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| Aber an etwas musst ja auch du glauben...ist es dann die Evulution? Der Urknall? |
Wieso an Evolution glauben? Sie ist eine belegte Tatsache!
Wieso an den Urknall glauben? Er ist das beste Modell, was es im Moment für die Entstehung des Kosmos gibt, mit zahlreichen Belegen. Wissenschaftler kommen der Stunde null immer näher, ich glaube nur über die ersten paar Millisekunden kann man noch keine zuverlässigen Angaben machen.
Ich weiß es ist ein beliebtes Argument, wenn man die eigene Postion kaum noch verteidigen kann, den vermeidlichen Widersacher zu deformieren, indem man ihn in den Sumpf hineinzieht und unterstellt, Wissenschaft sei auch nur eine Form der Religion - äußerst durchschaubar, denn es basiert auf der Einsicht des Versagens des eigenen Modells.
Ich glaube an nichts. Ich stelle die Möglichkeiten nebeneinander, versuche abzuschätzen welche als bewiesen oder fast bewiesen gilt und bei den Dingen wo eine Beweisführung noch unmöglich ist, schaue ich auf die Indizien, wer was verkündet und warum. Ich überlege ob es einfach vernünftig ist etwas anzunehmen oder abzulehnen und treffe aufgrund meiner persönlichen Einschätzung meine Entscheidung: Verwerfe ich die These, halte ich sie für plausibel oder die am wenigsten beachtete Möglichkeit - Wenn man keine Ahnung hat, öfter mal die Fresse halten.
Glauben, einfacher, stupider, unreflektierter Glauben, weil es immer schon so war, weil es in alten Büchern steht, weil jemand besonderes es sagt oder weil es angenehm ist, halte ich für das schlimmste Nervengift was es gibt, ein schädliches Denkschema.
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Ok kann ich gut verstehen: ich halte auch nicht viel von der Bibel.
Aber ich finde das du auf dieses Thema ziemlich gereizt reagiert
Aber ist vielleicht eine Falscheinschätzung von mir
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Ok kann ich gut verstehen: ich halte auch nicht viel von der Bibel.
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Die Bibel ist ein lustiges Buch, solange man sie nicht allzu ernst nimmt z.T. recht unterhaltsam. Außerdem ein recht interessantes Stück kognitiver Archäologie.
Als Lebensanleitung oder Ratgeber taugt sie nur nicht viel, im Gegenteil.
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Aber ich finde das du auf dieses Thema ziemlich gereizt reagiert
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Ich finde die meisten Religion allgemein relativ erheiternd, solange niemand sich auf sie bezieht um mal wieder jemanden umbringen oder sonst ein Leid zufügt. Der Absolutheitsanspruch ist die Krönung der menschlichen Fehlbarkeit und wenn das nicht irgendwie traurig wäre, weil die Konsequenzen so schlimm sind, würde ich in Gelächter ausbrechen. Was glaubst Du wie oft man mir schon gesagt hat, ich käme in die Hölle - echt schnuckelig.
Vielleicht wirken meine Wort auf Dich ein wenig hart, weil ich dieses "Ich glaub mal ein bisschen so vor mich hin und Du auch und zusammen glauben wir uns glücklich" im Moment mal einfach sehr kritisch sehe, denn das Denkschema glauben bereitet immer eine Grundlage für Extremismus.
Vielleicht bekommt ein Kind, welches muslimisch aufgezogen wird in einer gemäßigten Koranschule beigebracht, sein Sinn des Lebens sei die Pflichterfüllung gegenüber Gott. Und das glaubt er, von Herzen. Zwanzig Jahre später ist er eine netter junger Mann, hat ein Haus ein Job und eine Familie. Dann trifft er jemanden, der ihn eine Passage aus dem Koran unter die Nase hält, in der steht, es sei Allahs Wille, das der Islam verbeitet werde. Kann er sich mit anfreunden. Dann zeigt ihm jemand eine Koranstelle in der steht, es sie die Pflicht eines Moselms die Islam zu verbreiten - passt ihm immer noch. Dann hält ihm jemand eine Stelle unter die Nase, die besagt, die höchste Form der Pflichterfüllung sei sich zu Opfern. Und so kommt eins zum anderen und der junge Mann, der glaubt, man müsse seine Pflicht gegenüber Allah erfüllen, bindet sich einen Sprengstoffgürtel um, und geht Busfahren.
Die Attentäter von London oder Madrid, waren keine armen Schlucker, die nichts zu verlieren hatten, sondern Ingeniuere, die ein schönes Leben hätten haben können, aber sie haben geglaubt, sie kommen ins Paradies, weil sie ihre Pflicht erfüllen. Extremismus benutz die gleichen Denkschemata, wie gemäßigter Glauben, das beziehen auf eine göttliche Instanz ohne weitere Rechfertigung - das macht Glauben so gefährlich.
