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@Astrella
Handeln mußt Du sowieso allein - vielleicht aber aus Gottes Geist heraus. Wenn Gott Geist ist und wir durch ihn wirken, weil er auch in uns ist - na, dann handeln wir doch wirklich so, wie Gott es will. Es kommt dann aber vor allem darauf an, zu überlegen, warum das alles so ist und welchen Sinn es haben kann.
Wenn ich so mein Leben rückwirkend betrachte aus einer ganz anderen Warte heraus als früher, dann staune ich, wie sich so manches gefügt hat. Auch das, was scheinbar böse war, hat sich später gelöst. Das ist, als wenn du einem Kind ein Hölzchen gibst mit vielen Löchern quadratisch und rund und eckig - und es soll mit dementsprechenden Teilchen alles füllen. Passen die Teilchen, ist das Spiel beendet.
Ach, mir fiel kein anderes Beispiel ein.
Was wäre wenn, habe ich mich manchmal gefragt: hätte ich andere Eltern, eine andere Erziehung, einen anderen Mann, andere Kinder - aber es ist so, wie es ist - trotz aller Probleme - und manchmal fühle ich mich überfordert und möchte mich am liebsten auf Wolke 7 flüchten. Aber die ist so weit weg, also muß ich überlegen, wie ich die mir gestellten Aufgaben erfüllen kann.
Nach einer Krise habe ich das empfangen, was auch reinwiel empfing. Es war schön und es ist immer unbeschreibbar. Was Jeder dabei fühlt, gilt nur für ihn/sie und für niemandenanders - wie kann man so etwas vermitteln. Wohl gar nicht, es sei denn, man ist Dichter, dann mag es klappen. Es gibt eben Dinge, die einem selbst etwas sagen sollen und das man besser für sich behält. Für den, der es noch nicht fühlt, ist es nur irgend etwas - vielleicht Spinniges - worüber er/sie nur lachen könnte. So etwas läßt man sich nicht gern kaputt machen.
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Lieben Gruß ihr guten Leute!
Nein, diese schöne Gotteserfahrung habe ich nicht selbst gemacht. Aber ich kenne den Mann persönlich. Ich hatte nur einige andere, mir unerklärliche Erfahrungen. Dabei machte ich auch die Erfahrung wie Astrella, dass sich das Erlebte mit der Zeit so gestaltet, als wäre es eine Täuschung gewesen.
Doch eine wichtige Sache ist mir schon begegnet: Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung der Nerven, die sozusagen unweigerlich fortschreitet und bis heute als unheilbar gilt. Nun, diese grausige Krankheit fasste mich so an, dass ich viele Lähmungserscheinungen hatte, den Rollstuhl schon vor mir sah. Im dritten Jahr sah ich dann nur noch durch einen Nebel - akute Erblindung stand bevor.
Dass ich weitgehend gesundete, über 30 Jahre voll arbeiten konnte, vollkommenes Augenlicht zurück erhielt - das eben schreibe ich der Hilfe und Gnade Gottes zu. Ich könnte das bezweifeln - nicht aber kann ich an meiner geschenkten Gesundheit zweifeln. Da sperre ich mich nicht von ihm weg, auch wenn er für meinen Weg Schutzengel eingesetzt haben mag.
Gott der Allmächtige hat da nicht tatenlos zugesehen. Seine Allmacht hütet sich aber mit äußerster Konsequenz davor, die Freiheit des Menschen zu zerstören. Gott hat unendlich viel Zeit, auch wenn viele Menschen scheinbar sinnlos leben und ebenso sinnlos ins Verderben rennen. Ich sage betont scheinbar sinnlos, denn gestolperte, geprüfte, gelitten habende Menschen sind in ihrer Psyche wesentlich stärker als Menschen, die wohlbehütet, satt, stets gesund, stets aus dem Vollen zu schöpfen brauchen. Ich glaube nicht, dass Gott solche verwöhnten Kinder bzw. Weicheier in seinem Himmelreich braucht.
So ist mir mein Gedanke, dass Jesus Christus der menschliche Kern des nahen, immanenten Gottes ist, ein süßer Angelpunkt, auch wenn ich nicht alles begreife. Für mich ist die reifere Bildung wichtig. Ich glaube, das ist fürs erste ein feineres Fühlen.
Ist das Fühlen mittels der Sinne das einzig Wahre? Wann tritt geistiges Ahnen hinzu? Das frägt sich oft euer - reinwiel
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gute frage
sucht u7nd findet die antwort
bin dann mal wech...
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Ich weiß, es ist immer eine heikle Sache, Gott anzuzweifeln.
Nicht so sehr für einen selbst, sondern vielleicht für andere, die man damit vielleicht verletzt oder gar in Zweifel stürzt (was ich allerdings nicht glaube).
Es geht mir auch gar nicht darum, jemanden seinen Glauben madig zu machen, kann ich nicht und will ich auch nicht.
Deswegen schreibe ich hier nicht.
Die Frage, warum Gott sich nicht zeigt - oder sich nicht jedem offenbart - ist eine von mir ernstgemeinte Frage.
Warum der eine, derandere nicht? Liebt er verschieden?
Auch bei mir gab es ja eine Zeit, in der meine Bereitschaft sehr groß war, ich mein Herz aufgemacht und gehofft habe.
Ja, Hoffnung hatte ich, geglaubt habe ich, viel geistige Energie habe ich in die Sache gelegt - Energie, die dann woander fehlte, Zeit, die woanders fehlte.
Ich weiß nicht, was ich von einem Gott erwarte - erwartet habe.
Es gibt nichts, was ich nicht auch durch meine reale Welt, meine Mitmenschen bekommen könnte.
Liebe, Vertrauen, Hoffnung, das Gefühl, Teil von etwas Großem, etwas Wertvollem und Wichtigem zu sein, einen Sinn zu haben - das habe ich auch so (mehr oder weniger).
Es ist mir nicht zugefallen und es ist ganz und gar nicht leicht. Aber ich bin ruhiger bei dem Gedanken an die Existenz eines Zufalls als bei dem Gedanken, Gott könne da seine unegalen Fingerchen im Spiel gehabt haben.
Denn dann - wenn ich ehrlich bin - gäbe es ein paar Sachen, die ich ihm nachtragen würde und die sich - ganz im Gegensatz zu Gabrieles Erfahrung - eben nicht "im Nachhinein" gefügt haben, sondern auch nach langen Jahren noch ein schmerzender Stachel im Fleisch sind.
Astrella
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@Astrella
Ich nehme an, mein Posting zu diesem Thema hast übersehen...
| Zitat: |
| Ich weiß nicht, was ich von einem Gott erwarte - erwartet habe. |
Und genau da dürfte ein Problemansatz liegen...
Gruß
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