gleich so kompliziert machen.
Wer will unter diesen Umständen schon Buddhist sein? Haben die überhaupt eine Reinkarnationslehre?
Ich dachte immer, Buddha lehnt ein fortbestehendes Ich ab, und nur die Taten haben Folgen, die irgendwie immer fortwirken.
Da lernt natürlich niemand etwas.
Zitat:
Wer will unter diesen Umständen schon Buddhist sein?


Je nachdem wie man zählt.....ne knappe Milliarde.

Zitat:
Haben die überhaupt eine Reinkarnationslehre?


Ja, aber eine etwas komplizierte, so ganz ohne Seele.

Zitat:
Ich dachte immer, Buddha lehnt ein fortbestehendes Ich ab, und nur die Taten haben Folgen, die irgendwie immer fortwirken.
Da lernt natürlich niemand etwas.


Richtig, ein materielles Ich (Ego) wird als Illusion oder als Metapher für die Prozesse, die sich so in uns abspielen gesehen. Wenn da kein Ego ist und keine Seele, gibt es auch nichts, was lernen kann. Es gibt nur den Geist und der enthält alle Wahrheiten, keine kann entfernt oder hinzugefügt werden.
@_Leer_

Oh je, und warum bin ich dann so unwissend, wenn es mich gar nicht gibt? Und wer sind dann diese "uns", in denen sich die genannten Prozesse abspielen?

Du brauchst nicht zu antworten, denn DAS Thema wird hier schon in vielen Threads ausführlich und endlos behandelt.

Im Prinzip stimme ich Dir ja zu, nämlich dass es nur den Geist gibt, der schon alle Wahrheiten enthält.

Und nun meine ich, dass wir wohl so etwas wie Ausstrahlungen dieses Geistes sind, die sich eine Weile (so ein paar tausend Milliarden Jahre in ein paar aufeinanderfolgenden Universen) damit befassen, sich in Richtung dieses Geistes zu entwickeln und dann ebensolche Geister zu werden, die ihrerseits weitere jungfräuliche kleine Geister (nicht Kleingeister!) aus sich heraus emanieren, die wiederum ....
Und so geht das nun schon seit unendlich vielen Unendlichkeiten.

Kein Wunder, das Buddha damit Schluss machen wollte.

Ich fürchte nur, dass die meisten geborenen Buddhisten trotzdem an die schlichte Art der Inkarnation glauben. Es geht ihnen so wie mir. Wochenlang habe ich versucht, die buddhistische Vorstellung zu kapieren, aber es wollte mir nicht gelingen. Und dabei habe ich Abitur.
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