Ich hätte nebenbei bemerkt auch militante Christen nehmen können, es gibt auch von denen ein paar besonders schön blutrünstige Exemplare und leider keine Minderheit oder Randgruppe - dass mich hier keiner falsch versteht.
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@Leer
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| Glauben, einfacher, stupider, unreflektierter Glauben, weil es immer schon so war, weil es in alten Büchern steht, weil jemand besonderes es sagt oder weil es angenehm ist, halte ich für das schlimmste Nervengift was es gibt, ein schädliches Denkschema. |
Ich stimme dir voll zu.
Jemand der auf diese Art glaubt, der glaubt alles. Denn er hat gelernt, seine eigene Wahrnehmung zurückzustellen, da man ihm gesagt hat: Das mußt du so glauben, selbst wenn du es nicht nachvollziehen kannst; (obwohl es nachvollziehbar sein müßte). Hätte man den letzen Teil dazugesagt, dann hätten die Menschen nicht so einfach ihr Gehirn an der Garderobe
- sprich Kirchentür - abgegeben.
Wobei ich niemanden herabsetzen möchte, der glaubt.
Es ist jedoch leider so, daß viele Theologen nicht erklären können, was sie eigentlich lehren. Sie glauben selbst Dinge, die man eigentlich verstanden haben sollte. Und so können sie nur weitergeben, aus was ihr eigener Glaube besteht. Uns so geben sie oft einen Mangel weiter.
Und wer ernsthaft nach Antworten sucht, der wird ihnen glauben, denn sie müssen es ja wissen.
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Liebe Freunde,
darf ich mich wieder einmal einmischen? Ich sage, ordentlich, aubauend, die Welt und sich selbst stützend zu glauben, das bringt jede Entwicklung weiter. Der Glaube, den ich meine, umfasst weise Einsichten (nicht eine einzelne festgelegte) über und zu Gott, die Nähe belegen. Weiters halte ich es für richtig, sich selbst und andere nicht als blindes Produkt der Natur zu betrachten, sondern als ein Wesen mit Stoff: materiellen Stoff und feinen, höheren Stoff, sagen wir einmal Lichtstoff oder Seele. Das bist du dann selbst.
Nicht ordentlicher Glaube ist dann Fanatismus, geistige Abnormität, Verirrung oder das sich Hineinsteigern in religiöse Wahn-Vorstellungen, mit einem Wort Psychosen, die für sowohl für den Einzelnen als auch der Allgemeinheit nur noch Anarchie und Destruktion bieten.
Wichtig ist, für sich selbst nicht etwas als die einzig, mögliche Lösung vorauszusetzen. Also: Man hat etwas vom allmächtigen, liebenden Gott gehört. Damit ich seine Existenz als wahr akzeptieren kann, muss er doch irgendwie von seiner Allmacht Gebrauch machen und die Menschen aus Hunger, Durst, Qual und Selbstzerstörung herauszuführen. Kann er das nicht - oder will er das nicht, dann muss man keinen Gedanken an Gott verschwenden.
Man schließt damit aus, dass es über diese menschliche Einsicht hinaus, etwas geben könnte, was höhere Bedeutung haben könnte. Mir fällt dazu ein: Von Jesus Christus verlangte einer der beiden anderen Mitgekreuzigten, er müsse das Wunder vollbringen sich selbst und seine Mitleidenden vom Kreuz zu lösen. Dann würde er glauben können, dass Jesus Christus der Sohn Gottes sei. (Sinngemäß)
Es gab einen höheren Grund, weshalb Jesus Christus dies nicht tat. Es können aber auch mehrer Gründe gewesen sein. Aber ich frage mich: Verhalten sich nicht viele Menschen so? Das und das muss Gott nach ihrem Sinn tun, dass sie glauben können. Sperren sie sich nicht rigendwie weg?
Es ist leicht, über die Kirchen und eine religiöse Einstellung herzuziehen. Die heiligen, ehrwürdigen Schriften zeichnen und arbeiten mit unreellen Zwängen, das stimmt. Die Glaubensprediger sind nicht das, was sie sein sollten, das stimmt. Aber ich meine: Sei dein eigener Wegweiser. Du brauchst nicht alles wunderbar und fehlerfei machen, dazu ist das Leben zu anspruchsvoll. Aber suche Inhalt, das etwas höher Liegende.
Wenn man wirklich objektiv sein will, dann muss man suchen. Man kann sich immer mehr oder minder unvoreingenommen und doch kritisch fragen, ob mehrere Lösungen zu einem Problem in Frage kommen könnten. Mit Gott, mit Urknall, mit Evolution, mit höherem Sinn, mit fortschreitendem geistigen Hintergrund.
Mit Sarkassmus, Zynismus lässt sich die Bibel, der Koran, die Bhagavadgita und vieles mehr, leicht angreifen. Dann macht man sich etwas nur leicht. Wertvoller wäre es, Vorstellungen zu bauen, die Hoffnung geben.
Das meint vorerst einmal euer - reinwiel
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